Anzeige
Mehr »
Dienstag, 09.06.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Explorer vor Durchbruch? 2 Kilometer Anomalie - trifft diese Aktie jetzt den Jackpot?
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Börse-Intern
94 Leser
Artikel bewerten:
(0)

Lehman Brothers und das Einzelaktienrisiko

von Jochen Steffens

 

Gestern belastete die US-Indizes, dass die Gespräche von Lehman Brothers mit der Korea Development Bank über eine Beteiligung keinen Erfolg gebracht hatten. Anleger befürchteten daraufhin, dass Lehman Brothers dringend benötigtes Kapital nicht beschaffen könne und ein ähnliches Schicksal wie Bear Stearns erleiden werde. Die Aktie stürzte regelrecht ab und verlor um die 45 %.

 

Vorzeitige Veröffentlichung der Quartalszahlen

 

Lehman Brothers reagierte auf diese Gerüchte und veröffentlichte bereits heute ihre Quartalszahlen. Demnach beläuft sich der Verlust im dritten Quartal auf 3,9 Mrd. $ oder 5,92 $ je Aktie. Analysten hatten durchschnittlich mit einem Minus von 2,2 Mrd. $ gerechnet. Gleichzeitig kündigte Vorstandschef Richard Fuld den Verkauf eines Mehrheitsanteils an der Investmentsparte und weitere Maßnahmen an, um den Bestand der Bank zu sichern.

 

Dazu der Chart von Lehman Brothers:

 

 

 

So sieht ein typischer Insolvenz-Chart aus: Von 86 Dollar ist diese Aktie auf nunmehr im Tief unter 8 Dollar gefallen. Bei solchen Aktien funktioniert buy and hold wohl eher nicht. Aber dieser Chart ist ein schönes Beispiel dafür, dass Sie, sofern Sie langfristig orientiert sind, möglichst das Einzelaktienrisiko ausschalten sollten. Besonders im Hinblick auf die Abgeltungssteuer angelegtes Kapital muss diesen Umstand beachten!

 

Die verschiedenen Indizes hingegen, in denen sich Lehman befindet, verlieren natürlich im Vergleich zu der Einzelaktie nur marginal.

 

Jetzt kaufen?

 

Heute hat sich die Aktie wieder etwas erholt. Prompt rief mich ein Kollege an und fragte, ob man nicht jetzt bei Lehman einsteigen solle. Ich fragte ihn, für wie groß er die Chance hält, dass Lehman doch noch Insolvenz anmelden muss. Er meinte ohne viel zu überlegen 50 / 50, aber eigentlich könne er es auch nach den neuesten Zahlen nicht genau sagen – es käme darauf an, wie viel Geld Lehman durch die Veräußerungen einnehmen wird.

 

Ich fragte ihn daraufhin, ob er sein Geld nicht lieber auf Rot setzen wolle, um dem Lauf der Kugel das Schicksal zu überlassen - im Casino. Er antwortete, da könne er bei gleichem Risiko aber nur 100 % des eingesetzten Kapitals verdienen. Wenn Lehman wieder auf die Füße kommt, wären vom aktuellen Kurs sicherlich mehrere 100 % Gewinn möglich, auf Sicht von ein bis fünf Jahren. Er fand, dass das Chance / Risiko Verhältnis eindeutig besser als im Casino sei.

 

Recht hat er, was soll man sagen – nur sollte er dann auch nicht jammern, wenn sich das gesamte eingesetzte Kapital in Luft auflöst. Wobei nach so einem Einbruch gerne auch längere Seitwärtsphasen auftreten. Wenn das Vertrauen der Aktionäre erst einmal dahin ist...

 

Dax – Trendbruch und Retest

 

Und damit zum Dax-Chart, den Sie bereits kennen:

 

 

 

 

Der Chart hat die Mittellinie nicht überwinden können und sich wieder nach unten aufgemacht. Das war – wie bei der letzten Besprechung erwähnt (Steffens-Daily vom 03.09) – ein eher bearishers Signal. Tatsächlich folgte der Trendbruch.

 

Nach dem Ausbruch nach unten kam es am Montag/Dienstag zu einem Retest des Trends von unten. Eigentlich ist es ein weiteres bearishes Signal, dass der Trend nicht zurückerobert werden konnte. Der Trendbruch wird zudem durch diesen Retest bestätigt. Aber zurzeit würde ich auf solche Signale nicht viel geben, insbesondere weil dieser ganze Kursverlauf im Prinzip immer noch nichts anderes als einen Seitwärtsbewegung ist, die sich nunmehr seit Ende Juni hinzieht.

 

Viele Grüße

 

Jochen Steffens

 

 

P.S. Zum Thema "Dollarstärke" möchte ich Sie noch auf meine Kolumne bei boerse-online.de aufmerksam machen:

 

Um diese zu lesen, klicken Sie hier!

 

„Abgeltungssteuer“

 

Wollen Sie sich die aktuelle Steuerbefreiung von langfristigen Aktienanlagen auf Lebenszeit sichern?

 

Suchen Sie Informationen, wie Sie dazu ein langfristiges Depot sinnvoll aufbauen?

 

Wollen Sie wissen, welche Anlageformen die besten sind, um langfristig zu investieren?

 

Dann bestellen Sie den Stockstreet-Spezialreport: „Abgeltungssteuer“

 

Für mehr Information klicken Sie hier!

 

 

 

© 2008 Börse-Intern
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Software-Aktien vor, die besonders aussichtsreich positioniert sind – mit starker Marktstellung, attraktiver Bewertung und hohem Aufholpotenzial.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Software-Rebound Fahrt aufnimmt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.