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aktiencheck.de/ETFs: Starke Schwankung belebt Umsätze

DJ aktiencheck.de/ETFs: Starke Schwankung belebt Umsätze

*Fondsthemen der Woche * 
  · Fonds-Marktbericht 
  · ETF-Marktbericht 
  · 27 neue ETFs 
  · Fonds im Fokus: MAT APO Liquid 
  · Gastbeitrag 
  · Vier Fragen an: Motohisa Watanabe, Maintrust 
  · Statistiken 
 
9. September 2008. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Verstaatlichung der 
beiden US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac führt zu 
schnellen Positionswechseln im Handel mit ETFs. "Die meisten Investoren 
wurden von der Transaktion, die über das Wochenende vom US-Finanzministerium 
bekannt gegeben wurde, überrascht. Den beeindruckenden Wochenauftakt an den 
Aktienmärkten nutzen sie zur Neupositionierung", berichten die zuständigen 
Händler der HypoVereinsbank. Die von professionellen Investoren am 
häufigsten gehandelten Produkte auf den DAX und DJ EuroStoxx 50 (WKNs 593393 
und 593395) verzeichnen einen starken Anstieg des Umsatzvolumens. 
 
Short-ETFs profitieren vom intakten Abwärtstrend 
 
 
Dennoch rechnen die Akteure mit einer Fortsetzung des bestehenden 
Abwärtstrends an den Aktienmärkten. "Das ist insbesondere an den Käufen in 
so genannten Short-ETFs auf große Indizes wie den DAX (WKN DBX1DS) und DJ 
Euro Stoxx 50 (WKN DBX1SS) abzulesen", weiß Thorsten Michalik von der 
Deutschen Bank. Short-ETFs profitieren von einer negativen Wertentwicklung 
der ihnen zugrunde liegenden Indizes. 
 
Gehebelte ETFs von Tradern gesucht 
 
 
Marco Salaorno, ETF-Spezialist bei der Société Générale, registriert 
hingegen anziehende Nachfrage bei gehebelten ETFs. Mit diesen Produkten 
setzen risikofreudige Investoren kurzfristig auf einen starken Kursanstieg. 
"Steigt ein Index beispielsweise um zwei Prozent, legt der ETF um vier 
Prozent zu. Allerdings wirkt der Hebelmechanismus auch nach unten. Es sind 
also auch überproportionale Verluste möglich. Deshalb sind diese Instrumente 
hauptsächlich für Trader interessant." Gesucht sind der Lyxor ETF LevDAX 
(WKN LYX0AD) und der Lyxor ETF Lev DJ EuroStoxx 50 (LYX0BZ). 
 
Geldmarkt-ETFs bleiben auf den Kauflisten 
 
 
Wegen der fortbestehenden Unsicherheit an den Aktienmärkten gehören 
Geldmarktprodukte nach wie vor zu den Favoriten der Anleger. Gesucht sind 
der Lyxor Euro Cash (WKN LYX0B6) und der DB X-Trackers II-Eonia Total Return 
(WKN DBX0AN). Beide Indexfonds sind an eine tägliche rollierende Einlage zum 
Interbanken-Satz gekoppelt. 
 
Korea, Brasilien und USA mit Erholungspotential 
 
 
Die überdurchschnittlichen Kursverluste an den asiatischen Märkten in der 
vergangenen Woche lassen für einige Investoren eine Investition in ETFs mit 
entsprechender Ausrichtung wieder attraktiv erscheinen. "Von der Erholung in 
den USA konnte vor allem die Börse in Südkorea profitieren. Da die 
Wirtschaft des Landes noch stärker als Deutschland vom Export und damit 
einem intakten Weltwirtschaftswachstum abhängig ist, musste der Index zuvor 
erhebliche Verluste verkraften. Schnäppchenjäger halten das niedrige 
Kursniveau für attraktiv und beginnen mit ersten Zukäufen." Nachgefragt wird 
DB X-Trackers MSCI Korea TRN (WKN DBX1K2) und der iShares MSCI Korea 
(A0HG2L). Stärkere Umsätze verzeichnet auch der DB X-Trackers MSCI World USA 
(WKN DBX1MU). 
 
Größeres Interesse von Seiten der Investoren verzeichnen nach Auskunft von 
Marco Salaorno auch wieder Produkte mit lateinamerikanischen Aktien. "Vor 
allem der brasilianische Aktienmarkt litt in den vergangenen Wochen unter 
dem Kursverfall bei Rohstoffen und verlor in der Spitze fast 30 Prozent." 
Gesucht sind der Lyxor ETF Brazil Ibovespa (WKN LYX0BE), der Lyxor ETF MSCI 
Latin America (LXY0B0), der Lyxor ETF MSCI Emerging Markets (LXY0BX) und der 
DB X-Trackers MSCI Brazil TRN (WKN DBX1MR). Während sich das Lyxor-Produkt 
am Standardwerte-Index Bovespa orientiert, bildet der ETF der Deutschen Bank 
den MSCI World Brazil unter Berücksichtigung der reinvestierten Dividenden 
ab. 
 
Banken überwiegend gefragt, Chemie und Grundstoffe gemieden 
 
 
Der Kurssprung zu Beginn der Woche hat vor allem die Umsätze in Banken-ETFs 
belebt. "Die Rettungsaktion für Freddie Mac und Fannie Mae durch das 
US-Finanzministerium hat die Zuversicht im Hinblick auf eine baldige Lösung 
der Bankenkrise gestärkt. Die stärkere Regulierung des Bankensektors 
verringert aus Sicht der Anleger die Wahrscheinlichkeit größerer Pleiten in 
den USA", vermutet ein Händler. Gekauft wird der iShares DJ Stoxx 600 Banks 
(DE) (WKN 628934). Größte Position in dem Index ist die HSBC Holdings mit 12 
Prozent, gefolgt von Unicredit und BNP Paribas mit jeweils gut 5 Prozent 
Gewichtung. Salaorno beobachtet hingegen größere Abgaben beim Lyxor ETF DJ 
Stoxx 600 Banken (LXY0AP). "Einige kurzfristig orientierte Investoren, die 
sich nach den Kursverlusten Ende der Vorwoche bullisch positoniert haben, 
nutzen die Kursaufschläge zu Gewinnmitnahmen." 
 
Skeptisch stehen Investoren der weiteren Entwicklung im Versorger- und 
Grundstoffsektor gegenüber. Verkauft wird zum Beispiel der iShares DJ Stoxx 
600 Utilities (DE) (WKN 628945) und der iShares DJ Stoxx 600 Basic 
Resources(DE) (WKN 634472). Laut eines Händlers ist es vor allem der 
eingeleitete Wirtschaftsabschwung in Europa, der beide Branchen belastet. 
Die steigenden Gewinne, die die Unternehmen in den Schwellenländern 
erzielten, könnten die zu erwartenden Rückgänge in Europa nicht ausgleichen. 
 
Schwergewicht im DJ Stoxx 600 Utilities ist die Aktie von E.ON mit einem 
Anteil von 18,5 Prozent. Auch Suez mit 12,3, Iberdrola mit 8,7 und RWE 7,7 
Prozent Anteil gehören zu den großen Positionen. Am DJ Stoxx 600 Basic 
Resources hat die Aktie von Rio Tinto mit einem Anteil von 22,5 Prozent die 
höchste Gewichtung, gefolgt von BHP Billiton mit 15,5 Prozent, ArcelorMittal 
mit 13,9 Prozent und Xstrata mit 9,2 Prozent. 
 
© 9.September 2008/Andreas Wolf 
 
Disclaimer 
Die nachfolgenden News werden Ihnen direkt von der Redaktion von 
boerse-frankfurt.de bereitgestellt. Die hierin enthaltenen Angaben und 
Mitteilungen sind ausschließlich zur Information bestimmt. Keine der hierin 
enthaltenen Informationen begründet ein Angebot zum Verkauf oder die Werbung 
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(END) Dow Jones Newswires

September 23, 2008 11:02 ET (15:02 GMT)

© 2008 Dow Jones News
Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

Denn von einem dauerhaft höheren Energiepreisniveau profitieren nicht nur Öl- und Gasunternehmen. Auch Versorger, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Rohstoff- und Agrarwerte rücken in den Fokus. In diesem Umfeld könnten gezielt ausgewählte Unternehmen überdurchschnittlich profitieren – unabhängig davon, ob die Krise anhält oder nicht.

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