Themen heute:
Facebook-Pinnwand eines Teenagers kann für Abmahnanwälte wertvoll sein /// Einigen ist besser als Streiten /// Unternehmensführer blicken optimistisch auf den Wirtschaftsraum Europa
1.
Millionen Teenager kommunizieren via Facebook untereinander. Hier posten sie unbekümmert Fotos ihrer Stars, binden YouTube-Videos in ihre Pinnwand ein, veröffentlichen Songtexte oder kopieren gescannte Seiten aus Büchern in ihre Profile. Rechtsanwalt Christian Solmecke von der Kölner Medienrechtskanzlei WILDE BEUGER SOLMECKEschätzt, dass die typische Facebook-Seite eines Teenagers 10.000 bis 15.000 Euro wert sein kann - für Abmahnanwälte. Denn so begehen Millionen Jugendliche täglich auf Facebook massive Rechtsverletzungen. Noch sind Abmahnungen in diesem Bereich selten, aber Solmecke befürchtet, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis hier eine wahre Lawine losgetreten wird. Um die Jugendlichen zu schützen, müssen dringend neue gesetzliche Regelungen gefunden werden. Das Bedürfnis der Teenager, sich auf diese, ihre Weise auf Facebook zu äußern, sei sehr hoch. Hier sollte schnell eine besondere Fair-use-Regel greifen, die Veröffentlichungen im Rahmen der eigenen Freunde vor Abmahnungen schützt.
2.
Am 20. Mai 2011 tritt das neue Mediationsgesetz in Kraft. Dann wird die Mediation in allen Gerichtswegen, vor- und außergerichtlich anerkannt. Die neue Regelung soll die Streitkultur in Deutschland verbessern und Gerichte entlasten, die durch viele kleine Streitigkeiten stark beansprucht werden. Vor allem Privatpersonen können durch die Einschaltung eines Mediators viel Geld und Zeit sparen.
Im Gegensatz zur DA Direkt bieten nicht alle Versicherungen die Mediation bereits kostenlos im Rahmen der Rechtsschutzversicherung an. Daher ist es sinnvoll, die eigene Versicherung noch einmal auf den Mediationszusatz hin zu überprüfen. Zertifizierte Mediatoren verfügen über fundierte und belegbare Kenntnisse, die eine qualitativ hochwertige Beratung ermöglichen. Eine Übersicht über zertifizierte Streitschlichter gibt der Bundesverband Mediation unter www.bmev.de.
3.
Zwei von drei Unternehmensführern weltweit beurteilen die Aussichten auf wirtschaftliches Wachstum in Europa optimistischer als noch im Frühjahr 2010. Sorgen machen ihnen allerdings Staatsverschuldung und Haushaltsdefizite der europäischen Staaten. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die der Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Accenture im Auftrag der "Federation of Enterprises in Belgium" (FEB) in Brüssel vorgelegt hat.
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