ESSEN (AP)--Eine dritte industrielle Revolution und ein zweites Wirtschaftswunder in Deutschland und Europa hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel mit Blick auf die zunehmende Bedeutung der Umwelttechnik vorausgesagt. Zur Eröffnung eines informellen Treffens der EU-Umweltminister sagte der SPD-Politiker am Freitag in Essen, Ziel müsse es sein, Europa "zur effizientesten Wirtschaftsregion der Welt zu machen".
Umweltschutz und Arbeitsplätze seien kein Widerspruch, betonte Gabriel. Im Gegenteil: "Beide bedingen sich im globalen Maßstab." Die Menschen in China und Indien "werden es uns nicht abnehmen, wenn wir Konsumverzicht predigen". Umwelttechnik müsse deshalb einen effizienteren Umgang mit Rohstoffen und verstärkte Verwendung nachwachsender Rohstoffe nicht nur in der Energieerzeugung ermöglichen.
Die Umwelttechnikbranche werde in wenigen Jahren weltweit zur neuen Leitindustrie werden, sagte Gabriel voraus. Sie werde in Deutschland schon bald die Umsätze der Autoindustrie oder des Maschinenbaus übertreffen. Bei dem Treffen, zu dem 21 der 27 EU-Umweltminister gekommen sind, geht es nach den Worten Gabriels darum, wie die Vision einer grünen industriellen Revolution umzusetzen sei.
Zu den Vorstellungen der deutschen Ratspräsidentschaft gehört unter anderem die Aufnahme ökologischer und sozialer Standards in Handelsabkommen der EU zum Beispiel mit China. Gabriel will für die ökologische Industriepolitik einen "Toprunner-Ansatz" wie in Japan verwirklicht sehen: Das Produkt mit dem jeweils geringsten Ressourcenverbrauch solle das Tempo bestimmen und so einen Effizienzwettlauf in Gang halten.
An den Beratungen auf dem Gelände des Weltkulturerbes "Zeche Zollverein" nehmen bis Samstag auch Umweltminister aus den EFTA-Staaten Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island teil. Ferner sind Vertreter von Beitrittskandidaten, der EU-Kommission, der UN-Entwicklungsorganisation sowie weitere Repräsentanten von Politik und Wirtschaft zugegen. Parallel zeigen über 100 Unternehmen in der Ausstellung Ecotec Beispiele innovativer Umwelttechnik.
DJG/kth
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Umweltschutz und Arbeitsplätze seien kein Widerspruch, betonte Gabriel. Im Gegenteil: "Beide bedingen sich im globalen Maßstab." Die Menschen in China und Indien "werden es uns nicht abnehmen, wenn wir Konsumverzicht predigen". Umwelttechnik müsse deshalb einen effizienteren Umgang mit Rohstoffen und verstärkte Verwendung nachwachsender Rohstoffe nicht nur in der Energieerzeugung ermöglichen.
Die Umwelttechnikbranche werde in wenigen Jahren weltweit zur neuen Leitindustrie werden, sagte Gabriel voraus. Sie werde in Deutschland schon bald die Umsätze der Autoindustrie oder des Maschinenbaus übertreffen. Bei dem Treffen, zu dem 21 der 27 EU-Umweltminister gekommen sind, geht es nach den Worten Gabriels darum, wie die Vision einer grünen industriellen Revolution umzusetzen sei.
Zu den Vorstellungen der deutschen Ratspräsidentschaft gehört unter anderem die Aufnahme ökologischer und sozialer Standards in Handelsabkommen der EU zum Beispiel mit China. Gabriel will für die ökologische Industriepolitik einen "Toprunner-Ansatz" wie in Japan verwirklicht sehen: Das Produkt mit dem jeweils geringsten Ressourcenverbrauch solle das Tempo bestimmen und so einen Effizienzwettlauf in Gang halten.
An den Beratungen auf dem Gelände des Weltkulturerbes "Zeche Zollverein" nehmen bis Samstag auch Umweltminister aus den EFTA-Staaten Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island teil. Ferner sind Vertreter von Beitrittskandidaten, der EU-Kommission, der UN-Entwicklungsorganisation sowie weitere Repräsentanten von Politik und Wirtschaft zugegen. Parallel zeigen über 100 Unternehmen in der Ausstellung Ecotec Beispiele innovativer Umwelttechnik.
DJG/kth
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