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=UPDATE: HRE rechnet nach Milliardenminus weiter mit Verlusten

=DJ UPDATE: HRE rechnet nach Milliardenminus weiter mit Verlusten

Von Rüdiger Schoss 
   DOW JONES NEWSWIRES 
 

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Münchener Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate Holding AG (HRE) hat im Jahr 2008 nach bislang noch untestierten Zahlen vor allem aufgrund von hohen Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte einen milliardenschweren Verlust eingefahren. Wie die HRE am Samstag im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung mitteilte, sei zudem noch mindestens auf zwei Jahre hinaus mit weiteren Verlusten zu rechnen, auch wenn die HRE selbst die mittelfristige strategische Perspektive als positiv eingeschätzt.

Belastet von Sonder- und Einmaleffekten beträgt der untestierte Konzernverlust für 2008 vor Steuern 5,38 Mrd EUR. Im Vorjahreszeitraum hatte die Hypotheken- und Pfandbriefbank vor Steuern noch 862 Mio EUR verdient. Der Nettoverlust beläuft sich den Angaben zufolge auf 5,46 Mrd EUR, wobei die HRE hier keine Angaben zum Vergleichswert im Vorjahr machte. Der Verlust sei zum Teil auf Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill) und anderer immaterieller Vermögenswerte aus der Erstkonsolidierung der DEPFA in Höhe von insgesamt 2,48 Mrd EUR zurückzuführen. Hinzu kämen eine Reihe von Sonder- bzw. Einmaleffekten, teilte der im MDAX gelistete Münchener Konzern mit.

Den Zahlen zufolge hat die Hypo Real die aufsichtsrechtlichen Mindestquoten zum Jahresende nicht mehr erfüllt. Nach festgestellten Jahresabschlüssen und nach erfolgter Gewinnverwendung betrug die Kernkapitalquote 3,4% (31. Dezember 2007: 8,7%). Damit lag die Kernkapitalquote Ende 2008 unter dem von der Bankenaufsicht geforderten Minimum von 4%, was die kurz vor der Veröffentlichung des Jahresabschlusses öffentlich gemachte Kapitalspritze durch den Bankenrettungsfonds SoFFin notwendig gemacht hatte. Angesichts der zuvor veröffentlichten Absichtserklärung des Rettungsfonds SoFFin geht der Konzern aber davon aus, dass die regulatorischen Mindestquoten nach der geplanten Kapitalerhöhung wieder eingehalten werden. Nach dem Einstieg der SoFFin betrage die Kernkapitalquote Ende 2008 wieder 6,2% nach 8,5% Ende 2007.

Zuvor hatte die HRE am Samstag mitgeteilt, dass die Bundesrepublik Deutschland über eine Kapitalerhöhung 8,7% an der Hypo Real Estate Holding AG erwerben wird. Der Bankenrettungsfonds SoFFin habe zugestimmt, 20 Mio Aktien für den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbetrag in Höhe von 3 EUR je Aktie und damit für insgesamt 60 Mio EUR zu erwerben. Mit dieser Kapitalmassnahme könne die HRE davon ausgehen, das Geschäft fortführen zu können und habe daher den Konzernabschluss für 2008 aufgestellt, so die HRE.

"Mit der beabsichtigten langfristigen Liquiditäts- und Kapitalunterstützung (...) schafft die Bundesrepublik Deutschland über den SoFFin die Voraussetzung für den Fortbestand der Hypo Real Estate Group", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Hypo Real Estate Holding AG, Axel Wieandt. Er kündigte zudem an, auf dieser Basis "das Geschäftsmodell der Gruppe sukzessive an die veränderten Rahmenbedingungen auf den Kapital- und Immobilienmärkten" anzupassen.

2008 betrug der Zinsüberschuss 1,47 Mrd EUR nach 1,63 Mrd EUR im Jahr zuvor. Der Provisionsüberschuss lag bei 32 (Vorjahr: 234) Mio EUR. Als Handelsergebnis musste die Hypo Real Estate einen Verlust von 1,01 (Vorjahr: 0,27) Mrd EUR verbuchen. Die Kreditvorsorge betrug 1,66 Mrd EUR. Abschreibungen auf synthetische CDOs stiegen 2008 auf 395 (Vorjahr: 198) Mio EUR

Die Bundesregierung will die HRE verstaatlichen, da sie befürchtet, dass es bei einem Zusammenbruch der Bank zu schweren Erschütterungen im Finanzsystem kommen könnte. Die Basis für dieses Vorgehen hat die Regierung mit dem Finanzmarktstabilierungsergänzungsgesetzt geschaffen, das der Bundestag am 20. März verabschiedet hat und über das der Bundesrat noch am 3. April abstimmen muss. Dieses Gesetz sieht unter anderem als "letzte Möglichkeit" vor, Banken wie die HRE zu verstaatlichen, wenn sie als bedeutend für den Fortbestand des Finanzsystems insgesamt angesehen werden.

Zudem will der Staat die rund 102 Mrd EUR sichern, die er der HRE seit Herbst 2008 in Form von Garantien oder Geldspritzen zur Verfügung gestellt hat. Dabei soll es im schlimmsten Fall sogar zur Enteignung der Altaktionäre kommen. Größter Einzelaktionär der HRE ist der US-Finanzinvestor J.C. Flowers. Eine Gruppe um Flowers hält rund 23,7% der Anteile, wehrt sich aber gegen eine Enteignung zum derzeitigen Marktwert. Flowers war im vergangenen Jahr zu einem Kurs von rund 22,50 EUR oder rund 1,1 Mrd EUR bei der Hypo Real Estate eingestiegen.

Webseiten: http://www.hyporealestate.de 
 
   -Von Rüdiger Schoß, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 117, 
   ruediger.schoss@dowjones.com 
   DJG/rso/kgb 
Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de 
 

(END) Dow Jones Newswires

March 28, 2009 15:53 ET (19:53 GMT)

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