DJ Münchener Rück hofft auf steigende Prämien
MONTE CARLO (Dow Jones)--Der gemessen am Prämienaufkommen zweitgrößte Rückversicherer Münchener Rück hofft wegen steigender Schäden und eines schwierigen Kapitalmarktumfeldes auf ein Ende des Preisverfalls. Die Erneuerungen der vergangenen Jahre seien von reichlich Kapazitäten und zunehmendem Wettbewerb geprägt gewesen, sagte der für die Zeichnungspolitik verantwortliche Vorstand der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, Torsten Jeworrek, am Sonntag in Monte Carlo.
In den vergangenen Monaten hätten fallende Kapitalanlageergebnisse zu Einbußen beim Gewinn und beim Eigenkapital der Assekuranzen geführt. Die Münchener Rück erwartet nach Jeworreks Worten, dass dies positive Auswirkungen auf den Zyklus hat und eine Trendwende beschleunigen wird.
In diesem Jahr werde erstmals seit fünf Jahren wieder mit einer rückläufigen Kapitalbasis der globalen Rückversicherungsindustrie gerechnet. Die Konzerngewinne der fünf größten Branchenvertreter seien im ersten Halbjahr 2008 zum Vorjahr um 39% gesunken. Gleichzeitig sei wegen der Finanzmarktkrise eine billige Refinanzierung mit Eigenkapital schwierig, führte Jeworrek aus. Besonders in wachstumsstarken Märkten gewinne deshalb die Rückversicherung als alternative Finanzierungsform für Erstversicherer an Bedeutung.
Steigende Schadenssummen machen laut Jeworrek die Bedeutung risikoadäquater Preise deutlich. Der durch die Globalisierung verstärkte Trend zur Arbeitsteilung sowie steigende Rohstoffpreise trieben die Schäden bei Betriebsunterbrechungen in die Höhe. Die Zahl großer Einzelschäden nehme zu. Zudem blieben die Forderungen nach Naturkatastrophen hoch und stiegen zum Teil noch.
Die Münchener Rück werde auch in Zukunft eine auf Profitabilität ausgerichtete Zeichnungspolitik betreiben und Risiken nur zu angemessenen Preisen und Bedingungen übernehmen. Dabei werde sie weiterhin auf differenzierte Preise setzen, sagte Jeworrek.
Webseite: http://www.munichre.com/de -Von Rüdiger Schoß, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 117, ruediger.schoss@dowjones.com DJG/rso/brb
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September 07, 2008 08:00 ET (12:00 GMT)
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