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Wall Street auf Erholungskurs - Yahoo! und Sprint brechen ein

DJ Wall Street auf Erholungskurs - Yahoo! und Sprint brechen ein

NEW YORK (Dow Jones)--Nach zwei Tagen herber Kursverluste ist Wall Street am Freitag auf Zwischenerholungskurs gegangen. Auch ein vorbörslich veröffentlichter unerwartet schwacher Arbeitsmarktbericht hat die Stimmung der Börsianer nicht nachhaltig trüben können.

Im Oktober hat die größte Volkswirtschaft der Welt 240.000 Stellen außerhalb der Landwirt abgebaut, Ökonomen hatten im Mittel ihrer Prognosen lediglich mit einem Rückgang um 200.000 gerechnet. Damit ist die Arbeitslosenquote auf 6,5% von 6,1% im Vormonat gestiegen und liegt damit so hoch wie seit März 1994 nicht mehr. Darüber hinaus wurde der Beschäftigungsabbau für August auf 127.000 nach einem vorläufig gemeldeten Rückgang um 73.000 Stellen revidiert.

"In den Kursen war aber ein Rückgang von bis zu 270.000 eingepreist gewesen", erklärt ein Händler den trotz der schlechten Nachrichten robusten Aktienmarkt. Negativ sei allerdings die heftige Revision für August zu bewerten. Bis 16.58 Uhr MEZ steigt der Dow-Jones-Index um 2% oder 272 Punkte auf 8.869. Für den breiter diversifizierten S&P-500-Index geht es 2% bzw 18 Zähler auf 923 nach oben. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index zieht um 2,1% oder 34 Stellen auf 1.642 an.

Getragen wird die Erholungsbewegung an Wall Street in erster Linie von den zyklischen Rohstoff- und Industriewerten. Schwächer als der Gesamtmarkt entwickeln sich hingegen Banken, die 0,5% im Minus liegen und Handelshäuser, die um 0,2% zulegen.

Größter Gewinner unter den Standardwerten aus dem Dow-Jones-Index sind Alcoa, die um 9,2% auf 11,20 USD anziehen. Für Intel geht es um 4,9% auf 14,55 USD nach oben. Exxon Mobile legen um 3,6% auf 72,53 USD zu.

Auf der Verliererseite stehen die Papiere von Walt Disney ganz oben, die um 2,2% auf 22,28 USD nachgeben. Am Vortag hat der Vergnügungsparkbetreiber die Zahlen für sein viertes Geschäftsquartal vorgelegt. Der Gewinn sank um 13% auf 0,43 USD je Aktie. Analysten hatten im Mittel ihrer Prognosen 0,49 USD je Schein erwartet. J.P. Morgan geben um 1,2% auf 37,80 USD nach, American Express um 0,8% auf 24,72 USD. Darüber hinaus entwickeln sich als eher defensiv geltende Papiere wie die von Procter & Gamble sowie Kraft Foods unterdurchschnittlich.

Bereits vor Sitzungsbeginn hat der Ford sein Ergebnis für das dritte Quartal vorgelegt und damit enttäuscht. Bereinigt um einen Sondereffekt aus der Auslagerung der Gesundheitskosten für die Ford-Pensionäre lag der Verlust bei 1,31 USD je Aktie. Analysten hatten lediglich einen Fehlbetrag von 0,94 USD je Anteilsschein erwartet. In den vergangenen drei Monaten hat das Unternehmen damit 7,7 Mrd USD an Liquidität verbrannt. Die Papiere ziehen dennoch um 0,5% auf 1,99 USD an.

In der zweiten Reihe werden Yahoo! weiter von Microsofts Desinteresse an einer Übernahme des Internetportals belastet. Die Aktien brechen um 14,2% auf 11,97 USD ein. Nvidia ziehen hingegen kräftig um 14,7% auf 8,74 USD an. Der Hersteller von Grafikkarten hatte am Vortag zwar für das dritte Quartal einen kräftigen Gewinnrückgang auf 0,20 USD berichtet, damit aber dennoch den Analystenkonsens von 0,12 USD deutlich überboten.

Sprint Nextel fallen hingegen um 11,4% auf 3,26 USD, nachdem der Mobilfunkanbieter im dritten Quartal einen Verlust von 0,11 USD je Aktie verbucht hatte. Analysten waren von einem Gewinn von 0,03 USD ausgegangen. Darüber hinaus hat das Unternehmen 1,3 Mio Kunden verloren.

DJG/DJN/jej/flf 
 

(END) Dow Jones Newswires

November 07, 2008 11:00 ET (16:00 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

© 2008 Dow Jones News
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