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Wall Street etwas fester erwartet - Yahoo werden wieder entdeckt

DJ Wall Street etwas fester erwartet - Yahoo werden wieder entdeckt

NEW YORK (Dow Jones)--Mit einer etwas festeren Eröffnung an Wall Street rechnen Händler am Donnerstag. Darauf deuten die vorbörslichen Notierungen der Terminkontrakte: Die Futures auf S&P-500 und den Nasdaq-Index notieren gegen 14.45 Uhr MESZ jeweils 0,2% höher. Leicht positiv reagierten die Futures auf die Nachrichten, die die Tür für die Notenbank in Richtung Geldmengenausweitung weiter geöffnet haben.

Die Erzeugerpreise stiegen im September um 0,4% und damit stärker als erwartet. Im Jahresvergleich ergibt sich eine Teuerungsrate von 4,0% nach 3,1%. Ohne Nahrungsmittel- und Energiepreise legte der Index um 0,1% zu, gegenüber Vorjahr liegen die Kernpreise um 1,6% höher. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen mit 462.000 höher als in der vorangegangenen Periode und deutlich oberhalb der Konsensschätzung aus.

Vor allem der moderate Inflationsdruck in der Kernrate zeigt nach Aussage der Helaba, dass das preisliche Umfeld derzeit nicht besorgniserregend ist. Die Federal Reserve werde vor diesem Hintergrund wohl an ihrem Plan festhalten, schon bald eine weitere Geldmengenausweitung zu beschließen. Der Arbeitsmarkt bleibe in einer schwachen Verfassung und sei somit Grund für die Notenbank, nochmals zu handeln.

Der Onlinedienstleister AOL und mehrere Beteiligungsgesellschaften erwägen Kreisen zufolge eine Gebot für den Internetkonzern Yahoo. Es handele sich um ehrgeizige Pläne, um die in Schwierigkeiten geratene ehemalige Ikone des Internets wieder auf Kurs zu bringen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Silver Lake Partners und Blackstone Group gehören zu den Beteiligungsgesellschaften, die Interesse gezeigt hätten, entweder AOL und Yahoo zu verschmelzen oder nur Yahoo zu übernehmen. Die informierten Personen fügten hinzu, dass sich zwei oder drei weitere Unternehmen beteiligen könnten, falls ein offizieller Buyout-Vorschlag vorgelegt wird.

AOL, die sich Ende 2009 von dem US-Medienkonzern Time Warner trennte, verfügt derzeit über eine Marktkapitalisierung von 2,7 Mrd USD und ist damit deutlich kleiner als Yahoo, deren Marktwert bei 20,6 Mrd USD liegt. Die Yahoo-Aktie legt vorbörslich um rund 12% zu, AOL verlieren dagegen 4%.

Die Aktien der Apollo Group werden mit einem deutlichen Abschlag zum Handelsstart erwartet, nachdem der Betreiber privater Bildungseinrichtungen seine Ertragsziele zurückgenommen hat. Das Unternehmen, dem unter anderem die University of Phoenix gehört, verwies auf die ungewisse regulatorische Situation. So gibt es Pläne, den Anbietern von Studienkrediten strengere Vorschriften aufzuerlegen, um Wucherzinsen und andere unseriöse Praktiken zu unterbinden.

Der Dow-Jones-Index der 30 Industriewerte stieg am Mittwoch um 0,7% bzw 76 Punkte auf 11.096. Der S&P-500 legte um 0,7% bzw 8 Punkte auf 1.178 zu und der Nasdaq-Composite-Index gewann 1% bzw 23 Punkte auf 2.441.

DJG/DJN/thl/reh 
 

(END) Dow Jones Newswires

October 14, 2010 08:55 ET (12:55 GMT)

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.

© 2010 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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