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ifo-Index und Aktienrückkauf von IBM stützen Europas Blue-Chips

DJ ifo-Index und Aktienrückkauf von IBM stützen Europas Blue-Chips

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche ifo-Index und ein üppiges Aktienrückkaufprogramm von IBM haben am Dienstag die europäischen Blue-Chips ihre Aufwärtstrend fortsetzen lassen. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 1,5 Prozent oder 56 Punkte auf 3.855. Der Stoxx-50 legte um 1,6 Prozent oder 52 Punkte auf 3.309 zu. Die Kursgewinne der Leitindizes reichten von 0,8 Prozent in Wien bis zu 2,1 Prozent in Madrid.

US-Vorgaben und ifo-Index sorgen anfangs für Kursgewinne

Am Vormittag sorgten gute Vorgaben aus dem späten US-Aktiengeschäft am Montag für steigende Kurse. Rückenwind erhielten die Aktien auch von der Konjunktur: So hat der ifo-Geschäftsklima-Index aus Deutschland im Februar mit einem Wert von 104,1 die Konsenserwartung von Bankvolkswirten von 102,8 übertroffen und ist auch im Vergleich zum Januar-Wert von 103,4 gestiegen.

Getragen wird der Optimismus der Unternehmen allerdings einzig von der verbesserten Einschätzung der aktuellen Lage; die in die Zukunft gerichtete Erwartungskomponente ging zurück.

Nachmittags bröckelten die Kurse dann kontinuierlich ab. Grund waren stark gestiegene Erzeugerpreise in den USA und ein enttäuschendes Verbrauchervertrauen im Februar. Das Gespenst der Stagflation machte erneut die Runde an Wall Street. Dann teilte jedoch IBM mit, im laufenden Jahr für bis zu 12 Mrd USD eigene Aktien zurückkaufen zu wollen. Diese Nachricht ließ die Notierungen wieder anziehen.

Aussagen von Standard & Poor's helfen den Finanzwerten

Mit der Bestätigung der Bestnoten "AAA" für die US-Anleiheversicherer Ambac und MBIA durch die Agentur Standard & Poor's kehrte zudem Vertrauen in den Aktienmarkt zurück. Eine Abstufung der Ratings hätte möglicherweise eine negative Kettenreaktion weiterer Abstufungen im Finanzsektor nach sich gezogen. Vor allem auf Banken wären in diesem Fall voraussichtlich weitere Wertberichtigungen zugekommen.

Finanzwerte in der Spitzengruppe

Die Nachrichten aus den USA sorgten wie schon am Montag für deutliche Kursgewinne bei den Finanzwerten. Bankentitel legten im Schnitt um 2,9 Prozent zu und Versichereraktien um 2,8 Prozent. Händler wollten dennoch in erster Linie nur von technischen Korrekturen nach oben sprechen. Strategische Käufe seien weiterhin kaum zu sehen, auch weil seitens der Banken in den USA mit weiteren Gewinnwarnungen gerechnet werde. So ging bereits am Vortag die Spekulation um, Goldman Sachs werde das schlechteste Quartalsergebnis seiner Geschichte ausweisen.

Societe Generale schlossen 4,6 Prozent höher bei 67,85 EUR. Das starke Aufwärtsmomentum der Aktie resultierte laut Händlern neben den guten Vorgaben für den Sektor auch von der Aussicht auf den Abschluss der Kapitalerhöhung vom Freitag. Zudem kursierten einmal mehr Übernahme-Spekulationen.

Konjunkturwerte profitieren vom ifo-Index

Vom ifo-Index profitierten konjunktursensitive Sektoren. So stiegen die Aktien der Hersteller von Industriegütern und -dienstleistungen im Schnitt um 1,8 Prozent. Der Subindex der Automobilwerte lag mit einem Plus von 2,7 Prozent ebenfalls weit vorn. Bauaktien und die Papiere der Bauzulieferer gewannen durchschnittlich 1,8 Prozent hinzu. Eher defensive Sektoren wie Versorger, Pharma und Lebensmittelhersteller blieben etwas zurück und legten nur wenig zu.

OMV im Sektortrend - Suez freundlich

Geschäftszahlen hatten der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV und der französische Versorger Suez veröffentlicht. Während OMV in Wien 1,4 Prozent niedriger schlossen, stiegen Suez in Paris um 1,2 Prozent. OMV hat mit einem Nettogewinn von 318 Mio EUR den Analystenkonsens von 418 Mio EUR unterboten. Vor allem das Segment Petrochemie habe schwach abgeschnitten, konstatiert die Raiffeisen Centrobank.

Suez übertraf dagegen mit einem Nettogewinn im vergangenen Jahr von 3,9 Mrd EUR den Konsens der Analysten von 3,22 Mrd EUR. Das Unternehmen sprach von einem positiven Ausblick auf alle Geschäftsbereiche. UBS merkte hierzu an, die Prognose eines 19%-Anstiegs des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in diesem Jahr werde die Märkte beruhigen. Ähnlich wertete es Kepler Equities. Beide Banken haben ihre Kaufempfehlungen für Suez bestätigt.

Europäische Schlussindizes am Dienstag, 26. Februar:

=== 
           Index           Schluss-   Veränd.    Veränd.    Veränd. 
                            stand      abs.       in %    % seit Jahresbeginn 
 
DJ Europe  EuroSTOXX50     3855,03    +56,04     +1,48    -12,38 
           STOXX 50        3308,61    +51,72     +1,59    -10,18 
           STOXX 600        330,01     +4,71     +1,45     -9,50 
London     FTSE 100        6087,40    +87,90     +1,47     -5,72 
Frankfurt  Xetra DAX       6985,97   +103,41     +1,50    -13,40 
Paris      CAC40           4973,07    +53,81     +1,09    -11,42 
Amsterdam  AEX              464,34     +5,33     +1,16     -9,97 
Athen      ASE             4377,85     +0,70     +0,02    -15,47 
Brüssel    BEL-20          3794,86    +60,90     +1,63     -8,06 
Kopenhagen KFX              441,27     +0,82     +0,19     -4,93 
Dublin     ISEQ            6730,13   +186,91     +2,86     -2,95 
Helsinki   HEX            11020,29   +151,30     +1,39     -4,98 
Istanbul   IMKB-100       45524,52   +629,56     +1,40    -18,03 
Lissabon   PSI General     3533,37    +28,38     +0,81    -14,32 
Madrid     IBEX 35        13436,60   +280,00     +2,13    -11,50 
Mailand    S&P/MIB        34433,00   +502,00     +1,48    -10,69 
Oslo       All-Share        494,87     +2,59     +0,53    -13,18 
Prag       PX              1578,20    +12,00     +0,77    -13,05 
Moskau     RTS             2096,32    +16,60     +0,80     -8,48 
Wien       ATX             4025,65    +33,40     +0,84    -10,80 
Zürich     SMI             7743,17   +127,38     +1,67     -8,74 
=== 
   DJG/bek/reh 
 

(END) Dow Jones Newswires

February 26, 2008 12:25 ET (17:25 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

© 2008 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
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