(NEU: Details zu von der Schließung betroffenen Standorten, Forderung von
ver.di nach Ersatzarbeitsplätzen)
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Metro AG will 15 der insgesamt 85 übernommenen deutschen Wal-Mart-Filialen schließen. Dies sei wie angekündigt Teil der Filialnetzoptimierung, teilte die Metro-Einzelhandelstochter real,- SB-Warenhaus GmbH am Freitag mit. Für die betroffenen 15 Märkte würden Nachmieter gesucht. Die Unternehmensleitung werde in den betroffenen Märkten umgehend die Mitarbeiter informieren und Gespräche mit den zuständigen Arbeitnehmervertretern aufnehmen.
Mit der Weiterführung der Standorte würden 10.000 Arbeitsplätze erhalten bleiben, sagte Metro-Sprecher Albrecht von Truchseß. Von der Schließung der 15 Standorte seien 1.200 Arbeitsplätze betroffen. Welche Kosten für Umstellung und Schließung anfallen, sagte von Truchseß nicht. Dies hänge zum Teil davon ab, wann Nachmieter gefunden würden. Eigentümer der Immobilien sei der Konzern in diesen Fällen nicht.
Der Metro-Sprecher begründete die Schließung der 15 Geschäfte mit den Standorten. Diese Niederlassungen seien wirtschaftlich nicht betreibbar, erklärte er. Dies habe Wal-Mart auch schon so gesehen.
Geschlossen werden die SB-Warenhäuser in Aurich, Bergkamen, Cottbus, Delmenhorst, Gelsenkirchen, Hagen, Hannover-Wülfel, Jena, Leipzig-Günthersdorf, Nordenham, Pattensen, Ritterhude-Platjenwerbe, Salzgitter-Bad und Wilhelmshaven. Die Schließung eines Marktes in Aachen war bereits ausgemacht, bevor Metro die Übernahme des deutschen Wal-Mart-Geschäftes Ende Juli bekannt gegeben hatte.
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di forderte von Metro unterdessen Ersatzarbeitsplätze für die rund 1.200 von der Kündigung bedrohten Beschäftigten in den Wal-Mart-Filialen. "In einem so großen Konzern wie der Metro sollte es Ersatzarbeitsplätze für die betroffenen Arbeitnehmer geben", sagte Ulrich Dalibor, Leiter der ver.di-Bundesfachgruppe Einzelhandel, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe).
Er appelliere an die soziale Verantwortung des Metro-Konzerns, fügte Dalibor hinzu, der im Aufsichtsrat des Metro-Konzerns sitzt. "Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz", versprach er.
Rund 80% der übernommenen Wal-Mart-Märkte sollen bis Mitte kommenden Jahres auf real,- umgestellt werden, hieß es am Freitag weiter. Die ersten fünf Standorte seien bereits Ende November erfolgreich in das real,-Standortportfolio integriert worden.
Wie bereits angekündigt soll die Hauptverwaltung von real,- die zentralen Verwaltungsaufgaben für alle Märkte übernehmen. Die Wal-Mart-Zentrale in Wuppertal werde voraussichtlich im dritten Quartal 2007 geschlossen. Mit den Arbeitnehmervertretern sei hierzu noch vor Weihnachten eine Einigung über einen Interessenausgleich und Sozialplan getroffen werden.
Ende Juli hatte der Düsseldorfer Einzelhandelskonzern mitgeteilt, die 85 deutschen Supermärkte des US-Wettbewerbers Wal-Mart zu übernehmen und in seine Einzelhandelstochter Real einzugliedern. Metro wird Ankündigungen aus dem Sommer zufolge einen positiven Einmaleffekt verbuchen, da der Wert der Wal-Mart-Assets höher als der Kaufpreis ist. Die Höhe des Einmaleffektes wurde bislang nicht beziffert. Metro erwarb von dem US-Konzern im Zuge der Transaktion auch 19 Immobilien.
Durch die Übernahme der weit überwiegenden Zahl der Wal-Mart-Filialen werde das real,-Vertriebsnetz nachhaltig gestärkt, hieß es am Freitag. Diese Standorte würden geografisch und strategisch hervorragend zu real,- passen und für eine klare Verbesserung der Position des Unternehmens auf dem deutschen Markt sorgen. Außerdem würden deutliche Vorteile im Einkauf, in der Logistik und in der Verwaltung erzielt.
Wal-Mart hatte mit dem Verkauf ihrer Filialen an Metro ein achtjähriges verlustreiches Geschäft in Deutschland beendet. Die Aktivitäten waren zu dünn gestreut, der größte Einzelhandelskonzern der Welt nahm in Deutschland in diesem Segment nur Platz 12 ein. Nach dem Verkauf des Deutschland-Geschäftes an Metro hatte Wal-Mart 1 Mrd USD abgeschrieben.
Webseiten: http://www.metrogroup.de
http://www.real.de
DJG/AP/brb/kib/cbr
ver.di nach Ersatzarbeitsplätzen)
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Metro AG will 15 der insgesamt 85 übernommenen deutschen Wal-Mart-Filialen schließen. Dies sei wie angekündigt Teil der Filialnetzoptimierung, teilte die Metro-Einzelhandelstochter real,- SB-Warenhaus GmbH am Freitag mit. Für die betroffenen 15 Märkte würden Nachmieter gesucht. Die Unternehmensleitung werde in den betroffenen Märkten umgehend die Mitarbeiter informieren und Gespräche mit den zuständigen Arbeitnehmervertretern aufnehmen.
Mit der Weiterführung der Standorte würden 10.000 Arbeitsplätze erhalten bleiben, sagte Metro-Sprecher Albrecht von Truchseß. Von der Schließung der 15 Standorte seien 1.200 Arbeitsplätze betroffen. Welche Kosten für Umstellung und Schließung anfallen, sagte von Truchseß nicht. Dies hänge zum Teil davon ab, wann Nachmieter gefunden würden. Eigentümer der Immobilien sei der Konzern in diesen Fällen nicht.
Der Metro-Sprecher begründete die Schließung der 15 Geschäfte mit den Standorten. Diese Niederlassungen seien wirtschaftlich nicht betreibbar, erklärte er. Dies habe Wal-Mart auch schon so gesehen.
Geschlossen werden die SB-Warenhäuser in Aurich, Bergkamen, Cottbus, Delmenhorst, Gelsenkirchen, Hagen, Hannover-Wülfel, Jena, Leipzig-Günthersdorf, Nordenham, Pattensen, Ritterhude-Platjenwerbe, Salzgitter-Bad und Wilhelmshaven. Die Schließung eines Marktes in Aachen war bereits ausgemacht, bevor Metro die Übernahme des deutschen Wal-Mart-Geschäftes Ende Juli bekannt gegeben hatte.
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di forderte von Metro unterdessen Ersatzarbeitsplätze für die rund 1.200 von der Kündigung bedrohten Beschäftigten in den Wal-Mart-Filialen. "In einem so großen Konzern wie der Metro sollte es Ersatzarbeitsplätze für die betroffenen Arbeitnehmer geben", sagte Ulrich Dalibor, Leiter der ver.di-Bundesfachgruppe Einzelhandel, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe).
Er appelliere an die soziale Verantwortung des Metro-Konzerns, fügte Dalibor hinzu, der im Aufsichtsrat des Metro-Konzerns sitzt. "Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz", versprach er.
Rund 80% der übernommenen Wal-Mart-Märkte sollen bis Mitte kommenden Jahres auf real,- umgestellt werden, hieß es am Freitag weiter. Die ersten fünf Standorte seien bereits Ende November erfolgreich in das real,-Standortportfolio integriert worden.
Wie bereits angekündigt soll die Hauptverwaltung von real,- die zentralen Verwaltungsaufgaben für alle Märkte übernehmen. Die Wal-Mart-Zentrale in Wuppertal werde voraussichtlich im dritten Quartal 2007 geschlossen. Mit den Arbeitnehmervertretern sei hierzu noch vor Weihnachten eine Einigung über einen Interessenausgleich und Sozialplan getroffen werden.
Ende Juli hatte der Düsseldorfer Einzelhandelskonzern mitgeteilt, die 85 deutschen Supermärkte des US-Wettbewerbers Wal-Mart zu übernehmen und in seine Einzelhandelstochter Real einzugliedern. Metro wird Ankündigungen aus dem Sommer zufolge einen positiven Einmaleffekt verbuchen, da der Wert der Wal-Mart-Assets höher als der Kaufpreis ist. Die Höhe des Einmaleffektes wurde bislang nicht beziffert. Metro erwarb von dem US-Konzern im Zuge der Transaktion auch 19 Immobilien.
Durch die Übernahme der weit überwiegenden Zahl der Wal-Mart-Filialen werde das real,-Vertriebsnetz nachhaltig gestärkt, hieß es am Freitag. Diese Standorte würden geografisch und strategisch hervorragend zu real,- passen und für eine klare Verbesserung der Position des Unternehmens auf dem deutschen Markt sorgen. Außerdem würden deutliche Vorteile im Einkauf, in der Logistik und in der Verwaltung erzielt.
Wal-Mart hatte mit dem Verkauf ihrer Filialen an Metro ein achtjähriges verlustreiches Geschäft in Deutschland beendet. Die Aktivitäten waren zu dünn gestreut, der größte Einzelhandelskonzern der Welt nahm in Deutschland in diesem Segment nur Platz 12 ein. Nach dem Verkauf des Deutschland-Geschäftes an Metro hatte Wal-Mart 1 Mrd USD abgeschrieben.
Webseiten: http://www.metrogroup.de
http://www.real.de
DJG/AP/brb/kib/cbr
© 2006 Dow Jones News
