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Regierung will IKB mit Steuergeldern retten - SZ

DJ Regierung will IKB mit Steuergeldern retten - SZ

BERLIN/FRANKFURT (Dow Jones)--Die Bundesregierung erwägt offenbar, die Not leidende Mittelstandsbank IKB durch den Einsatz von Steuergeldern zu retten. Die "Süddeutsche Zeitung" (SZ - Dienstagausgabe) zitiert Verhandlungskreise dahingehend, dass die Lage so dramatisch sei, dass "keine Option tabu" sei.

Die IKB Deutsche Industriebank AG benötige nach Angaben aus den Kreisen einen weiteren Betrag von rund 1,5 Mrd EUR, um ihre Verluste aus fehlgeschlagenen Spekulationsgeschäften am US-Hypothekenmarkt auszugleichen. Fließe das Geld nicht, sei die eigentlich grundsolide Bank am Ende.

Der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Jochen Sanio, habe am Wochenende eine Schließung der IKB ins Auge gefasst, davon aber zunächst wieder abgesehen.

Die Bundesregierung denke über einen Kredit an die KfW nach, schreibt die Zeitung unter Berufung auf die Verhandlungskreise. Das staatseigene Förderinstitut ist mit 38% die größte Aktionärin der IKB. Mit dem Kredit komme der Staat immer noch glimpflicher davon als die britische Regierung, die beim Kriseninstitut Northern Rock sämtliche Schulden von 73 Mrd EUR habe übernehmen müssen.

Eine weitere Option sei ein Verkauf der profitablen Teile der IKB. Denkbar sei auch die Gründung einer so genannten "bad bank", die alle Risiken übernehme oder der Verkauf an Finanzinvestoren.

Das Finanzministerium lehnte jeden Kommentar zu den möglichen Optionen ab.

Webseite: http://www.sueddeutsche.de 
   DJG/bam/brb 
 

(END) Dow Jones Newswires

February 11, 2008 13:33 ET (18:33 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

© 2008 Dow Jones News
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