Anzeige
Mehr »
Login
Mittwoch, 28.07.2021 Börsentäglich über 12.000 News von 669 internationalen Medien
Countdown: Die derzeit größte Kurswette mit Ansage!?
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
783 Leser
Artikel bewerten:
(2)

INTERVIEW/Talanx will erst nach Konzernumbau an die Börse

DJ INTERVIEW/Talanx will erst nach Konzernumbau an die Börse

Von Rüdiger Schoß und Ulrike Dauer 
   DOW JONES NEWSWIRES 
 

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Versicherungskonzern Talanx sollte nach Ansicht seines Vorstandsvorsitzenden Herbert Haas erst nach dem Umbau der Konzernstruktur an die Börse gebracht werden. Sofern der Zustand der Finanzmärkte es zulasse, sei das dritte Quartal 2011 ein geeigneter Zeitpunkt, sagte Haas zu Dow Jones Newswires. Die Talanx AGkönnte dann mit dem Halbjahresbericht, der bereits eine gute Indikation für das Gesamtjahr liefere, an die Investoren herantreten. Zudem dürfte sich der "Staub des Umbaus" bis dahin etwas gelegt haben.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Talanx-Konzern noch in diesem Jahr an die Börse gehe, sei "geringer als 10%", sagte Haas. 2010 käme nur in Frage, wenn der DAX auf 10.000 Punkte steige und er "die Aktien" wegen einer sehr hohen Nachfrage "zuteilen" müsse, umriss der Vorstandsvorsitzende die Bedingungen für einen Börsengang in diesem Jahr.

Im Dezember hatte der drittgrößte deutsche Versicherungskonzern einen Börsengang für 2010 nicht völlig ausgeschlossen. Der richtige Zeitpunkt dazu sei aber erst gekommen, "sobald die Börsen wieder aufnahmefreundlicher sind. Wenn die Börse uns (die Aktien) förmlich aus den Händen reißt", hatte Haas damals gesagt.

Der Talanx-Konzern passt seine Struktur im Erstversicherungsgeschäft gegenwärtig an die Struktur seiner Kundengruppen an. Bis Anfang 2011 soll der Konzern in die drei Ressorts Industriekunden sowie deutsche und ausländische Privatkunden gegliedert sein. Die Steuerung soll zudem stärker in der Konzernholding gebündelt werden. Die Tochter Hannover Rück bleibt von der Neugliederung unberührt.

Mit dem Börsengang soll das weitere Wachstum finanziert werden, sagte Haas weiter. Bisher sei Talanx stark über die Aufnahme von Fremdkapital gewachsen. Nun müsse das Eigenkapital gestärkt werden. Die Mehrheit der Anteile soll aber bei der Muttergesellschaft HDI Haftpflichtverband der deutschen Industrie, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, bleiben.

Die Talanx AG peiltnach den Worten ihres Vorstandsvorsitzenden einen Börsengang in mehreren Tranchen an. Mit der ersten Tranche würden "nicht die vollen 49%" sondern "wahrscheinlich 10% bis 15%" angeboten. Sobald sich die Aktie am Markt eine Reputation erworben habe, solle eine zweite und dritte Tranche folgen.

Zuvor will der Konzern sein Profil als Erst- und Industrieversicherer über einen Zukauf im Privatkundengeschäft schärfen. Talanx hatte bereits im Vorfeld angekündigt, in diesem Bereich über Zukäufe wachsen zu wollen. "Ich halte einen IPO ohne Investitionsobjekt für schwer umsetzbar", erklärte Haas. Einen Kauf würde der Konzern zwischenfinanzieren und später mit dem Erlös aus dem Börsengang ablösen. Beim Börsengang könnten Investoren somit konkret einschätzen, ob sie den Zukauf für sinnvoll erachteten.

Nach Haas' Worten macht die Hannover Rückversicherung AG aktuell noch immer den wichtigsten Ertragsanteil im Talanx-Ergebnis aus. Zukünftig sollen 30% des Ergebnisses über die Tochter Hannover Rück und 70% in der Erstversicherung verdient werden. "Wir müssen in der Erstversicherung deutlich profitabler werden", kündigte Haas an.

Zum weiteren Ausbau des Erstversicherungsgeschäfts suche der Konzern im ausländischen Privatkundengeschäft und auch in der Industrieversicherung nach Akquisitionsmöglichkeiten, sagte Haas. Dies könnten Versicherungsportfolien oder ganze Unternehmen sein. Besonders interessiert ist Haas an Zukäufen in Mittel- und Osteuropa sowie Lateinamerika. Jedoch sei der Markt in Europa bereits stärker aufgeteilt als in Lateinamerika, gab er zu Bedenken.

In einer "sehr frühen Phase" führe Talanx gegenwärtig Gespräche mit einem polnischen Unternehmen über dessen Industrieversicherungsgeschäft. Zudem verhandele der Konzern in Vietnam über eine Partnerschaft mit Beteiligung an einem einheimischen Industrieversicherer. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Joint Venture 2010 erfolgreich abgeschlossen werde, liegt laut Haas bei 70%. Mit eigenen Standorten ist Talanx gegenwärtig in mehr als zwei Dutzend Ländern vertreten.

Webseite: www.talanx.de 
   -Von Rüdiger Schoß und Ulrike Dauer, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 117, 
   ruediger.schoss@dowjones.com 
 
   DJG/rso/brb 
Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de 
 

(END) Dow Jones Newswires

March 04, 2010 11:43 ET (16:43 GMT)

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.

Kostenloser Wertpapierhandel auf Smartbroker.de
© 2010 Dow Jones News
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.