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Kommentar der Financial Times Deutschland zu Goldpreis - vorab -28. September 2010

DJ Kommentar der Financial Times Deutschland zu Goldpreis - vorab -28. September 2010

GoldpreisIn den Himmel gelobt

Nun ist wieder eine psychologisch wichtige Marke gefallen: Gestern übersprang der Goldpreis erfolgreich die Hürde von 1300 Dollar pro Feinunze. Ein Preis von 1400 Dollar, wenn nicht gar 1500 Dollar sei nur noch eine Frage der Zeit, schwärmen Analysten. Es herrscht Konsens, dass es für das Edelmetall erst mal nur eine Richtung gibt: nach oben.

Bei all dieser Euphorie bleibt jedoch außen vor, dass viele Argumente für einen weiter steigenden Goldpreis auf ziemlich unrealistischen Szenarien beruhen. Sie alle haben etwas mit Angst zu tun. Sei es nun die Angst vor einer Hyperinflation, die Angst vor einem Versagen des Papiergeldsystems oder - etwas abgeschwächt - die Angst vor einem Abwertungswettlauf der großen Weltwährungen. All diese Thesen, die man noch vor ein paar Jahren bestenfalls in Weltuntergangsforen oder auf den Websites von ominösen Goldgurus lesen konnte, haben seit dem Ausbruch der Finanzkrise neue Anhänger gefunden und befeuern die Spekulation.

Die einfache Formel ,,Wenn das Wirtschaftssystem zusammenbricht, ist Gold der sichere Hafen" hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass sich der Anteil von Privatanlegern am Goldumsatz von 18 auf 40 Prozent mehr als verdoppelt hat. Was aber, wenn die Welt doch nicht vor die Hunde geht? In Deutschland spricht man mittlerweile immerhin schon von einem neuen Wirtschaftswunder. Und auch in den USA glaubt nur eine Minderheit der Ökonomen an eine Rückkehr der Rezession. Die Konsequenz der sich häufenden Gute-Laune-Meldungen: Wenn die Abwertungsspirale doch nicht in Gang kommt oder die Konjunktur anzieht und sich Aktien deshalb wieder rentieren, kann der Goldkurs sehr schnell wieder sinken.

Wer dennoch lieber Pessimist bleibt und sich mit Gold derzeit am sichersten fühlt, sollte zumindest nicht alles auf eine Karte setzen und seine Anlagen diversifizieren. Dieser Rat gilt übrigens immer - es sei denn, die Welt geht gerade unter.
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Geschäftsführer: Ingrid M. Haas, Dr. Bernd Buchholz | 

(END) Dow Jones Newswires

September 27, 2010 13:10 ET (17:10 GMT)

© 2010 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

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