Essen (ots) - Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) wehrt sich vehement gegen den Vorwurf des designierten SPD-Parteichefs Franz Müntefering, wonach Rüttgers den Namen von Johannes Rau "missbrauche". "Ich bin von den Angriffen enttäuscht", sagte Rüttgers der in Essen erscheinenden "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ, Samstagsausgabe). "Als SPD-Chef den Traditions-Sozi zu spielen und gleichzeitig mit Ex-Kommunisten zu paktieren, passt nicht zusammen. Müntefering unterstützt Frau Ypsilanti, die mit Leuten zusammen arbeiten will, die noch 1989 viel Geld vom Honecker-Regime erhalten haben. Dies steht im Gegensatz zu Geist und Handeln von Johannes Rau." Müntefering habe keine Berechtigung, "sich als politischer Nachlassverwalter" des früheren NRW-Ministerpräsidenten auszugeben. Rüttgers hatte in den vergangenen Jahren mehrfach betont, dass er sich aufgrund der SPD-Schwäche in NRW "um die Johannes-Rau-Wähler kümmern" werde.
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