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MORNING BRIEFING - Märkte (USA/Asien)

DJ MORNING BRIEFING - Märkte (USA/Asien)

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TAGESTHEMA

Der seit dem vergangenen Sommer anhaltende Rückgang des US-Verbrauchervertrauens dürfte sich im Februar inmitten der Befürchtungen einer drohenden Rezession erheblich beschleunigt haben. Volkswirte rechnen damit, dass der Stimmungsindikator des Forschungsinstituts Conference Board auf 80,5 von zuvor 87,9 Punkten zurückgegangen ist. Allenthalben deuten die Beobachter auf ähnliche Stimmungsindikatoren, etwa der Index der Universität Michigan und die wöchentlichen Umfragen von ABC und Washington Post, die bereits eingebrochen sind.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen (Prognose Gewinn/Aktie in USD in Klammern):

US/Home Depot Inc, Ergebnis 4Q (PROGNOSE: 0,43)

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
   14:30 Erzeugerpreise Januar 
         PROGNOSE: +0,4% gg Vm 
         zuvor:    -0,1% gg Vm 
         Erzeugerpreise ex Nahrung/Energie 
         PROGNOSE: +0,2% gg Vm 
         zuvor:    +0,2% gg Vm 
 
   16:00 Index des Verbrauchervertrauens Februar 
         PROGNOSE: 80,5 ; zuvor: 87,9 
 
   16:00 OFHEO, Hauspreisindex 4Q 
 
   18:15 University of North Carolina, Rede von 
         Fed-Vice-Chairman Kohn, zum Thema: 
         "The U.S. Economy and Monetary Policy", 
 

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

US-BANKEN

Die Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs rechnen mit weiteren Abschreibungen in Milliardenhöhe im Zuge der Kredit- und Hypothekenkrise bei US-amerikanischen Banken. Goldman Sachs schätzt die zusätzlichen Abschreibungen bei der Citigroup Inc auf bis zu 12 Mrd USD. Bei Bear Stearns prognostiziert Goldman Sachs weitere Abschreibungen von 1,4 Mrd USD, bei Merrill Lynch von 4 Mrd USD, bei Lehman Brothers von 3,5 Mrd USD und bei J.P.Morgan Chase von 3,4 Mrd USD. Bei Morgan Stanley dürften nach Einschätzung von Goldman Sachs weitere 3,1 Mrd USD an Abschreibungen fällig werden.

US-ANLEIHEVERSICHERER

Die beiden führenden Anleihenversicherer haben offenbar Erfolg mit ihren Rettungsversuchen. Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Spitzenbonität "AAA" für MBIA und Ambac Financial bestätigt. Die Nachricht ließ den Kurs der beiden Monoliner in die Höhe schnellen und zog auch den breiten Markt am Nachmittag im US-Handel mit nach oben.

COGNIZANT

Die Telekom-Geschäftskundensparte T-Systems plant eine Partnerschaft mit dem US-IT-Dienstleister Cognizant. Die Verhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss, schreibt das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Am Mittwoch tagt der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG.

MÄRKTE AKTUELL (7.36 Uhr)

INDIZES

INDEX                zuletzt  +/- % 
S&P-500-Future         1.369   -0,2 
Nasdaq-Future          1.786    0,0 
Nikkei-225            13.825   -0,7 
Hang-Seng-Index       23.529    1,1 
Straits-Times-Index    3.073    0,3 
 

DEVISEN

DEVISEN   zuletzt  +/- % 
EUR/USD    1,4818  -0,1% 
EUR/JPY  159,9051  -0,2% 
EUR/CHF    1,6145   0,0% 
USD/JPY  107,9250  -0,2% 
USD/CHF    1,0897   0,0% 
GBP/USD    1,9654  -0,1% 
EUR/GBP    0,7539   0,0% 
 

ÖLPREIS (NYMEX LIGHT SWEET)

aktuell    Vortag New York 
USD    98,86          99,23 
 

Nach einem überwiegend ruhigen Handel hat der Ölpreis am Montag im späten Verlauf an der Nymex noch einmal zugelegt. Der führende April-Kontrakt auf Rohöl der Sorte Light Sweet Crude erhöhte sich um 0,4% bzw 0,42 USD je Barrel. Damit schloss der Kontrakt in sieben der vergangenen acht Sitzungen höher. Zur Begründung für den Anstieg verwiesen Händler unter anderem auf die weiter gestiegenen Heizölpreise, die vor dem Hintergrund der Kälte im Mittleren Westen und Nordosten der USA zulegten. Auch der Konflikt im Nordirak stehe weiter im Fokus des Interesses.

AKTIEN TOKIO (SCHLUSS)

Leichter - Gewinnmitnahmen und wieder aufkeimende Sorgen über eine Abkühlung der US-Konjunktur haben den Nikkei-225 wieder unter die Marke von 14.000 gedrückt, hieß es. Investoren hätten zunächst die Schlagzeilen um die US-Anleiheversicherer im Blick gehabt, sagte ein Händler. Allerdings hätten diese Meldungen die Sorgen über eine Abschwächung der US-Konjunktur nicht ausradieren können, hieß es weiter. Analysten trauen dem Leitindex Kurspotenziale jenseits der Marke von 14.500 Zählern zu. Aber zunächst stünden die US-Konjunkturdaten in der kommenden Woche im Fokus.

AKTIEN HONGKONG (MITTAGS)

Fester - Das als "dünn" bezeichnete Handelsvolumen liegt bislang bei 39,02 Mrd HKD. Nach Ansicht von Händlern deutet dies auf große Vorsicht hinsichtlich des Marktausblicks in China und den USA hin. Analysten glauben indes nicht, dass das Börsenbarometer im Nachmittagshandel (Ortszeit) erneut die Höchststände des Vormittags testen wird. Vielmehr dürfte der HSI zwischen 23.500 und 23.600 Zählern pendeln, sagt ein Analyst. Überdurchschnittlich laufen die Papiere lokaler Immobilienunternehmen, nachdem diese zuletzt nicht besonders gefragt waren. Am Markt werde kurzfristig mit weiteren Zinssenkungen spekuliert, heißt es. Wharf gewinnen 4,0% auf 39,20 HKD, SHKP legen um 3,1% auf 134,40 HKD zu und NWD verteuern sich um 3,2% auf 19,86 HKD.

AKTIEN SINGAPUR (MITTAGS)

Etwas fester - Der Leitindex hatte im Verlauf den Widerstand bei 3.100 Zählern vergeblich getestet. Anleger gingen weiter behutsam vor, sagt ein Analyst. Die Erinnerung, wie schnell der Leitindex seine Unterstützungslinien beim letzten Ausverkauf hinter sich gelassen hat, sei noch zu allgegenwärtig. "Wenn man dieses Szenario im Kopf hat, ist es kein Wunder, dass der STI jedes Mal in der Nähe der 3.100 zögert", so der Experte. Die Schwergewichte liefern ein uneinheitliches Bild. Noble gehören mit einem Plus von 6,2% auf 2,07 SGD zu den Tagessiegern. Das Unternehmen will nach Handelsschluss Jahreszahlen vorlegen. Die Titel des lokalen Börsenbetreibers SGX verlieren dagegen 2,3% auf 8,56 SGD.

RÜCKBLICK US-MÄRKTE

US-NACHBÖRSE

Die Aktien des Anleiheversicherers MBIA sind am Montagabend nachbörslich unter Abgabedruck geraten. Das krisengeschüttelte Unternehmen hatte mitgeteilt, dass keine Quartalsdividende ausgeschüttet werden soll. Die einbehaltenen Mittel von 174 Mio USD sollen stattdessen helfen, die "AAA"-Bewertung aufrechtzuerhalten bzw zu festigen. Bereits zuvor hatte die Gesellschaft die Dividende auf 0,13 (0,34) USD gekürzt. Für das Papier ging es bis 19.59 Uhr (Ortszeit) auf nasdaq.com um 1,7% auf 14,33 USD bergab. Gestiegen sind dagegen die Titel von RF Micro Devices, nachdem sich Großinvestor George Soros mit 5,15% an dem Mobilfunkunternehmen beteiligt hat. Die Aktie legte bis 19.21 Uhr (Ortszeit) um 3,9% auf 3,45 USD zu.

NYSE-ECKDATEN

Freitag 
Umsatz (Aktien) 1,51 Mrd   1,42 Mrd 
Gewinner        2.418 
Verlierer         751 
Unverändert        84 
 

INDIZES

DJIA            12.570   +1,5% 
S&P-500          1.372   +1,4% 
Nasdaq-Comp      2.327   +1,1% 
Nasdaq-100       1.785   +0,7% 

Fest - Positive Nachrichten zu den Anleiheversicherern Ambac und MBIA sowie besser als erwartet ausgefallene Daten zum US-Immobilienmarkt haben für Aufschläge gesorgt. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte im späten Handel die Einstufung "AAA" für MBIA und Ambac bestätigt und damit für einen Aufwärtsschub gesorgt. Auch die nicht so stark wie erwartet gefallene Zahl der Verkäufe bestehender Häuser habe das Sentiment gestützt. "Eines der großen Risiken was die ganze Zeit über dem Markt schwebte, war eine mögliche Abstufung der Anleiheversicherer", so ein Analyst. Die Bestätigung der Ratings für die beiden Großen der Branche, Ambac und MBIA, habe somit zu einer sehr großen Erleichterung am Markt geführt. Es gebe zwar noch weitere Unsicherheiten, doch mit dieser Bestätigung sei erst einmal "ein großer Brocken" abgefallen, hieß es weiter. Entsprechend haussierten die Aktien der beiden Anleiheversicherer. Ambac legten um 15,9% auf 12,41 USD zu und MBIA stiegen um 19,7% auf 14,58 USD. Dagegen verloren Citigroup 1,5% auf 24,74 USD. Die Bank muss offenbar erneut einen ihrer Hedgefonds unterstützen. Gesucht waren Genentech, die um 8,9% auf 77,96 USD zulegten. Die US-Gesundheitsbehörde FDA erteilte dem Pharmakonzern die Zulassung für das Krebsmittel "Avastin" zur Behandlung bei fortgeschrittenem Brustkrebs.

TREASURYS

Änderung   Rendite 
10-Jährige  96-22/32   -25/32     3,90% 
30-Jährige  95-12/32   -1-13/32   4,66% 

Leichter - Positive Nachrichten zu den US-Anleiheversicherern und nicht so stark wie erwartet gefallene Verkäufe bestehender Häuser haben bei den US-Anleihen am Montag im späten Handel zu deutlichen Abschlägen geführt. Die Verkäufe bestehender Häuser in den USA für Januar sind gegenüber dem Vormonat um lediglich 0,4% zurückgegangen. Dies war zwar der sechste Rückgang in Folge, Volkswirte hatten aber mit einem deutlicheren Minus von 1,8% gerechnet. Die Bestätigung der Ratings "AAA" für die beiden Anleiheversicherer MBIA und Ambac durch Standard & Poor's sorgte dann im späten Verlauf für weiteren Abgabedruck.

=== 
   DJG/ros/flf/raz 
 

(END) Dow Jones Newswires

February 26, 2008 01:44 ET (06:44 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

© 2008 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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