Der angeschlagene Handyzulieferer
Balda
Balda verhandelt bereits seit Monaten mit Banken und Investoren, ohne dass bislang greifbare Ergebnisse vorliegen. Die Kreditinstitute haben währenddessen auf die Fälligstellung ihrer Kredite verzichtet. Der Balda-Vorstand sei davon überzeugt, dass das Stillhalteabkommen ausreichend verlängert werde, um die Verhandlungen über die Refinanzierung erfolgreich abschließen zu können, hieß es nun. Die Aktie fiel zum Handelsauftakt um 0,51 Prozent auf 1,95 Euro.
SCHWERE KRISE
Balda war nach der Insolvenz seines Hauptkunden BenQ Mobile in eine Schieflage geraten, die sich nach dem Verkauf seiner europäischen Handyschalen-Produktion in eine schwere Liquiditätskrise verwandelte. Der neue Besitzer hatte einen millionenschweren Verlustausgleich für das zurückliegende Jahr gefordert. Um die akute Krise abzuwenden, hatte Balda seine Töchter zurückgekauft und letztlich einen neuen Käufer gefunden. Das Hin und Her kostete den ohnehin angeschlagenen Konzern aber mehrere Millionen Euro.
Balda konzentriert sich nun auf die asiatische
Handyschalen-Produktion und das Geschäft mit berührungsempfindlichen
Bildschirmen. So liefert das Unternehmen das Touchscreen für das
Apple
ISIN DE0005215107
AXC0037 2008-06-13/09:09
