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XETRA-SCHLUSS/Fest bei dünnem Umsatz - Umstufungen machen Kurse

DJ XETRA-SCHLUSS/Fest bei dünnem Umsatz - Umstufungen machen Kurse

FRANKFURT (Dow Jones)--Die deutschen Aktienmärkte sind erholt aus dem montäglichen Handel gegangen. Nachdem der DAX in der vergangenen Woche 2,4% verloren hatte, legte der Leitindex zu Wochenbeginn 1,5% oder 79 Punkte auf 5.464 zu und schloss damit fest. Charttechnisch liegt der nächste Widerstand für das Kursbarometer im Bereich von 5.482 Punkten bis 5.508 Punkten. Sollte der DAX diese Zone nachhaltig überwinden, rechnen Analysten mit einem neuerlichen Angriff auf das Jahreshoch von 5.574 Punkten. Unterstützt ist der Leitindex auf dem Niveau von 5.300 Punkten. In der zweiten Reihe ging es für den MDAX um 2,4% oder 162 Punkte auf 6.931 nach oben, der TecDAX rückte um 1,9% oder 14 Punkte auf 715 vor.

Händler begründeten die Kursgewinne am Montag mit drei Faktoren: Anhaltenden Short-Eindeckungen nach einem positiv interpretierten US-Arbeitsmarktbericht am Freitag, zuversichtlich stimmenden Konjunkturdaten aus Deutschland sowie neuerlicher Fusionsphantasie. Gleichzeitig verwiesen sie allerdings auf die wegen des Feiertags in den USA - dort begeht man den "Labor Day" - dünnen Umsätze. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf XETRA rund 97,2 (Freitag: 102,1) Mio Aktien im Wert von rund 2,27 (Freitag: 2,78) Mrd EUR.

Die fehlenden Impulse von Wall Street spiegelten sich auch unübersehbar im Kursverlauf zu Wochenbeginn wider. Nach einem kräftigen Anstieg im frühen Geschäft schaltete der DAX ab Mittag in den Standby-Modus und bewegte sich bis zum XETRA-Schluss in einer Spanne seitwärts. Wie an solchen Tagen üblich, kam den Herauf- und Herabstufungen durch Banken und Broker eine besondere Bedeutung für die Einzelwerte zu. "Das zeigt die geringe Eigendynamik", sagte ein Marktteilnehmer.

Für gute Stimmung unter den Börsianern sorgte unter anderem das Übernahmeangebot des US-Ketchup-Konzerns Kraft Foods für den britischen Schokoladehersteller Cadbury in Höhe von 10,2 Mrd GBP. "Die gebotene Prämie auf den Cadbury-Kurs beträgt immerhin gut 30% auf den Schlusskurs vom Freitag", sagte ein Marktteilnehmer. Die Unternehmen selbst hielten die Bewertungsniveaus also offensichtlich noch nicht für überzogen. Cadbury hat die Offerte mittlerweile zurückgewiesen, durch das Angebot werde das Unternehmen fundamental unterbewertet.

Als Stütze für die Kurse erwiesen sich auch besser als erwartet ausgefallene deutsche Konjunkturdaten. So ist der Auftragseingang im Juli um saisonbereinigt 3,5% gegenüber dem Vormonat gestiegen. Volkswirte hatten im Mittel ihrer Prognosen lediglich eine Zunahme um 2,0% erwartet. "Nur auf den ersten Blick unspektakulär sieht das Plus von 3,2% bei den Investitionsgütern aus. Tatsächlich aber gab es hier die größten Bewegungen", sagte Heinrich Bayer, Ökonom aus dem volkswirtschaftlichen Research der Deutschen Postbank, mit Blick auf die Details.

Die Auslandsorders seien gegenüber dem Vormonat zwar um 6,5% gesunken, was nach dem Anstieg um 11,0% im Juni den Aufwärtstrend jedoch nicht beeinträchtige. Gleichzeitig seien aber die inländischen Investitionsgüteraufträge um 17,2% in die Höhe geschnellt. "Hier deutet sich an, dass die deutschen Unternehmen infolge des sich verbessernden wirtschaftlichen Umfelds damit beginnen, aufgeschobene Investitionen nachzuholen", so der Ökonom. Sollte sich dies in den kommenden Monaten bestätigen, könne die aktuelle Erholungstendenz schneller als erwartet in einen nachhaltigeren Aufschwung münden.

Daneben sorgten anhaltende Short-Eindeckungen für steigende Kurs, was europaweit besonders den konsumnahen Titeln zu Gute kam. "In diesem Sektor haben die Marktteilnehmer vor dem US-Arbeitsmarktbericht besonders stark auf fallende Kurse gesetzt. Nun sind sie gezwungen, ihre Positionen schnell zu schließen", sagte ein Händler. Für den Subindex "Personal & Household Goods" des Stoxx-600-Index etwa ging es vor diesem Hintergrund um 1,9% nach oben. Im DAX legten Beiersdorf um 4,3% auf 37,28 EUR zu und waren damit Tagesgewinner. Neben der Branchenentwicklung war den Aktien die Charttechnik gewogen: Nach der Herausnahme des starken Widerstands bei 36,00 EUR habe der Titel ein Kaufsignal gegeben, jetzt sei der Weg bis 40,00 EUR frei, so Charttechniker.

Etwas weniger kräftig fielen die Kursgewinne bei Bayer aus, die um 3,9% auf 44,14 EUR stiegen. Die Analysten von Bank of America-Merrill Lynch haben die Papiere der Leverkusener auf ihre so genannte Europe-1-Liste genommen. BASF verteuerten sich um 2,9% auf 35,97 EUR. Die Deutsche Bank hat das Kursziel für den größten Chemiekonzern der Welt auf 40,00 EUR von 38,00 EUR erhöht. Der Aufbau von Lagerbeständen sowie die Konjunkturprogramme ließen die Nachfrage steigen, so die Analysten. ThyssenKrupp rückten um 3,1% auf 23,64 EUR vor. Die WestLB hat den Stahlkocher auf "Neutral" von "Sell" heraufgestuft.

Am anderen Ende des Leitindex fielen die VW um 0,6% auf 120,10 EUR zurück. Hier wurden weiter die Kursverzerrungen aus der gescheiterten Übernahme des Wolfsburger Automobilkonzerns durch Porsche ausgepreist. Darüber hinaus verabschiedeten sich Anleger aufgrund des drohenden Ausschlusses der Titel aus dem DAX. Für die Aktien des bereits fest stehenden Absteigers aus der ersten deutschen Börsenliga, Hannover Rück, ging es um 0,1% auf 30,14 EUR nach unten. Darüber hinaus wurden die Papiere des Rückversicherers von einem Bericht belastet, dem zufolge der Wettbewerber Münchener Rück mit steigendem Druck auf die Prämien rechnet. Münchener Rück gaben um 0,1% auf 104,35 EUR nach.

Deutsche Telekom gerieten am Nachmittag unter Druck und gaben ihre zuvor eingefahrenen Gewinne nahezu vollständig wieder ab. Im Tagestief rutschten sie sogar leicht ins Minus. Grund für den Rücksetzer war eine Dow-Jones-Kreisemeldung, nach der die Bonner ihre notorisch schwächelnde Tochter T-Mobile UK in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der France-Telecom-Tochter Orange einbringen wollen. "Nach den jüngsten Presseberichten, nach denen die Deutsche Telekom mit mehreren Wettbewerbern verhandelt, ist die Hoffnung auf ein Bietergefecht damit geschwunden", sagte ein Marktteilnehmer.

Da sowohl Marktanteil als auch operative Marge von T-Mobile UK hinter Orange zurückblieben, wurde darüber hinaus gemutmaßt, die Deutsche Telekom müsse womöglich noch Geld auf den Tisch legen, um gleichberechtigter Partner im Gemeinschaftsunternehmen zu werden. "Jede Lösung ist eine gute Lösung", kommentierte hingegen ein Analyst. Am Ende des Tages stiegen Deutsche Telekom um 0,5% auf 9,45 EUR.

Im TecDAX ging es für Noch-Indexmitglied Singulus um 17,5% auf 2,62 EUR nach oben. Der Vorstandsvorsitzende Roland Lacher sagte dem "Euro am Sonntag", er wolle den Anlagenbauer rasch in die Gewinnzone zurückführen und weniger Stellen abbauen als geplant. Bereits 2010 wolle das Unternehmen auf Nettobasis wieder profitabel sein. Ein Analyst äußerte sich indes skeptisch: Die Aufträge für Blu-Ray-Anlagen würden schwerpunktmäßig im ersten und zweiten Quartal platziert, so dass es kaum nachzuvollziehen sei, wie man jetzt schon Aussagen für 2010 treffen könne. Im Solarbereich gestalte sich die Auftragslage zudem schwierig, so dass von dieser Seite zunächst Belastungen zu erwarten seien.

DJG/jej/gei 
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(END) Dow Jones Newswires

September 07, 2009 12:24 ET (16:24 GMT)

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