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Streit um russische Öllieferungen eskaliert - Handelsblatt

DJ Streit um russische Öllieferungen eskaliert - Handelsblatt

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Streit um ein kaum bekanntes Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern bedroht nach einem Bericht des "Handelsblatts" (Donnerstagsausgabe) die Ölversorgung in ganz Ostdeutschland. Sunimex der Generalimporteur für alles Öl, das durch die Druschba-Pipeline von Russland nach Deutschland fließt, will die Zusammenarbeit mit seinem Hauptlieferanten Lukoil einstellen.

"Wenn Lukoil nicht liefern will, dann suchen wir uns andere Lieferanten", sagte die Sunimex-Prokuristin Janna Zours dem "Handelsblatt" laut Vorabmeldung. Lukoil sei zwar der größte russische Ölkonzern, aber nicht der einzige. "Die Ölversorgung für Deutschland ist in jedem Fall gesichert", erklärte Sunimex.

Die Druschba-Pipeline deckt rund 20% des deutschen Ölbedarfs, darunter die Raffinerien in Leuna und Schwedt, und damit den gesamten deutschen Osten. In dieser Woche war bekannt geworden, dass Lukoil, das rund 30% des Druschba-Öls liefert, seine Leistungen gestoppt hat.

Sollte Lukoil keinen "gerechteren Preis" vom Zwischenhändler Sunimex erhalten, würde er die Lieferungen nach Deutschland komplett einstellen, sagte Lukoil-Sprecher Dmitrij Dolgow dem "Handelsblatt". Man bevorzuge eine direkte Lieferung an die deutschen Raffinerien. Das liege jedoch nicht an der russischen, sondern der deutschen Seite.

Unklar bleibt, warum Sunimex eine solche Machtstellung hat. Lukoil und Sunimex geben beide an, der Wunsch nach einem zentralen Zwischenhändler gehe von deutscher Seite aus. Sowohl die deutschen Raffineriebetreiber als auch der Deutsche Mineralölwirtschaftsverband und Außenhandelsverband für Mineralöl und Energie konnten aber am Mittwoch keinen Grund dafür nennen, warum Sunimex quasi ein Monopol auf das Öl aus der Druschba-Pipeline hat. Ein Industrievertreter vermutete, Sunimex müsse wohl eine besondere Lizenz aus Russland haben.

Die Sunimex Handels GmbH ist eine in Hamburg eingetragene Firma mit einem russischen Geschäftsführer namens Sergei Kischilov. Der letzte vorgelegte Jahresabschluss stammt aus 2002. Damals betrug der Umsatz 3,1 Mrd EUR, der Jahresüberschuss 2,9 Mio EUR. Die Mitarbeiterzahl lag bei fünf.

Webseite: http://www.handelsblatt.com 
             http://www.lukoil.com/ 
 
   DJG/kth 
 

(END) Dow Jones Newswires

February 20, 2008 13:04 ET (18:04 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

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