Patrick Hable von 2iQ Research berichtet über die aktuellen Insiderkäufe und -verkäufe. Darunter: SAP. Das Unternehmen hatte im Jahr 2000 ein Optionsprogramm für Manager angelegt. Von diesen Optionen machten der SAP-Finanzvorstand Werner Brandt und der Führungsmanager Joachim Hechler nun Gebrauch. Brandt kaufte 120 000 Aktien zum Wert von rund 37 Euro und verkaufte sie sofort wieder zum aktuellen Marktwert von 44 Euro. Er erlöste damit eine dreiviertel Million Euro. Hechler erlöste mit derselben Aktion etwas mehr als 100 000 Euro. Weitere Insiderkäufe- und verkäufe waren bei Dialog Semiconductor, Deutsche Euroshop und Gerresheimer zu beobachten. Patrick Hable im DAF-Interview.
2iQ Research ist spezialisiert auf Behavioral Finance Analyse. Die Firma betreibt eine Datenbank über Directors' Dealings für institutionelle Investoren. Die Geschäftsidee von 2iQ Research beruht auf den Resultaten der Diplomarbeit von Robert Hable auf deren Basis heute ein Investmentfonds beraten wird. Das Ergebnis der empirischen Untersuchungen lautete in der Kurzfassung: Unternehmensinsider wie Vorstände, Aufsichtsräte oder Großaktionäre sind in der Lage Überrenditen zu erzielen. Auf Basis der statistischen Auswertung von meldepflichtigen, amerikanischen Insidergeschäften wurden Simulationen vorgenommen und so eine Investmentstrategie entwickelt. Damit war die Idee geboren, einen Fonds managen zu wollen, der einem strikten akademischen Ansatz unterliegt. Die neu gegründete Firma 2iQ Research (2iQ steht für "quantitative investment intelligence") spezialisierte sich auf die Entwicklung und empirische Rückrechnung von Investmentstragien für den Aktienmarkt. Heute ist das Spektrum der Analysen deutlich größer geworden; neben den Daten der Behavioral Finance werden auch Fundamental- und Bilanzdaten quantitativ verarbeitet und in einem Scoringmodell berücksichtigt.

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