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Griechische Regierung beschert Europabörsen herben Rückschlag

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag einen heftigen Rückschlag erlitten. Wieder einmal war es die griechische Politik, die für Turbulenzen sorgte. Die Entscheidung des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou, das Volk über den jüngsten Schulden-Deal mit der EU abstimmen zu lassen, ließ die Börsen erbeben und heizte an, was die Märkte am meisten hassen: Unsicherheit.

"Notsituationen sind eigentlich Stunden der Exekutive. Stattdessen überlässt die griechische Regierung diese wichtige Entscheidung aber der Straße", monierte ein Marktteilnehmer. Allerdings könnte auch die Regierung auf der Kippe stehen. Das Referendum ist so umstritten, dass Ministerpräsident Papandreou sich heftigem Widerstand aus den eigenen Reihen ausgesetzt sieht.

Der Euro-Stoxx-50-Index fiel um 5,3% oder 125 auf 2.260 Punkte. Für den Stoxx-50-Index ging es um 2,9% oder 66 auf 2.252 Punkte nach unten. Doch damit nicht genug. Auch Italien machte den Anlegern Sorgen. Händler berichteten von neuerlichen Käufen der Europäischen Zentralbank (EZB) in italienischen Staatsanleihen. "Das ist schon ziemlich übel am Tag des Amtsantritts des neuen EZB-Chefs", sagte ein Marktteilnehmer. Der Markt sei davon ausgegangen, dass der neue EZB-Präsident Mario Draghi zur Festigung seines Außenauftritts restriktiv auftreten werde.

Auslöser war der neuerliche Sprung der italienischen Renditen über die magische 6%-Marke, die als Grenze für die nachhaltige Finanzierbarkeit von Staatsschulden gilt. Die europäische Politik versuchte Entschlossenheit zu demonstrieren, vermochte die Märkte aber nicht zu beruhigen. In einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung bekräftigten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy ihren Willen, die in Brüssel erreichten Beschlüsse komplett und rasch in die Tat umzusetzen. Bei einem kurzfristig anberaumten Treffen am Mittwoch in Cannes wollen Merkel und Sarkozy nun mit anderen Spitzenvertretern die Entwicklung in Griechenland erörtern.

Banken und Versicherer erleiden deutliche Verluste

Bei den Banken und Versicherern ging es dynamisch in Richtung der europäischen Krisenregionen, nämlich südwärts. Der Bankensektor fiel um 6,2%, Versicherungswerte brachen gar um 7,1% ein. Französische Bankwerte stellten mit Verlusten von bis zu 16% die Hauptverlierer dar. "Neben dem Entsetzen über die griechische Ankündigung und dem allgemeinen Verkaufsdruck auf Banken haben sie unter den Zahlen von Credit Suisse gelitten", sagte ein Händler. Überdies laste der steile Anstieg der Renditeaufschläge Frankreichs auf ihnen. Societe Generale führten die Liste der Verlierer mit einem Minus von 16,2% auf 17,68 EUR an.

Als negative Überraschung wurden im Handel die Zahlen der Credit Suisse eingestuft. "So schwach hat das keiner erwartet", kommentierte ein Markteilnehmer. Enttäuschend habe sich mit einem Verlust von 190 Mio CHF das Investmentbanking entwickelt - hier hatte die Konsensprognose nur auf einen Verlust von 47 Mio CHF gelautet. Credit Suisse fielen um 8,2% auf 23,50 CHF.

Rohstoffwerte durch Konjunktursorgen und Analyse belastet

Auch die zyklischen Werte mussten massive Abschläge hinnehmen. Der Einkaufsmanagerindex für das chinesische Verarbeitende Gewerbe war stärker als erwartet gefallen. Im Oktober sank er auf 50,4 Punkte. Ökonomen hatten einen Anstieg auf 51,7 Punkte. erwartet. Der ISM-Index zum Verarbeitenden Gewerbe der USA erfüllte die Erwartungen mit einem Stand von 50,8 (Prognose: 52) ebenfalls nicht.

Rohstoffwerte sanken im Schnitt um 3,5%, nachdem sie bereits am Vortag Federn gelassen hatten. Die Analysten von J.P. Morgan (JPM) hatten ihre Preisprognosen 2011/12 für heiß gewalzten Stahl gekürzt. Erste Wahl bleibe die Aktie von ArcelorMittal, hieß es in der Studie. Für ThyssenKrupp spreche, dass 40% des Gewinns durch Nicht-Stahl-Geschäfte erzielt würden. Die Aktie der ersten Wahl verlor trotz der warmen Worte 6% auf 14,14 EUR, ThyssenKrupp sanken um 5,8% auf 19,66 EUR.

Europäische Schlussindizes vom Dienstag, 1. November 
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               Index          Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
                                 stand      absolut         in %          seit 
                                                                  Jahresbeginn 
  Europa       Euro-Stoxx-50   2259,73      -125,49        -5,3%         -19,1 
               Stoxx-50        2251,52       -66,48        -2,9%         -12,9 
               Stoxx-600        235,06        -8,42        -3,5%         -14,8 
  Frankfurt    XETRA-DAX       5834,51      -306,83        -5,0%         -15,6 
  London       FTSE-100        5376,23      -122,65        -3,0%          -8,9 
  Paris        CAC-40          3068,33      -174,51        -5,4%         -19,4 
  Amsterdam    AEX              296,19       -11,31        -3,7%         -16,5 
  Athen        ATHEX-20         288,20       -25,53        -8,1%         -56,5 
  Brüssel      BEL-20          2059,30       -79,88        -3,7%         -20,1 
  Budapest     BUX             Geschlossen       --           --            -- 
  Helsinki     OMXH-25         1949,49       -77,78        -3,8%         -25,8 
  Istanbul     NAT30          65708,38     -2088,78        -3,1%         -19,2 
  Kopenhagen   OMXC-20          353,64        -9,13        -2,5%         -22,7 
  Madrid       IBEX-35         8579,60      -375,30        -4,2%         -13,0 
  Mailand      FTSE-MIB       14928,24     -1089,49        -6,8%         -26,0 
  Moskau       RTS             1484,98       -78,30        -5,0%         -16,1 
  Oslo         OBX              341,35       -15,58        -4,4%         -14,7 
  Prag         PX               897,30       -33,00        -3,6%         -26,7 
  Stockholm    OMXS-30          945,86       -44,58        -4,5%         -18,1 
  Warschau     WIG-20          Geschlossen       --           --            -- 
  Wien         ATX             Geschlossen       --           --            -- 
  Zürich       SMI             5588,57      -142,70        -2,5%         -13,2 
  === 
DJG/mif/cln 
 

(END) Dow Jones Newswires

November 01, 2011 13:49 ET (17:49 GMT)

Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.

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