DJ Renault-Nissan-Allianz will Elektrofahrzeuge testen - WSJ
NEW YORK (Dow Jones)--Die Allianzpartner Renault SA und Nissan Motor Co planen laut einem Zeitungsbericht den Testbetrieb mit batteriebetriebenen Fahrzeugen. Die beiden Automobilhersteller wollten am Montag einen entsprechenden Plan vorstellen, schreibt das "Wall Street Journal" (WSJ - Freitagausgabe) mit Verweis auf Unternehmenskreise.
Zunächst sollen die Elektrofahrzeuge in Israel und später in anderen Städten weltweit getestet werden. Die Automobile sollen mit Lithium-Ionen-Batterien ausgestattet werden, die rund 100 Meilen Reichweite erlauben, bis die Batterien nachgeladen werden müssen. Die französisch-japanische Allianz arbeite bei dem Projekt mit dem früheren Manager der SAP AG, Shai Agassi zusammen, schreibt die Zeitung.
Agassi falle die Aufgabe zu, ein Netz für das Laden und Ersetzen der Batterien aufzubauen. Dazu werde er laut dem Zeitungsbericht Subventionen von der israelischen Regierung erhalten.
Renault und Nissan reihen sich mit ihrem Projekt in die Bemühungen anderer Automobilkonzerne und kleinerer Hersteller ein, umweltschonendere Antriebe zu entwickeln. Die General Motors Corp (GM) hatte vor gut einem Jahr mit der Studie Volt ein Plug-in-Modell vorgestellt, dass bis 2010 zur Marktreife entwickelt werden soll.
Carlos Ghosn, der CEO von Renault und Nissan, wollte in einem Interview am Donnerstag eine mögliche Bekanntmachung am Montag nicht kommentieren. Er bestätigte aber, dass die beiden Automobilhersteller an der Batterietechnologie und an Elektrofahrzeugen arbeiten. Auch haben sie erwogen, elektronisch betriebene Automobile in Ballungszentren zu testen.
Es gebe Städte, in denen solche Modelle gebraucht würden, sagte Ghosn und verwies als Beispiel auf die Londoner Innenstadtmaut. Nach Angaben des Managers ist man der Marktreife nahe. Die Renault-Nissan-Allianz wolle ab 2010 Elektro-Fahrzeuge in den Großstädten London, Yokohama und Paris anbieten und falls notwendig mit den Behörden zusammenarbeiten.
Die Kooperation mit Agassi berührt eines der Haupthindernisse bei der Nutzung von Elektrofahrzeugen: Die geringe Reichweite der batteriebetriebenen Fahrzeuge und die mögliche Notwendigkeit, die Batterien unterwegs nachzuladen. Weitere Hindernisse bei einer Massenvermarktung von Elektrofahrzeugen sind die Preise für die Lithium-Ionen-Batterien sowie Sicherheitsaspekte.
Das Renault-Nissan-Projekt sieht im ersten Schritt vor, dass Elektroversionen auf Basis von bestehenden Modellen, beispielsweise dem Kompaktwagen Renault Megane, hergestellt werden. Die Elektrofahrzeuge werden zunächst ohne Batterien für den Preis der Versionen mit Benzinmotoren verkauft. Die Batterien stellt dann Agassis kalifornisches Unternehmen, Project Better Place, für eine monatliche Gebühr zur Verfügung. Sie soll unter den monatlichen Kosten für Benzin liegen.
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-Von Norihiko Shirouzu und Neal E. Boudette, Dow Jones Newswires;
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January 18, 2008 04:16 ET (09:16 GMT)
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