Für ein Apple und ein Ei Digitale Musik - ganz ohne Kopierschutz? So etwas verlangen üblicherweise Verbraucherschützer und andere Menschen, die sich nicht um den Gewinn von Unternehmen sorgen müssen. Dennoch hat Apple-Chef Steve Jobs jetzt genau dies verlangt. Die Forderung ist ein kurzsichtiger Marketing-Stunt. Der iPod-Hersteller lebt von seinem Pakt mit der Musikindustrie: Apple fördert den Absatz seiner iPods, indem die Firma Songs im Netz unter den Schutz von so genannter DRM-Software stellt und so das Raubkopieren erschwert. Fast alle Musiklabel bieten im Gegenzug ihre Hits bei Apple an, weil sie sicher sind, dass die kostbare Ware nur in geringem Umfang weiter kopiert wird.
Mit seiner Forderung an die Musikkonzerne Universal Music Group, Sony BMG, EMI und Warner Music Group, den Schutz abzuschaffen, hat Jobs diesen Pakt jetzt infrage gestellt. Sollten die Labels die Musik ungeschützt freigeben, würden sie im Netz sehr viel weniger einnehmen, noch tiefer in die Krise schlittern, noch weniger hörenswerte Musik produzieren. Ungeschützte Musik wird von den Nutzern nicht bezahlt, und das würde zuerst der Musik, aber langfristig auch Apple den Garaus machen.
Dennoch enthält Jobs? Vorstoß einen bedenkenswerten Ansatz. Man könnte den Kopierschutz im Netz abschaffen, wenn man ein anderes Geschäftsmodell an seine Stelle setzen würde. Frei kopierbare Musik im Netz wäre für alle Beteiligten lukrativ, wenn beim Kauf eines iPod 50 oder 100 $ an Musikverlage und Künstler ginge - als Gegenleistung für das Recht, den Speicher des Gerätes komplett mit Musik füllen zu dürfen, aus welchen Quellen auch immer. Ein solches Geschäftsmodell gibt es bereits - noch nicht für iPods, aber schon lange für leere Audiokassetten und CD-Rohlinge, für die jeder Verbraucher seine Gema-Gebühren entrichtet.
Kontakt: Kommentar@ftd.de
Ines Zöttl - 030/22074169
Leo Klimm - 040/31990311
Christian Schütte - 030/22074169
Dies ist eine Pressestimme der Financial Times Deutschland. Für Text und Inhalt ist ausschließlich die Financial Times Deutschland verantwortlich. Die geäußerten Ansichten reflektieren auch nicht die Ansichten von Dow Jones Newswires oder der Dow Jones and Company Inc.
Mit seiner Forderung an die Musikkonzerne Universal Music Group, Sony BMG, EMI und Warner Music Group, den Schutz abzuschaffen, hat Jobs diesen Pakt jetzt infrage gestellt. Sollten die Labels die Musik ungeschützt freigeben, würden sie im Netz sehr viel weniger einnehmen, noch tiefer in die Krise schlittern, noch weniger hörenswerte Musik produzieren. Ungeschützte Musik wird von den Nutzern nicht bezahlt, und das würde zuerst der Musik, aber langfristig auch Apple den Garaus machen.
Dennoch enthält Jobs? Vorstoß einen bedenkenswerten Ansatz. Man könnte den Kopierschutz im Netz abschaffen, wenn man ein anderes Geschäftsmodell an seine Stelle setzen würde. Frei kopierbare Musik im Netz wäre für alle Beteiligten lukrativ, wenn beim Kauf eines iPod 50 oder 100 $ an Musikverlage und Künstler ginge - als Gegenleistung für das Recht, den Speicher des Gerätes komplett mit Musik füllen zu dürfen, aus welchen Quellen auch immer. Ein solches Geschäftsmodell gibt es bereits - noch nicht für iPods, aber schon lange für leere Audiokassetten und CD-Rohlinge, für die jeder Verbraucher seine Gema-Gebühren entrichtet.
Kontakt: Kommentar@ftd.de
Ines Zöttl - 030/22074169
Leo Klimm - 040/31990311
Christian Schütte - 030/22074169
Dies ist eine Pressestimme der Financial Times Deutschland. Für Text und Inhalt ist ausschließlich die Financial Times Deutschland verantwortlich. Die geäußerten Ansichten reflektieren auch nicht die Ansichten von Dow Jones Newswires oder der Dow Jones and Company Inc.
© 2007 Dow Jones News
