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UPDATE: BGA erwartet 2010 Umsatzplus beim Großhandel und Export

DJ UPDATE: BGA erwartet 2010 Umsatzplus beim Großhandel und Export

(NEU: Weitere Details und Aussagen von BGA-Präsident Börner) 
 
   Von Beate Preuschoff 
   Dow Jones Newswires 
 

BERLIN (Dow Jones)--Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) ist für das laufende Jahr für den Großhandel und den deutschen Export sowie auch die Gesamtwirtschaft in Deutschland zuversichtlich. "Nach einem beispiellosen Konjunkturabsturz fasst die deutsche Wirtschaft wieder Tritt", sagte BGA-Präsident Anton F. Börner am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung der aktuellen Befragung der Großhandelsunternehmen des Verbandes.

Nach dem Umsatzeinbruch im Großhandel im Jahr 2009 um rund 15% auf 732 Mrd EUR rechnet der BGA 2010 mit einem Umsatzplus von rund 5% nominal auf gut 769 Mrd EUR. "Damit gelänge es der Branche, 2010 rund ein Viertel des verlorenen Umsatzvolumens in Höhe von rund 120 Mrd EUR wieder zu erwirtschaften", sagte Börner. Real erwartet der BGA im Großhandel 2010 einen Umsatzanstieg von 4%.

Auch der deutsche Export wird 2010 wieder anspringen. Die Ausfuhren dürften im laufenden Jahr um "7,5% bis knapp unter 10%" steigen, sagte Börner. Er sei sehr zuversichtlich, dass Deutschland beim Export "eine langfristig sehr, sehr starke Position" haben wird. Gerade im Projektmanagement und Problemlösungsbereich werde Deutschland sehr stark sein. Die deutsche Wirtschaft sei sehr flexibel und auf die Herausforderungen einen arbeitsteiligen Weltwirtschaft gut eingestellt.

Das starke Exportwachstum wird aus Sicht von Börner auch "der Schlüssel" für das von seinem Verband für 2010 prognostizierte deutsche BIP-Wachstum von 2,5% bis 3% sein. Diese optimistische Vorhersage ergibt sich für Börner rein rechnerisch. 1% BIP-Anstieg dürfte aus dem Wachstumsüberhang aus 2009 resultieren und 1% dürfte der deutliche Zuwachs der deutschen Exporte beitragen. Positiv dürften sich zudem die noch nicht verwendeten Mittel aus dem Konjunkturpaket, die bereits 2010 wirksam werdenden Steuersenkungen sowie die Tatsache auswirken, dass das Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr drei Arbeitstage mehr aufweise.

Für 2011 allerdings rechnet der BGA mit einem Dämpfer und einem Wachstum "dann deutlich unter 2%". Börner begründete dies mit den voraussichtlich wieder steigenden Zinsen und dem Abziehen der Liquidität aus den Märkten durch die Notenbanken. "Ich denke, es spricht sehr viel dafür, dass im zweiten Halbjahr die Zinsen steigen und die Liquidität zurückgeführt wird", sagte der BGA-Präsident. Das wirke sich dann aber erst 2011 aus.

"Handlungen" der Notenbanken erwartet Börner im vierten Quartal nach ersten Ankündigungen nach der Sommerpause. Als Konsequenz werde die Weltwirtschaft weniger stark wachsen. Damit dürfte auch der Export schwächer ausfallen und das Wachstum in Deutschland dämpfen.

Für 2010 erwartet der BGA-Präsident keine größeren Beeinträchtigungen des deutschen Exports durch das Euro-Dollar-Verhältnis. "Wir werden es nicht mit einem dramatischen Dollar-Verfall im Jahr 2010 zu tun haben, wir werden es aber auch nicht mit einem dramatisch steigenden Dollar zu tun haben, es sei denn, es kommt zu einer Verschärfung der Krisensituation im Iran oder in Pakistan", sagte Börner.

Von der Entwicklung in diesen beiden Krisenherden hängt nach Auffassung von Börner entscheidend die weitere Dollar-Entwicklung ab. Aus seiner Sicht muss es zu "robusten Sanktionen gegen Iran" kommen. Dann werde der Dollar nicht fallen, sagte Börner. Gegenwärtig geht der BGA-Präsident für 2010 von einem Euro-Kurs von im jahresdurchschnittlich 1,45 USD aus. Die Spanne sieht Börner dabei zwischen 1,35 USD und 1,60 USD.

Als weiter unbefriedigend bezeichnete Börner die Finanzierungsbedingungen. Diese hätten sich aus Sicht der Unternehmen nicht verbessert. Gegenüber Sommer 2009 befürchteten 50% mehr Unternehmen, dass Kredite teurer würden. Gestiegen ist zudem der Anteil der Unternehmen, die höhere Sicherheiten für ihre Kredite erwarteten.

Es drohe weiter eine Verknappung von Krediten, warnte Börner. Als Gründe nannte er zum einen das wegen ungünstigerer Abschlüsse im Jahr 2009 verschlechterte Rating für die Unternehmen und zum anderen die erhöhte Eigenkapitalunterlegung bei den Banken nach Basel II. Das Problem einer Kreditklemme sei nach wie vor nicht vom Tisch. "Aber ich bin verhalten optimistisch, wir kriegen es hin", sagte Börner.

Die Unternehmen seien außerdem mit weiteren Veränderungen beim Zahlungsverhalten auf der Abnehmerseite konfrontiert. Der Anteil der Unternehmen, die Zahlungsverzögerungen oder sogar Zahlungsausfälle feststellen müssten, sei weiter gestiegen. Jedes dritte Unternehmen müsse inzwischen Auftragsstornierungen verkraften. Erschwerend komme hinzu, dass der Großhandel von nicht nachvollziehbaren Limitkürzungen und Prämienerhöhungen der Kreditversicherer betroffen sei.

"Die Unternehmen des Großhandels sehen sich durch die Entwicklung auf der Finanzierungsseite einerseits und der Abnehmerseite andererseits stärker gefordert zu reagieren, um ihre Liquidität zu sichern", sagte Börner. Die Straffung der Lagerhaltung bleibe ein wichtiges Instrument, um die Liquidität zu optimieren. Die Liquiditätssicherung durch kürzere Zahlungsziele habe deutlich an Bedeutung gegenüber Investitionsüberlegungen gewonnen. Bei den Investitionen erfolgten - wenn überhaupt - Ersatzinvestitionen.

Webseite: www.bga.de 
 
-Von Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4122, 
beate.preuschoff@dowjones.com 
DJG/bep/hab 
 

(END) Dow Jones Newswires

January 12, 2010 08:13 ET (13:13 GMT)

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.

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