--GE bleibt mit Gewinn und Umsatz hinter den Erwartungen zurück
--Sonderfaktor lässt Umsatz und Gewinn schrumpfen
(NEU: Marktreaktion, weitere Details)
Von Barbara Millner und Stefanie Haxel DOW JONES NEWSWIRES
FAIRFIELD (Dow Jones)--Ein schwaches Geschäft in Europa und negative Wechselkurseffekte haben dem Siemens-Wettbewerber General Electric im vierten Quartal zu schaffen gemacht. Aber auch Sondereffekte trugen dazu bei, dass der Gewinn um knapp ein Fünftel auf 3,7 Milliarden US-Dollar fiel.
Hauptgrund für den Gewinnrückgang war der Umsatzausfall nach dem Verkauf des Mehrheitsanteils am Medienunternehmen NBC Universal im vergangenen Jahr. Die Einnahmen sanken deshalb im Schlussquartal 2011 um 8 Prozent auf 38 Milliarden Dollar. Ohne diesen Sonderfaktor wären die Einnahmen im Schlussquartal gestiegen.
Der Gewinn je Aktie im fortgeführten Geschäft legte um 3 Prozent auf 0,37 Dollar zu. Damit enttäuschte GE aber dennoch. Analysten hatten im Konsens einen Cent mehr erwartet. Hier schlug die schwache Entwicklung in Europa durch. Die Aktie startete mit einem Verlust von 2,1 Prozent auf 18,75 Dollar in den Handel an Wall Street.
Im Industrie-Kerngeschäft wuchs GE, aber nur langsam. Der Mischkonzern setzt wieder auf dieses ursprüngliche Geschäft und verkleinert gleichzeitig die Finanzsparte, die lange Zeit der Wachstumsmotor des Mischkonzerns war. Der Gewinn der Industriesparte wuchs um 1,5%. Beobachter vermerkten aber mit Sorge, dass dabei die Marge auf 16,2 von 17,6 Prozent zurückging.
Sehr gut lief es wieder für die Finanzsparte GE Capital, die mit 1,62 Milliarden Dollar über die Hälfte mehr verdiente als im Vorjahr. Das Geschäft mit Energieinfrastruktur stagnierte dagegen.
Das Management zeigte sich mit dem Geschäftsverlauf insgesamt zufrieden. "Das Portfolio hat Stärke und Widerstandskraft bewiesen und das siebte Quartal in Folge Gewinnwachstum und einen erheblichen Cashflow zur Unterstützung der Investitionen in unser Geschäft und Dividendenwachstum generiert", sagte Chairman und CEO Jeff Immelt. Der Konzern sei zuversichtlich, 2012 ein zweistelliges Gewinnwachstum zu erzielen. Zudem sollen die Margen verbessert und die Ausschüttung an die Aktionäre im Rahmen des Gewinnzuwachses weiter gesteigert werden.
Der Konzern rechne im laufenden Jahr mit anhaltender Volatilität des konjunkturellen Umfeldes, habe sich darauf aber vorbereitet. Ähnlich hatte sich zu Jahresbeginn auch Siemens geäußert. Finanzchef Joe Kaeser sagte der Weltwirtschaft ein schwieriges erstes Halbjahr voraus, rechnet aber nicht mit einem ganz großen Einbruch.
-Von Barbara Millner und Stefanie Haxel, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 110, unternehmen.de@dowjones.com DJG/bam/sha/jhe/mgo
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January 20, 2012 09:40 ET (14:40 GMT)
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