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UPDATE: Air Berlin will mit neuen Strecken und Partnern wachsen

DJ UPDATE: Air Berlin will mit neuen Strecken und Partnern wachsen

(NEU: Aussagen Hunold)

Von Kirsten Bienk 
DOW JONES NEWSWIRES 
 

BERLIN (Dow Jones)--Der Vorstand der Air Berlin plc hat seine Wachstumspläne bekräftigt und erneut die geplante Luftverkehrsabgabe kritisiert. Zum einen sollen neue Strecken das bestehende Programm ergänzen, sagte Vorstandsvorsitzender Joachim Hunold am Dienstag in Berlin. Zum anderen seien Partnerschaften mit Airlines geplant, um gemeinsam Codeshare-Flüge durchzuführen.

Neue Strecken sieht der Vorstandsvorsitzende beispielsweise in Osteuropa. "Wir sind dabei, unser Ostportefolio auszubauen", sagte Hunold. Gerne würde er auch in die Ukraine fliegen. Allerdings seien hier die Verkehrsrechte limitiert, und für Air Berlin als junge Airline sei es nicht einfach, diese Rechte zu erhalten. Abgesehen davon gebe es aber auch in anderen Regionen noch Verbindungen, die das bestehende Streckennetz ergänzen sollen.

Bei der Suche nach weiteren Partnerschaften mit Airlines führt der Vorstand indes schon Gespräche mit mehreren Interessenten. "Konkretes gibt es aber noch nicht", sagte Hunold. Es bleibe abzuwarten, wann die nächste Partnerschaft verkündet werde.

Unverständnis äußerte der Vorstandsvorsitzende über die Pläne der deutschen Regierung zur Einführung einer Luftverkehrsabgabe. "Ich kann diese Entscheidung überhaupt nicht nachvollziehen. Sie ist weder rational noch logisch", kritisierte Hunold. Außerdem stünden diese Pläne im Gegensatz zu dem, was Bundeskanzlerin Angela Merkel zuvor während der Feier zum 30. Geburtstag von Air Berlin geäußert habe. Damals habe Merkel zugesagt, dass keine neue Abgabe eingeführt werde, wenn sie nur national gelte und deswegen deutsche Airlines gegenüber ihren internationalen Wettbewerbern benachteiligen würde.

Hunold habe seine Verwunderung über den Sinneswandel der Regierung bereits in einem Schreiben an die Kanzlerin zum Ausdruck gebracht, aber noch keine Antwort erhalten. Der Vorstand spreche zudem auch mit anderen deutschen Politikern: "Wir versuchen, die Politik davon zu überzeugen, dass die Luftverkehrsabgabe, vor allem wenn sie einseitig ist, eine Wettbewerbsverzerrung sondergleichen ist", sagte der CEO.

Das laufende Jahr steckt Hunold bereits nach der ersten Hälfte in den Knochen. "Dieses Jahr ist die Luftfahrtindustrie sehr gebeutelt", sagte er und verwies zum einen auf den harten Winter und zum anderen auf die "vermeintliche" Aschewolke. Und jetzt komme noch die Diskussion um die Luftverkehrsabgabe, betonte er.

Die Aschewolke habe ja nicht nur zu Flugausfällen während des Flugverbots geführt, sagte der CEO. Air Berlin habe auch bei den touristischen Buchungen Einbußen verzeichnet, weil Reisewillige wegen der Unsicherheiten nicht gebucht hätten. "Wir versuchen, die verlorenen touristischen Buchungen wieder aufzuholen", sagte der Vorstandsvorsitzende.

Ein weiterer Stein auf dem Weg zum geplanten Wachstum ist nach Einschätzung des Vorstands die verspätete Eröffnung des neuen Berliner Flughafens. "Dass er später kommt, ist bedauerlich", sagte der CEO. Zwar sei die bisher genannte zeitliche Verzögerung noch vertretbar. Allerdings müsse der Vorstand eine Lösung für die Kosten suchen. "Wir müssen jetzt mit dem Flughafen über die bereits anfallenden Kosten sprechen", sagte Hunold. Schließlich habe die Airline schon in den Ausbau ihrer Kapazitäten in Berlin investiert. Er hält hier aber eine "partnerschaftliche" Lösung mit dem Flughafen für möglich.

Webseite: www.airberlin.com 
-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116, 
kirsten.bienk@dowjones.com 
DJG/kib/sha 
 

(END) Dow Jones Newswires

July 06, 2010 07:20 ET (11:20 GMT)

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.

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