DJ DEVISEN/Euro steigt auf Jahreshoch - Gold auf Allzeithoch
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro profitiert von der erwarteten Zinsanhebung durch die Europäische Zentralbank und steigt am Vormittag auf sein Jahreshoch bei 1,4318 USD: "Es laufen noch einige Wetten auf die Zinsanhebung der EZB", so ein Händler. Im Handel werde fest davon ausgegangen, dass die europäische Zentralbank auf ihrer Sitzung am Donnerstag die Anhebung der Leitzinsen um 25 Basispunkte auf dann 1,25% beschließen wird. Damit würde sich die Renditedifferenz zum Dollarraum ausweiten, was die Gemeinschaftswährung für Anleger attraktiver mache.
Mit Spannung werde im Anschluss an die Sitzung auf die Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet geschaut. Entscheidend seien Aussagen, ob es sich bei der Anhebung der Leitzinsen lediglich um einen Warnschuss in Richtung möglicher Zweitrundeneffekte aus dem zuletzt kräftigen Anstieg der Lebenshaltungskosten, oder um den Auftakt einer Serie geldpolitischer Straffungen handeln wird. Inzwischen mehrten sich die Stimmen, die von weiteren Zinsschritten auch noch in diesem Jahr ausgehen.
Positive Einschätzungen zur Wirtschaftsentwicklung in Deutschland wirkten sich zudem stützend auf den Euro aus. Die Experten der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognose für die deutsche Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2011 deutlich erhöht. Sie rechnen nun mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 2,8%, wie Dow Jones Newswires von einer mit dem Gutachten vertrauten Person erfuhr. In ihrem Herbstgutachten hatten die Forscher ein Wachstum von 2,0% für das laufende Jahr erwartet.
Schwächer tendiert seit Tagen der Yen gegenüber dem Euro und dem Dollar. Immer deutlicher werde, dass die Auswirkungen der Naturkatastrophe das Land wie auch die Wirtschaftskraft Nippons für lange Zeit belasten wird. Aber auch die geldpolitische Entscheidungen der Bank of Japan belasten die Währung. Japans Notenbank könnte bei ihrer am Donnerstag endenden Sitzung ein Kreditprogramm auflegen, um den Wiederaufbau nach der Naturkatastrophe zu unterstützen. Ein ähnliches Programm hatte die Bank of Japan bereits 1995 nach dem Erdbeben in Kobe beschlossen. Ein weiterer Liquiditätsschub würde sich nach Aussage eines Händlers belastend auf den Yen auswirken.
Die Feinunze Gold notiert am Mittwochmittag bei 1.457 USD, nachdem es am Vormittag mit 1.459,18 USD bereits auf einem Allzeithoch notierte. Händlern zufolge profitiere das Edelmetall von seinem Ruf als sicherer Anlagehafen vor dem Hintergrund der Schuldenkrise in der Eurozone, den politischen Spannungen in Nordafrika und im Nahen Osten sowie der unerwarteten Zinserhöhung in China vom Dienstag.
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Europa Europa New York
(Mi., 12.00) (Mi., 8.00) (Di., Späthandel)
EUR/USD 1,4298 1,4261 1,4224
USD/JPY 85,11 85,30 84,86
EUR/JPY 121,52 121,62 120,73
EUR/GBP 0,8776 0,8733 ---
EUR/CHF 1,3118 1,3205 ---
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DJG/thl/raz
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April 06, 2011 06:17 ET (10:17 GMT)
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