Jackson Hole (BoerseGo.de) - Die Folgen der Rezession des Hausmarktes könnten nach Ansicht des bekannten Harvard-Volkswirts Martin Feldstein der US-Wirtschaft erheblichen Schaden zufügen. So bestehe die Gefahr, dass daraus eine breite Rezession entsteht. „Die weltgrößte Volkswirtschaft könnte in einen ernsthaften Abwärtstrend überlaufen“, so Feldstein auf der Konferenz in Jackson Hole im Bundesstaat Wyoming. Nur ein energisches Einschreiten der Geldpolitik bzw eine deutliche Senkung der Zinsen würde das sehr negative Ergebnisbild aus den Verwerfungen im Markt für zweitklassige Hypotheken mindern. Der Volkswirt tritt daher im Bereich der Federal Funds für eine Senkung des Tagesgeldsatzes von 5,25 auf 4,25 Prozent ein. Niedrigere Zinsen würden mit einer stärkeren Wirtschaft und einer höheren Inflation einhergehen. Ein höherer Preisauftrieb sei gegenüber einer breiten Rezession das geringere Übel. Falls die Fed die Inflationsrate auf ihr gewünschtes Niveau heranführen will wäre dies mit einer längeren Periode der wirtschaftlichen Verlangsamung verbunden. Die Krise am Hausmarkt sorge für eine dreifache Bedrohung. Neben der Rückläufigkeit der Hauspreise und in der Baubranche sei hiedurch der Trend zu höheren Kreditkosten gegeben. Die Möglichkeit zur Refinanzierung sei in diesem Fall erschwert, führte Feldstein weiter aus.
