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G-20: Hohe Leistungsbilanzdefizite bedrohen Weltwirtschaft

DJ G-20: Hohe Leistungsbilanzdefizite bedrohen Weltwirtschaft

BUSAN (Dow Jones)--Die Finanzminister- und Notenbankgouverneure der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) haben bei ihren Beratungen im koreanischen Busan am Freitag und Samstag die Gefahren betont, die von anhaltend hohen Leistungsbilanzdefiziten ausgehen. "Die jüngsten Ereignisse zeigen die Bedeutung tragfähiger öffentlicher Finanzen (...).", heißt es in der am Samstag verabschiedeten Abschlusserklärung.

Die G-20 forderten, die Länder müssten glaubwürdige, wachstumsfreundliche Maßnahmen ergreifen und eine nachhaltige Fiskalpolitik verfolgen, die auf die jeweiligen nationalen Verhältnisse zugeschnitten sein sollte. "Länder mit ernsten fiskalischen Problemen müssen das Konsolidierungstempo beschleunigen", forderten die G-20.

Vor diesem Hintergrund begrüßten sie die Ankündigungen einiger Länder zur Reduzierung der Defizite im laufenden Jahr und zu Stärkung ihre fiskalischen Regelwerke und Institutionen. "Die Länder werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten inländische Wachstumsquellen stärken und dabei die makroökonomische Stabilität wahren", heißt es in der Erklärung.

Von deutscher Seite wurden Forderungen nach einer Stärkung der Binnennachfrage zur Reduzierung des Leistungsbilanzüberschusses zurückgewiesen. "Ich habe kein Geheimnis daraus gemacht, dass ich die dem Bericht des Internationalen Währungsfonds zugrunde liegende Philosophie nur teilweise nachvollziehen kann", sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nach den Beratungen am Samstag.

Der IWF fordert Länder mit anhaltend hohen Leitungsbilanzüberschüssen seit einiger Zeit dazu auf, ihre Binnennachfrage zu stärken und so einen Beitrag zur Reduzierung der internationalen Ungleichgewichte zu leisten. Adressaten dieser Forderungen sind vor allem Deutschland und China.

Schäuble kritisierte das Rezept des IWF zum Erreichen eines "starken, nachhaltigen und ausgewogenen Wachstums" als Versuch, unterschiedliche Probleme mit gleichen Mitteln zu lösen. Man könne Überschussländer wie Deutschland und China ebenso wenig in einen Topf werfen wie Defizitländer wie Griechenland oder die USA, sagte er. Er verwies darauf, dass Deutschland aufgrund seiner demographischen Struktur ein niedrigeres Wachstumspotenzial als die USA habe und daher höhere Ersparnisse bilden müsse.

Bundesbank-Präsident Axel Weber äußerte sich skeptisch zu Versuchen einer makroökonomischen Feinsteuerung auf globaler Ebene. Er warnte überdies davor, die Folgen der geplanten Haushaltseinsparungen von 30 Mrd EUR für die deutsche Konjunktur überzubewerten. "Man darf die wachstumsdämpfenden Effekte einer fiskalischen Konsolidierung nicht überschätzen", sagte er.

Forderungen an China nach einer Aufwertung des Yuan wurden nur von einigen Offiziellen erhoben, so von US-Finanzminister Timothy Geitner und vom Geschäftsführenden IWF-Generaldirektor Dominique Strauss-Kahn. Dieser sagte, der IWF halte den Yuan immer noch für unterbewertet. Allerdings würde selbst eine Aufwertung um 20% bis 25% das Problem der globalen Ungleichgewichte nicht beseitigen.

-Von Geoffrey T. Smith, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 297 25 313, 
    konjunktur.de@dowjones.com 
    (unter Verwendung eines Beitrags von Aaron Back) 
 
   DJG/hab 
Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de 
 

(END) Dow Jones Newswires

June 05, 2010 15:34 ET (19:34 GMT)

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