FRANKFURT (Dow Jones)--Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat den Plan führender Investmentbanken zu einer eigenen Aktienhandelsplattform in Europa verteidigt. Der Plan sei "kein Affront" gegen die etablierten Börsen, sagte Ackermann am Rande eines Finanzkongresses in Frankfurt. Vielmehr sei der Plan "normaler Wettbewerb" und das "Ausnutzen neuer regulatorischer Gegebenheiten", so Ackermann.
Im vergangenen Jahr hatten sieben Investementbanken angekündigt, unter dem Projektnamen "Turquoise" den Aufbau einer alternativen Plattform zu prüfen. Neben der Deutschen Bank waren dies die Citigroup, Credit Suisse, Goldman Sachs, Merrill Lynch, Morgan Stanley und UBS. Von der Plattform, die Ende 2007 oder Anfang 2008 starten könnte, erhoffen sich die Banken geringere Kosten für ihr Aktienhandelsgeschäft.
Allerdings vermuten einige Beobachter, dass mit dem Projekt zunächst lediglich Druck auf die Preispolitik der etablierten Börsen ausgeübt werden soll.
Ackermann zeigte sich derweil noch zurückhaltend hinsichtlich der Erfolgschancen des Projektes. "Ob es erfolgreich sein wird, ist offen", sagte er. Es könne durchaus sein, dass es wegen der verbundenen IT-Probleme "nicht so einfach ist". Allerdings wäre es aus seiner Sicht ein Fehler, falls die Intermediäre die Plattform nicht nutzen sollten.
-Von Christian Streckert, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 115,
christian.streckert@dowjones.com
DJG/ces/jhe -0-
Im vergangenen Jahr hatten sieben Investementbanken angekündigt, unter dem Projektnamen "Turquoise" den Aufbau einer alternativen Plattform zu prüfen. Neben der Deutschen Bank waren dies die Citigroup, Credit Suisse, Goldman Sachs, Merrill Lynch, Morgan Stanley und UBS. Von der Plattform, die Ende 2007 oder Anfang 2008 starten könnte, erhoffen sich die Banken geringere Kosten für ihr Aktienhandelsgeschäft.
Allerdings vermuten einige Beobachter, dass mit dem Projekt zunächst lediglich Druck auf die Preispolitik der etablierten Börsen ausgeübt werden soll.
Ackermann zeigte sich derweil noch zurückhaltend hinsichtlich der Erfolgschancen des Projektes. "Ob es erfolgreich sein wird, ist offen", sagte er. Es könne durchaus sein, dass es wegen der verbundenen IT-Probleme "nicht so einfach ist". Allerdings wäre es aus seiner Sicht ein Fehler, falls die Intermediäre die Plattform nicht nutzen sollten.
-Von Christian Streckert, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 115,
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