Analysten reagieren recht gelassen auf die erneute Gewinnwarnung von Hochtief für das Jahr 2011. Marc Nettelbeck von der DZ-Bank spricht von "leicht enttäuschenden" Nachrichten, die die Aktie kurzfristig belasten sollten. Der Analyst hat die außerordentlichen Belastungen bei Leighton sowie die mit Managementwechsel verbundenen Kosten unterschätzt. Nettelbeck sieht allerdings keinen Grund seine Kaufempfehlung für das Hochtief-Papier zu revidieren. Der Wert der einzelnen Unternehmensteile übersteige bei weitem die aktuelle Marktkapitalisierung der Gruppe an der Börse. Auch entspreche der Ausblick für das operative Ergebnis 2012 den Schätzungen der DZ-Bank. Gelassen gibt sich auch Heino Hammann von der NordLB. Positiv hebt der Analyst den hohen Auftragsbestand hervor. Dieser liegt nun bei 48 Milliarden Euro nach 44,5 Milliarden Euro Ende des dritten Quartals. "Ich sehe derzeit keinen Grund die Aktie runterzustufen", sagt Hammann und zeigt sich zuversichtlich für das Jahr 2012. Ingbert Faust von Equinet äußert sich derweil überrascht angesichts der erneuten Gewinnwarnung. Bei Leighton habe sich die Situation im zweiten Halbjahr verbessert. Auch sollte das Unternehmen bereits im November über die Kosten der Change-of-Control-Klauseln informiert gewesen sein.
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