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Europas Börsen fallen auf Jahrestief - Verunsicherung dominiert

DJ Europas Börsen fallen auf Jahrestief - Verunsicherung dominiert

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Börsen haben den Handel am Mittwoch mit einem deutlichen Minus nahe dem neuen Jahrestief bei 2.717 beendet. Damit hat der Index der größten börsennotierten europäischen Unternehmen innerhalb eines Monats gut 11% an Marktkapitalisierung verloren. "Die Gewinne am Vormittag waren nur eine technische Erholung", so ein Händler. Die Verunsicherung der Investoren dürfte mindestens so lange anhalten, bis die Nachrichten aus Japan verlässlich seien und das Ausmaß der Katastrophe einzuschätzen sei. Bis dahin dürfte die hohe Volatilität am Aktienmarkt weiterhin anhalten. Der Euro-Stoxx-50 verlor 2,3% oder 62 auf 2.721 Punkte, der Stoxx-50 gab um 1,7% oder 43 auf 2.466 Punkte nach.

Nach Ansicht der Analysten von Exane BNP Paribas dürfte die Erdbebenkatastrophe in Japan Auswirkungen auf europäische Aktien haben. Diese dürften vor allem bei Rückversicherern und Anbietern von Luxusgütern zu sehen sein. Belastungen erwarten die Experten auch für die Sektoren Versorger und Industriegüter. Zudem könne das drohende Nukleardesaster in Japan zu politischen Kehrtwenden führen - weg von der Kernernergie und hin zu regenerativen Energien und fossilen Brennstoffen. Die Erholung des Strommarktes dürfte sich indes verlangsamen. Als klare Gewinner der veränderten Situation machen die Analysten Unternehmen aus der Windenergiebranche aus.

Banken extrem schwach - Verluste gehen durch alle Branchen

Die Bankenaktien tendierten extrem schwach, der Sub-Index verlor 2,6%. BBVA, Unicredit, BNP Paribas, HSBC und Intesa-SanPaolo gaben unter den Schwergewichten am stärksten nach. "Die Spreads der Staatsanleihen der Eurozone-Peripherie haben sich wieder ausgeweitet", sagte ein Händler. Gestiegen seien die Risikoprämien auf Anleihen aus dem Finanzsektor. "Der Bankensektor trat seit Beginn der Katastrophe in Japan per Saldo auf der Stelle und hat also klar outperformt", ergänzte er. Aber auch die anderen Sektoren mußten teils deutliche Verluste einstecken. So verloren die zyklischen Automobilhersteller 2,3% im Brandchenindex, die Versicherer knapp 2% und die Bauwerte 1,8%.

Telekomsektor nach Herunterstufung schwach

Die zu erwartenden höheren Investitionen in superschnelle Breitband-Glasfasernetze dürften nach Einschätzung der Analysten von BNP Exane nicht dazu beitragen, die Zweifel an der Nachhaltigkeit der Dividenden im Telekommunikationssektor zu zerstreuen. Der Sektor sei zwar nach wie vor defensiv, werde aber zu relativ hohen Multiplikatoren gehandelt. Zudem würden die Erwartungen an die Gewinne je Aktie nach unten revidiert. Telefonica müsse mehr in ihr Spanien- und Lateinamerikageschäft investieren. Das Spanien-Geschäft stehe aber nach wie vor unter Druck, während die Liquidität in Venezuela außer Reichweite sei. Optimistisch sind die Analysten, was Kabelnetzbetreiber angeht. Die Branche dürfte ihr solides Wachstum fortsetzen. Der Sektor der europäischen Telekomwerte verlor 1,8%.

Moody's senkt Portugal-Rating um zwei Stufen

Die Ratingagentur Moody's hat ihre Bonitätsnote für Portugal gesenkt. Das Rating für langlaufende portugiesische Staatsanleihen wurde um zwei Stufen auf "A3" heruntergenommen. Im Zuge niedrigen Wirtschaftswachstums werde das Land über Jahre mit einem Finanzierungsdruck zu kämpfen haben, selbst wenn es EU-Hilfen in Anspruch nehmen sollte, führte die Ratingagentur zur Begründung an. Die Bonitätsnote bleibe trotz der Abstufung weiterhin deutlich im Bereich des Investment-Grade-Ratings für solide Finanzanlagen. Die Renditedifferenz der 10-jährigen portugiesischen Anleihen weitet sich gegenüber den Bundesanleihen leicht aus. Der PSI-20, der Aktienindex aus Portugal, gab um 1% auf 7.792 Punkte nach.

Europäische Aktienmärkte vom Mittwoch, 16. März 
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.            Index          Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
.                              stand      absolut         in %          seit 
.                                                               Jahresbeginn 
Europa       Euro-Stoxx-50   2721,24       -62,96         -2,3          -2,6 
.            Stoxx-50        2466,49       -43,55         -1,7          -4,6 
.            Stoxx-600        262,18        -4,14         -1,6          -4,9 
Frankfurt    XETRA-DAX       6513,84      -133,82         -2,0          -5,8 
London       FTSE-100        5598,23       -97,05         -1,7          -5,1 
Paris        CAC-40          3696,56       -84,29         -2,2          -2,8 
Amsterdam    AEX              343,20        -4,89         -1,4          -3,2 
Athen        ATHEX-20         752,25        10,38          1,4          13,4 
Brüssel      BEL-20          2522,96       -42,52         -1,7          -2,2 
Budapest     BUX            21900,39      -338,98         -1,5           2,7 
Helsinki     OMXH-25         2451,14       -25,30         -1,0          -6,7 
Istanbul     NAT30          77709,27     -1280,72         -1,6          -4,5 
Kopenhagen   OMXC-20          448,53        -0,72         -0,2          -2,0 
Madrid       IBEX-35        10092,60      -237,10         -2,3           2,4 
Mailand      FTSE-MIB       20836,77      -528,63         -2,5           3,3 
Moskau       RTS             1915,95         9,12          0,5           8,2 
Oslo         OBX              386,24         0,50          0,1          -3,5 
Prag         PX              1201,70        -4,70         -0,4          -1,9 
Stockholm    OMXS-30         1055,45        -9,15         -0,9          -8,7 
Warschau     WIG-20          2714,19       -34,36         -1,3          -1,1 
Wien         ATX             2703,71        -9,61         -0,4          -6,9 
Zürich       SMI             6021,55       -79,46         -1,3          -6,4 
.=== 
 
DJG/thl/raz 
 

(END) Dow Jones Newswires

March 16, 2011 13:30 ET (17:30 GMT)

Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.

© 2011 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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