Espoo (ots) - - Outokumpus Verwaltungsrat hat heute den geplanten Zusammenschluss von Outokumpu mit der Edelstahlsparte von ThyssenKrupp, Inoxum, genehmigt. - Richtungsweisende Transaktion, die durch eine deutliche Effizienzsteigerung des zusammengeschlossenen Unternehmens erheblichen Mehrwert erzielt. - Der Zusammenschluss soll beträchtliche Kostensynergien von jährlich 225 bis 250 Mio. EUR, bis spätestens 2017 ermöglichen, davon 45% bis Ende 2014 und 70% bis Ende 2015. - Im Rahmen der Transaktion wird Inoxum mit einem Unternehmenswert von 2,7 Mrd. EUR bewertet. - Der Gesamtpreis für Inoxum umfasst eine Barkomponente, Outokumpu-Aktien, eine Schuldverschreibung, die an ThyssenKrupp ausgegeben wird und die Übernahme gewisser Verbindlichkeiten von Inoxum durch Outokumpu. - Outokumpu wird eine Bezugsrechtskapitalerhöhung mit einem Volumen von 1 Mrd. EUR durchführen. Diese ist vollständig durch verbindliche Zusagen der Großaktionäre Solidium, KELA, und Ilmarinen, die zusammen 37% der Anteile halten, sowie entsprechenden Zusagen von J.P. Morgan und Nordea garantiert. - ThyssenKrupp wird nach Abschluss der Transaktion 29,9 Prozent an Outokumpu halten. - Das fusionierte Unternehmen wird unter dem Namen Outokumpu firmieren, seinen Sitz in Espoo in Finnland haben und an der NASDAQ OMX Helsinki notiert sein. Outokumpu-Chef Mika Seitovirta bleibt auch nach dem Zusammenschluss als CEO an der Spitze des Unternehmens. - Der Aufsichtsrat von ThyssenKrupp hat dem Zusammenschluss ebenfalls zugestimmt.
Der Verwaltungsrat von Outokumpu hat heute den geplanten Zusammenschluss von Outokumpu mit der ThyssenKrupp-Edelstahlsparte Inoxum genehmigt. Durch die Transaktion entsteht ein neuer Weltmarktführer im Edelstahlsektor unter der operativen Führung von Outokumpu. Auf Basis des Outokumpu-Schlusskurses vom 30. Januar 2012 von 7,36 EUR wird Inoxum bei der Transaktion mit 2,7 Mrd. EUR bewertet. Der Gesamtpreis für Inoxum umfasst eine Barkomponente von 1 Mrd. EUR, neue Outokumpu-Aktien die an ThyssenKrupp ausgegeben werden, eine Schuldverschreibung in Höhe von 235 Mio. EUR, die an ThyssenKrupp ausgegeben wird und die Übernahme von Verbindlichkeiten von Inoxum in Höhe von 422 Mio. EUR durch Outokumpu.
Im Zusammenhang mit der Transaktion führt Outokumpu eine vollständig garantierte Bezugsrechtskapitalerhöhung mit einem Volumen von bis zu 1 Mrd. EUR durch. Die staatliche finnische Investmentgesellschaft Solidium, die mit rund 31% an Outokumpu beteiligt ist, sowie die Großaktionäre KELA und Ilmarinen, haben im Vorfeld verbindlich zugesagt, bei der Bezugsrechtskapitalerhöhung insgesamt 37% der Anteile zu zeichnen. Die verbleibenden Anteile dieser Emission werden von J.P. Morgan und Nordea zu marktüblichen Konditionen vollständig garantiert. ThyssenKrupp hält im Anschluss an die direkte Emission nach Abschluss der Transaktion eine 29,9-Prozent-Beteiligung an Outokumpu. Der Verwaltungsrat von Outokumpu und der Aufsichtsrat von ThyssenKrupp haben der Transaktion, die noch 2012 abgeschlossen werden soll, bereits zugestimmt. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt gewisser Abschlussbedingungen. Dazu zählt unter anderem die Zustimmung der Aufsichtsbehörden. Darüber hinaus müssen die Aktionäre von Outokumpu den Verwaltungsrat des Unternehmens ermächtigen, im Rahmen der Bezugsrechtsemission und nach Abschluss der Transaktion direkt an ThyssenKrupp neue Aktien auszugeben.
"Dies ist eine richtungsweisende Transaktion", sagte Outokumpu-Chef Mika Seitovirta. "Wir schaffen ein neues weltweit führendes Edelstahlunternehmen und Mehrwert für unsere Kunden und Aktionäre. Outokumpu und Inoxum passen perfekt zueinander - wir kombinieren zwei Unternehmen, die sich hervorragend ergänzen. Dadurch ergeben sich enorme Synergiepotentiale, die keines der beiden Unternehmen alleine heben könnte", so Seitovirta. "Outokumpu wird für die Kunden ein effizienter, innovativer und zuverlässiger Partner bleiben und den Beschäftigten neben erhöhter Stabilität auch zusätzliche attraktive Entwicklungsmöglichkeiten bieten."
"Der Zusammenschluss von Inoxum und Outokumpu markiert für uns einen wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung unserer strategischen Weiterentwicklung", sagte Dr. Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender von ThyssenKrupp. "Der Transaktion liegt ein überzeugendes industrielles Konzept zugrunde, das nach unserer Einschätzung das neue Unternehmen auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger machen wird. Wir sind davon überzeugt, dass die Transaktion vielversprechende Perspektiven schafft und daher auch im Interesse der Inoxum-Belegschaft ist. ThyssenKrupp verbessert durch diese Transaktion seine finanzielle Flexibilität und schärft sein strategisches Profil. Damit werden wir unserem Zielbild eines diversifizierten Industriekonzerns einen Schritt näher kommen."
"Ich freue mich sehr über diese strategisch wichtige Transaktion, denn sie erschließt für die Aktionäre ein beträchtliches Wertpotenzial. Ich habe volles Vertrauen in die Führungsmannschaft des neuen Unternehmens und bin überzeugt, dass sie das dynamische Wachstum von Outokumpu im weltweiten Edelstahlmarkt beschleunigen wird", kommentierte Ole Johansson, der Verwaltungsratsvorsitzende von Outokumpu.
Das zusammengeschlossene Unternehmen wird unter dem Namen Outokumpu firmieren, seinen Sitz in Espoo in Finnland haben und an der NASDAQ OMX Helsinki notiert sein. Geleitet wird das kombinierte Unternehmen von Outokumpu-Chef Mika Seitovirta. ThyssenKrupp wird bei Outokumpu nach der Kapitalmaßnahme neuer Großaktionär und strebt einen Sitz im Verwaltungsrat und Nominierungsausschuss von Outokumpu an. Dies hat die Unterstützung von Solidium.
Ein neuer Weltmarktführer im Edelstahlsektor
Durch den Zusammenschluss von Outokumpu und Inoxum entsteht ein neuer Weltmarktführer im Edelstahlbereich dessen innovatives Produktportfolio sich über alle wichtigen Kundensegmente hinweg ergänzt. Per 30. September 2011 hätte das zusammengeschlossene Unternehmen 11,8 Mrd. EUR Jahresumsatz erwirtschaftet, rund 19.000 Mitarbeiter beschäftigt, einen Weltmarktanteil von rund 14% und eine Kaltwalzkapazität von rund 3,5 Millionen Tonnen gehabt.
Die Transaktion wird erhebliche Synergieeffekte generieren, bei denen jährlich bis 2017 rund 225-250 Mio. EUR eingespart werden. Davon werden 45% bis Ende 2014 erreicht und 70% bis Ende 2015. Nach Abschluss der Transaktion wird Outokumpu die nötige Größe und finanzielle Schlagkraft haben, um eine Reihe von Wachstumsmöglichkeiten weltweit zu nutzen.
Dazu zählt unter anderem die Expansion in Nord- und Südamerika über ein hochmodernes, kosteneffizientes Werk in Calvert in den USA, das im Dezember 2012 mit einem 1-Mt-Stahlwerk und einem 350-kt-Kaltwalzwerk voll betriebsbereit sein soll. Darüber hinaus kann Outokumpu durch die Transaktion seine bestehende Präsenz in China, einer der wachstumsstärksten Regionen der Edelstahlindustrie, weiter ausbauen. Gleichzeitig wird Outokumpu die Upstream-Integration am finnischen Standort Tornio fortführen und die eigene Herstellung von Ferrochrom bis 2015 verdoppeln. Dies wird dem fusionierten Unternehmen beträchtliche Gewinnchancen eröffnen.
Optimierte globale Produktionseffizienz und Kapazitätsauslastung erhöht Rentabilität
Die Transaktion zielt auf eine Optimierung von Produktionskapazitäten, Produktionsstandorten und Versorgungsrouten ab. Dadurch würde an den beiden hochgradig integrierten und kosteneffizienten Werken in Tornio (Finnland) und Terni (Italien) ein höherer Auslastungsgrad möglich. Am deutschen Standort in Krefeld will das zusammengeführte Unternehmen seine Kaltwalzkapazität ausweiten, um für Kunden in Europa hohe Qualität und kurze Lieferzeiten zu gewährleisten. Durch diese ausgewogene Kombination aus integrierten Stahlwerken und zusätzlichen Kaltwalzkapazitäten in Kundennähe soll ein hochgradig wirtschaftliches und bedarfsorientiertes Produktionsnetzwerk für volumenstarke Edelstahlsorten in Europa entstehen.
Um die angestrebten Effizienzsteigerungen zu erreichen, will das zusammengeschlossene Unternehmen die Schmelzkapazität um rund 1,4 Millionen Tonnen reduzieren. Outokumpu, ThyssenKrupp und deutsche Arbeitnehmervertreter haben eine Einigung über die Produktionsstätten sowie Beschäftigungssicherung erzielt. Der Vereinbarung nach wird der Schmelzbetrieb in Krefeld bis Ende 2013 geschlossen werden und es ist anvisiert, den Schmelzbetrieb in Bochum bis Ende 2016 zu schließen. Darüber hinaus wurde vereinbart, dass es bis Ende 2015 keine betriebsbedingten Kündigungen in den deutschen Inoxum-Produktionsstandorten geben wird. ThyssenKrupp hat sich dazu verpflichtet, für bis zu 600 Mitarbeiter der aktuellen Inoxum-Belegschaft in Deutschland alternative Arbeitsplätze bei ThyssenKrupp anzubieten.
Die Kaltwalzkapazität in Schweden wird ab dem Jahr 2014 ebenfalls reduziert. Weitere Synergieeffekte strebt das fusionierte Unternehmen bei Vertrieb, Servicezentren, Beschaffung, Logistik und Administration an.
Durch diese globalen Restrukturierungsbemühungen dürften zwischen 2013 und 2016 insgesamt rund 1.500 Stellen wegfallen, davon 850 in Deutschland. Diese Maßnahmen werden die Finanzkraft des fusionierten Unternehmens stärken und dadurch die Arbeitsplatzsicherheit der verbleibenden Mitarbeiter stärken. Die Umsetzung der vorstehend genannten geplanten Veränderungen wird sozialverträglich und mit möglichst geringen Beeinträchtigungen für Kunden erfolgen.
Komplementäres Produktportfolio
Die Produktpaletten von Outokumpu und Inoxum ergänzen sich ideal. Outokumpu ist ein führender Hersteller von hochwertigen austenitischen und Duplex-Stählen, während Inoxum zwar ebenfalls austenitische Stahlgüten produziert, aber vor allem bei ferritischen Edelstahllegierungen und Produkten mit Hochleistungslegierungen führend ist. Das fusionierte Unternehmen wird mit einem engmaschigen Netz an lokalen Servicezentren seinen Kunden in aller Welt ein breiteres Produktspektrum, kürzere Lieferzeiten und individuelle Lösungen anbieten können. Darüber hinaus wird das Unternehmen durch das breitere Stahlportfolio widerstandsfähiger gegen vorübergehende Nachfrageverschiebungen zwischen den unterschiedlichen Stahlgütern.
Der Kundenstamm des zusammengeschlossenen Unternehmens wird internationaler und ausgewogener sein und alle zentralen Endkundensegmente abdecken. Während Outokumpu eine starke Marktstellung im Investitionsgüterbereich vorweisen kann, ist Inoxum führend in stärker verbraucherorientierten Segmenten, zum Beispiel in der Großküchen-, Haushaltsgeräteindustrie, und im Automobilbau. Dank dieses breiter aufgestellten Kundenstamms ist das zusammengeschlossene Unternehmen weniger anfällig für Schwankungen in einzelnen Branchen.
Darüber hinaus dürfte das zusammengeführte Unternehmen von einer höheren Stabilität durch langfristige Verträge mit Endkunden sowie von einem höheren Absatz durch kurzfristige Verträge mit den Vertriebskunden profitieren.
Einzigartige Wachstumschancen als Triebfeder für langfristige Wertschöpfung
Mit dem Zusammenschluss ergeben sich für das Unternehmen weitreichende Wachstumsmöglichkeiten.
Erstens will Outokumpu die Ferrochrom-Produktionskapazität des Werks Tornio wie angekündigt durch eine laufende Investition im Umfang von 440 Mio. EUR bis 2015 auf 530.000 Tonnen verdoppeln. Die in dieser Form einzigartige Upstream-Integration von Ferrochrom, einem wichtigen Rohstoff für die Edelstahlproduktion, eröffnet Outokumpu einen erheblichen Wettbewerbsvorteil und beträchtliches Gewinnpotenzial.
Zweitens wird das zusammengeführte Unternehmen von der nahezu abgeschlossenen, 1,2 Mrd. EUR schweren Investition in das integrierte, wettbewerbsstarke US-Werk in Calvert profitieren. (Der verbleibende Investitionsanteil für 2012 beträgt rund 300 Mio. EUR). Zusammen mit dem Mexinox-Standort in Mexiko wird dieses hochmoderne Werk das fusionierte Unternehmen in die Lage versetzen, seine Stellung in der attraktiven Region Nord- und Südamerika weiter auszubauen.
Drittens wird das zusammengeführte Unternehmen das aktuelle Investitionsprogramm in Höhe von 240 Mio. EUR am deutschen Standort Krefeld fortsetzen, mit dem Ziel, Krefeld zum europäischen Kompetenzzentrum für kaltgewalzte Stähle und ferritische Edelstahllegierungen auszubauen. Zusätzlich plant das zusammengeführte Unternehmen, das 90 Mio. EUR schwere Investitionsprogramm für Hochleistungslegierungen am Standort Deutschland weiterzuführen, um von diesem vielversprechenden Wachstumssegment profitieren zu können.
Viertens wird die kontinuierliche Ausweitung der Quartoblechkapazitäten und der damit einhergehenden Expertise im schwedischen Degerfors das Portfolio der margenstarken Sondergüten des zusammengeschlossenen Unternehmens erweitern. Die jährliche Gesamtproduktionskapazität dürfte bis 2014 auf 220.000 Tonnen ansteigen.
Und schließlich dürfte Outokumpu nach dem Zusammenschluss mit einer differenzierten Produktpalette an hochwertigen Spezialstählen Wachstumschancen in Asien nutzen können. Möglich wird dies durch die vorhandene Präsenz der beiden Unternehmen in der Region, unter anderem mit einem Kaltwalzwerk und einem hochmodernen Servicezentrum in China.
Stärkung der Finanzkraft von Outokumpu
Die Transaktion wird dem zusammengeschlossenen Unternehmen künftig erhebliche Kostensynergien ermöglichen. Die angestrebten jährlichen Einsparungen werden den Schätzungen zufolge ab 2017 einen Umfang von 225 Mio. bis 250 Mio. EUR jährlich erreichen, davon 45% bis Ende 2014 und 70% bis Ende 2015. Der Einmalaufwand im Zusammenhang mit der Transaktion wird voraussichtlich insgesamt 160 Mio. EUR betragen und in den Jahren 2013 bis 2016 anfallen.
Der EBITDA-Beitrag der Synergien, die Vorteile, die sich aus der aktuellen Restrukturierung und den Investitionsprogrammen bei Outokumpu und Inoxum ergeben, sowie die Ausgabe neuer Aktien durch eine Bezugsrechtskapitalerhöhung und direkt an ThyssenKrupp, werden den künftigen Verschuldungsgrad von Outokumpu senken. Der Verschuldungsgrad soll nach dem Zusammenschluss unterhalb des von Outokumpu angestrebten Zielniveaus von 75% fallen, im Vergleich zum aktuellen Niveau von über 80%.
Transaktionsdetails und -finanzierung
Der Gesamtpreis für den Kauf von Inoxum umfasst 1 Mrd. EUR in bar, neue Outokumpu-Aktien, die bei Abschluss der Transaktion an ThyssenKrupp ausgegeben werden, eine Schuldverschreibung, die mit einem Emissionsvolumen von 235 Mio. EUR an ThyssenKrupp ausgegeben wird (auf Basis der Inoxum-Bilanz zum 30. September 2011, bereinigt um Inoxums Cashflow vom 30. September 2011 bis zum Abschluss des Geschäfts) sowie die Übernahme von Inoxums Pensionsverpflichtungen in Höhe von 271 Mio. EUR und von Inoxums Netto-Außenschulden im Umfang von 151 Mio. EUR. ThyssenKrupp wird nach Abschluss der Transaktion 29,9% des gezeichneten und im Umlauf befindlichen Kapitals von Outokumpu halten. Dabei hat ThyssenKrupp einer Sperrfrist von 12 Monaten für die gesamte Beteiligung, und anschließend von weiteren 12 Monaten für 50% der Beteiligung zugestimmt, beginnend mit dem Tag des Abschlusses der Transaktion. Außerdem gilt ab dem Tag des Abschlusses der Transaktion ein 36-monatiges Stillhalteabkommen.
Auf Basis des Outokumpu-Schlusskurses von 7,36 EUR am 30. Januar 2012 und einer Bezugsrechtskapitalerhöhung im Umfang von 1 Mrd. EUR ergibt sich für die an ThyssenKrupp auszugebenden Aktien ein Wert von 998 Mio. EUR. Der gesamte Kaufpreis für Inoxum würde dann 2,7 Mrd. EUR betragen. Der Wert der erwarteten Synergien bleibt bei diesen Berechnungen unberücksichtigt.
Die Barkomponente wird über eine Bezugsrechtskapitalerhöhung im Umfang von 1 Mrd. EUR finanziert. Die staatliche finnische Investmentgesellschaft Solidium, die rund 31 Prozent der Outokumpu-Aktien hält, sowie die Aktionäre KELA und Ilmarinen haben bereits zugesagt, bei der Bezugsrechtsemission insgesamt 37 % des Emissionsvolumens zu zeichnen. Der Rest wird von J.P. Morgan und Nordea zu marktüblichen Konditionen vollständig garantiert. Die Schuldverschreibung, die Outokumpu als Teil des Kaufpreises an ThyssenKrupp ausgeben soll, hat eine Laufzeit von neun Jahren und wird gegenüber bestimmten anderen bestehenden Fremdfinanzierungsformen bei Outokumpu als nachrangig eingestuft. Das Emissionsvolumen der Schuldverschreibung wird um Inoxums Cashflow vom 30. September 2011 bis zum Abschluss der Transaktion bereinigt. Maßgeblich verantwortlich für die Höhe des Cashflows ist Inoxums operatives Geschäft, einschließlich Investitionen und Veränderungen des Nettoumlaufvermögens (Working Capital). Die Struktur der Schuldverschreibung sowie die lange Laufzeit zielen darauf ab, Outokumpu in den kommenden Jahren erhebliche finanzielle Flexibilität zu bieten. Outokumpus zugesagte Liquiditätsfazilitäten sowie weitere Mittel (zum Jahresende 2011) belaufen sich auf insgesamt 1,3 Mrd. EUR.
Bedingungen und Zeitplan für die Transaktion
Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt bestimmter Abschlussbedingungen. Dazu zählt unter anderem die Zustimmung der Aufsichtsbehörden.
Die Aktionäre von Outokumpu müssen den Verwaltungsrat des Unternehmens ermächtigen, im Rahmen der Bezugsrechtsemission und der Direktemission an ThyssenKrupp neue Aktien auszugeben. Diese Genehmigungen beantragt der Verwaltungsrat bei der außerordentlichen Hauptversammlung (a.o. HV), die für den 1. März 2012 anberaumt wurde.
Der Outokumpu-Verwaltungsrat wird auf Basis der bei der a.o. HV einzuholenden Genehmigung über Zeitplan und Bedingungen der Bezugsrechtsemission entscheiden. Die Bezugsrechtsemission wird erwartungsgemäß in der ersten Jahreshälfte 2012 abgeschlossen werden.
Die Direktemission von Outokumpu-Aktien an ThyssenKrupp als Teil des Kaufpreises erfolgt bei Abschluss der Transaktion, der für 2012 geplant ist.
Finanziell beraten wird Outokumpu bei der Transaktion von Perella Weinberg Partners, J.P. Morgan und Nordea. Skadden Arps sowie White & Case sind mit der rechtlichen Beratung beauftragt.
Überblick über Inoxum
Inoxum ist ein führender europäischer Edelstahlhersteller, der weltweit rund 11 500 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen gliedert sich in zwei Bereiche: Das Segment Stainless Steel produziert und vertreibt Edelstahlflachprodukte. Das Segment High Performance Alloys produziert und vertreibt Hochleistungsmaterialien wie Nickellegierungen, Titan und Zirkonium.
Inoxum in Zahlen (Geschäftsjahr zum 30. September)
2009/2010 2010/2011 Umsatz** (Mio EUR) 5.901 6.739 Bereingtes EBITDA* (Mio EUR) 97,4 176,5 Bereinigtes EBIT** (Mio EUR) (63,1) (287,4) Auslieferungen (Mio. kt) 2,1 2,0 Gesamtvermögen** (Mio EUR) 5.396 6.722
*Das bereinigte EBITDA entspricht dem bereinigten EBIT plus Abschreibungen (auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) plus Wertminderungen minus Abschreibung von aktivierten Fremdkapitalkosten, die im EBIT eliminiert wurden **Laut Abschluss der Inoxum-Gruppe
Telefonkonferenz für Investoren und Analysten
Für Investoren und Analysten veranstaltet Outokumpu am 1. Februar 2012 um 9.00 Uhr MEZ (8.00 Uhr GMT, 10.00 EET) eine Telefonkonferenz und ein Live-Webcast. Dabei geht Outokumpu auf die Transaktion mit ThyssenKrupp und auf den Outokumpu-Konzernabschluss 2011 ein. Weitere Informationen zur Teilnahme finden Sie hier: www.Outokumpu.com/Investors.
Wenn Sie telefonisch teilnehmen, wählen Sie sich bitte fünf bis zehn Minuten vor Beginn der Veranstaltung ein:
Finnland +358 (0)9 2310 1619 Deutschland +49 (0)69 2999 3285 Großbritannien +44 (0)20 3106 7162 Schweden +46 (0)8 5593 6763
Zugangscode: 9353419
Kennwort: Outokumpu
Gemeinsame Pressekonferenz von Outokumpu und ThyssenKrupp
Outokumpu und ThyssenKrupp halten am 1. Februar 2012 um 11.00 Uhr MEZ (10.00 Uhr GMT, 12.00 Uhr EET) im Hilton Hotel Düsseldorf eine gemeinsame Pressekonferenz einschließlich Telefonkonferenz und Live-Webcast ab. Adresse: Georg-Glock-Straße 20, 40474 Düsseldorf.
Wenn Sie telefonisch teilnehmen, wählen Sie sich bitte fünf bis zehn Minuten vor Beginn der Veranstaltung ein:
Finnland +358 (0)9 2310 1618 Deutschland +49 (0)30 3001 90531 Großbritannien +44 (0)20 7660 0009 Schweden +46 (0)8 5065 3933 Kennwort: Outokumpu
Wollen Sie der Pressekonferenz auf English zuhören, benutzen Sie bitte folgenden Zugangscode: 6345244
Wollen Sie der Pressekonferenz auf Deutsch zuhören, benutzen Sie bitte folgenden Zugangscode: 4654948
Die Pressekonferenz wird unter www.Outokumpu.com/press und www.thyssenkrupp.com live im Internet übertragen. Ab 1. Februar 2012 können Sie eine Aufzeichnung der Veranstaltung per Webcast unter www.outokumpu.com/inoxum abrufen.
Über Outokumpu
Outokumpu ist ein führender globaler Edelstahlhersteller. Die Produkte aus rostfreiem Edelstahl und die Serviceleistungen von Outokumpu kommen weltweit in den unterschiedlichsten Industriezweigen zum Einsatz. Als vollständig recyclebares, wartungsfreies sowie stabiles und haltbares Material, ist Edelstahl ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Zukunft. Outokumpu beschäftigt mehr als 8.000 Mitarbeiter in über 30 Ländern. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Espoo, Finnland. Outokumpu ist an der NASDAQ OMX Helsinki notiert.
Weitere Informationen finden Sie unter www.outokumpu.com
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Outokumpu weist Sie darauf hin, dass zukunftsgerichtete Aussagen keine Garantie zukünftiger Performance sind, dass solche Aussagen von einer Vielzahl von Annahmen abhängen und dass die tatsächlichen Ergebnisse von Outokumpu, einschließlich der Finanzlage, der Liquidität und der Entwicklung der Branchen, in denen Outokumpu und Inoxum und die Mitglieder ihrer jeweiligen Gruppen tätig sind, wesentlich von denjenigen abweichen (und negativer ausfallen) können als diejenigen, die in den in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Insbesondere enthält diese Mitteilung zukunftsgerichtete Aussagen zu geschätzten positiven Synergieeffekten, die von der hierin beschriebenen Transaktion erwartet werden. Diese Schätzungen beruhen auf einer Vielzahl von Annahmen, die auf Grundlage momentan verfügbarer Informationen und auf diesen Informationen gründenden Entscheidungen getroffen wurden. Diese Annahmen stellen den erwarteten Geschehensablauf und die geschätzten zukünftigen Auswirkungen der Transaktion und der Integration von Inoxum in Outokumpu auf das Geschäft und die Finanz- und Ertragslage der kombinierten Gesellschaft dar. Diese Annahmen sind jedoch naturgemäß unsicher und unterliegen einem breiten Spektrum von wesentlichen Geschäfts- wirtschaftlichen und Wettbewerbsrisiken sowie Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von denen der Synergieschätzungen abweichen können. Außerdem besteht keine Sicherheit, dass die Transaktion in der in dieser Präsentation beschriebenen Weise - oder überhaupt - durchgeführt wird.
Originaltext: Outokumpu Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/71683 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_71683.rss2
Pressekontakt: Ansprechpartner bei Outokumpu
Interviewanfragen Medien - international Tel. +49 (69) 2400 5533 (Brunswick Group) Interviewanfragen Medien - Finnland Kari Tuutti - Tel . +358 9 421 2432 Anfragen von Investoren und Analysten Ingela Ulfves - Tel. +358 40 515 1531
Der Verwaltungsrat von Outokumpu hat heute den geplanten Zusammenschluss von Outokumpu mit der ThyssenKrupp-Edelstahlsparte Inoxum genehmigt. Durch die Transaktion entsteht ein neuer Weltmarktführer im Edelstahlsektor unter der operativen Führung von Outokumpu. Auf Basis des Outokumpu-Schlusskurses vom 30. Januar 2012 von 7,36 EUR wird Inoxum bei der Transaktion mit 2,7 Mrd. EUR bewertet. Der Gesamtpreis für Inoxum umfasst eine Barkomponente von 1 Mrd. EUR, neue Outokumpu-Aktien die an ThyssenKrupp ausgegeben werden, eine Schuldverschreibung in Höhe von 235 Mio. EUR, die an ThyssenKrupp ausgegeben wird und die Übernahme von Verbindlichkeiten von Inoxum in Höhe von 422 Mio. EUR durch Outokumpu.
Im Zusammenhang mit der Transaktion führt Outokumpu eine vollständig garantierte Bezugsrechtskapitalerhöhung mit einem Volumen von bis zu 1 Mrd. EUR durch. Die staatliche finnische Investmentgesellschaft Solidium, die mit rund 31% an Outokumpu beteiligt ist, sowie die Großaktionäre KELA und Ilmarinen, haben im Vorfeld verbindlich zugesagt, bei der Bezugsrechtskapitalerhöhung insgesamt 37% der Anteile zu zeichnen. Die verbleibenden Anteile dieser Emission werden von J.P. Morgan und Nordea zu marktüblichen Konditionen vollständig garantiert. ThyssenKrupp hält im Anschluss an die direkte Emission nach Abschluss der Transaktion eine 29,9-Prozent-Beteiligung an Outokumpu. Der Verwaltungsrat von Outokumpu und der Aufsichtsrat von ThyssenKrupp haben der Transaktion, die noch 2012 abgeschlossen werden soll, bereits zugestimmt. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt gewisser Abschlussbedingungen. Dazu zählt unter anderem die Zustimmung der Aufsichtsbehörden. Darüber hinaus müssen die Aktionäre von Outokumpu den Verwaltungsrat des Unternehmens ermächtigen, im Rahmen der Bezugsrechtsemission und nach Abschluss der Transaktion direkt an ThyssenKrupp neue Aktien auszugeben.
"Dies ist eine richtungsweisende Transaktion", sagte Outokumpu-Chef Mika Seitovirta. "Wir schaffen ein neues weltweit führendes Edelstahlunternehmen und Mehrwert für unsere Kunden und Aktionäre. Outokumpu und Inoxum passen perfekt zueinander - wir kombinieren zwei Unternehmen, die sich hervorragend ergänzen. Dadurch ergeben sich enorme Synergiepotentiale, die keines der beiden Unternehmen alleine heben könnte", so Seitovirta. "Outokumpu wird für die Kunden ein effizienter, innovativer und zuverlässiger Partner bleiben und den Beschäftigten neben erhöhter Stabilität auch zusätzliche attraktive Entwicklungsmöglichkeiten bieten."
"Der Zusammenschluss von Inoxum und Outokumpu markiert für uns einen wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung unserer strategischen Weiterentwicklung", sagte Dr. Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender von ThyssenKrupp. "Der Transaktion liegt ein überzeugendes industrielles Konzept zugrunde, das nach unserer Einschätzung das neue Unternehmen auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger machen wird. Wir sind davon überzeugt, dass die Transaktion vielversprechende Perspektiven schafft und daher auch im Interesse der Inoxum-Belegschaft ist. ThyssenKrupp verbessert durch diese Transaktion seine finanzielle Flexibilität und schärft sein strategisches Profil. Damit werden wir unserem Zielbild eines diversifizierten Industriekonzerns einen Schritt näher kommen."
"Ich freue mich sehr über diese strategisch wichtige Transaktion, denn sie erschließt für die Aktionäre ein beträchtliches Wertpotenzial. Ich habe volles Vertrauen in die Führungsmannschaft des neuen Unternehmens und bin überzeugt, dass sie das dynamische Wachstum von Outokumpu im weltweiten Edelstahlmarkt beschleunigen wird", kommentierte Ole Johansson, der Verwaltungsratsvorsitzende von Outokumpu.
Das zusammengeschlossene Unternehmen wird unter dem Namen Outokumpu firmieren, seinen Sitz in Espoo in Finnland haben und an der NASDAQ OMX Helsinki notiert sein. Geleitet wird das kombinierte Unternehmen von Outokumpu-Chef Mika Seitovirta. ThyssenKrupp wird bei Outokumpu nach der Kapitalmaßnahme neuer Großaktionär und strebt einen Sitz im Verwaltungsrat und Nominierungsausschuss von Outokumpu an. Dies hat die Unterstützung von Solidium.
Ein neuer Weltmarktführer im Edelstahlsektor
Durch den Zusammenschluss von Outokumpu und Inoxum entsteht ein neuer Weltmarktführer im Edelstahlbereich dessen innovatives Produktportfolio sich über alle wichtigen Kundensegmente hinweg ergänzt. Per 30. September 2011 hätte das zusammengeschlossene Unternehmen 11,8 Mrd. EUR Jahresumsatz erwirtschaftet, rund 19.000 Mitarbeiter beschäftigt, einen Weltmarktanteil von rund 14% und eine Kaltwalzkapazität von rund 3,5 Millionen Tonnen gehabt.
Die Transaktion wird erhebliche Synergieeffekte generieren, bei denen jährlich bis 2017 rund 225-250 Mio. EUR eingespart werden. Davon werden 45% bis Ende 2014 erreicht und 70% bis Ende 2015. Nach Abschluss der Transaktion wird Outokumpu die nötige Größe und finanzielle Schlagkraft haben, um eine Reihe von Wachstumsmöglichkeiten weltweit zu nutzen.
Dazu zählt unter anderem die Expansion in Nord- und Südamerika über ein hochmodernes, kosteneffizientes Werk in Calvert in den USA, das im Dezember 2012 mit einem 1-Mt-Stahlwerk und einem 350-kt-Kaltwalzwerk voll betriebsbereit sein soll. Darüber hinaus kann Outokumpu durch die Transaktion seine bestehende Präsenz in China, einer der wachstumsstärksten Regionen der Edelstahlindustrie, weiter ausbauen. Gleichzeitig wird Outokumpu die Upstream-Integration am finnischen Standort Tornio fortführen und die eigene Herstellung von Ferrochrom bis 2015 verdoppeln. Dies wird dem fusionierten Unternehmen beträchtliche Gewinnchancen eröffnen.
Optimierte globale Produktionseffizienz und Kapazitätsauslastung erhöht Rentabilität
Die Transaktion zielt auf eine Optimierung von Produktionskapazitäten, Produktionsstandorten und Versorgungsrouten ab. Dadurch würde an den beiden hochgradig integrierten und kosteneffizienten Werken in Tornio (Finnland) und Terni (Italien) ein höherer Auslastungsgrad möglich. Am deutschen Standort in Krefeld will das zusammengeführte Unternehmen seine Kaltwalzkapazität ausweiten, um für Kunden in Europa hohe Qualität und kurze Lieferzeiten zu gewährleisten. Durch diese ausgewogene Kombination aus integrierten Stahlwerken und zusätzlichen Kaltwalzkapazitäten in Kundennähe soll ein hochgradig wirtschaftliches und bedarfsorientiertes Produktionsnetzwerk für volumenstarke Edelstahlsorten in Europa entstehen.
Um die angestrebten Effizienzsteigerungen zu erreichen, will das zusammengeschlossene Unternehmen die Schmelzkapazität um rund 1,4 Millionen Tonnen reduzieren. Outokumpu, ThyssenKrupp und deutsche Arbeitnehmervertreter haben eine Einigung über die Produktionsstätten sowie Beschäftigungssicherung erzielt. Der Vereinbarung nach wird der Schmelzbetrieb in Krefeld bis Ende 2013 geschlossen werden und es ist anvisiert, den Schmelzbetrieb in Bochum bis Ende 2016 zu schließen. Darüber hinaus wurde vereinbart, dass es bis Ende 2015 keine betriebsbedingten Kündigungen in den deutschen Inoxum-Produktionsstandorten geben wird. ThyssenKrupp hat sich dazu verpflichtet, für bis zu 600 Mitarbeiter der aktuellen Inoxum-Belegschaft in Deutschland alternative Arbeitsplätze bei ThyssenKrupp anzubieten.
Die Kaltwalzkapazität in Schweden wird ab dem Jahr 2014 ebenfalls reduziert. Weitere Synergieeffekte strebt das fusionierte Unternehmen bei Vertrieb, Servicezentren, Beschaffung, Logistik und Administration an.
Durch diese globalen Restrukturierungsbemühungen dürften zwischen 2013 und 2016 insgesamt rund 1.500 Stellen wegfallen, davon 850 in Deutschland. Diese Maßnahmen werden die Finanzkraft des fusionierten Unternehmens stärken und dadurch die Arbeitsplatzsicherheit der verbleibenden Mitarbeiter stärken. Die Umsetzung der vorstehend genannten geplanten Veränderungen wird sozialverträglich und mit möglichst geringen Beeinträchtigungen für Kunden erfolgen.
Komplementäres Produktportfolio
Die Produktpaletten von Outokumpu und Inoxum ergänzen sich ideal. Outokumpu ist ein führender Hersteller von hochwertigen austenitischen und Duplex-Stählen, während Inoxum zwar ebenfalls austenitische Stahlgüten produziert, aber vor allem bei ferritischen Edelstahllegierungen und Produkten mit Hochleistungslegierungen führend ist. Das fusionierte Unternehmen wird mit einem engmaschigen Netz an lokalen Servicezentren seinen Kunden in aller Welt ein breiteres Produktspektrum, kürzere Lieferzeiten und individuelle Lösungen anbieten können. Darüber hinaus wird das Unternehmen durch das breitere Stahlportfolio widerstandsfähiger gegen vorübergehende Nachfrageverschiebungen zwischen den unterschiedlichen Stahlgütern.
Der Kundenstamm des zusammengeschlossenen Unternehmens wird internationaler und ausgewogener sein und alle zentralen Endkundensegmente abdecken. Während Outokumpu eine starke Marktstellung im Investitionsgüterbereich vorweisen kann, ist Inoxum führend in stärker verbraucherorientierten Segmenten, zum Beispiel in der Großküchen-, Haushaltsgeräteindustrie, und im Automobilbau. Dank dieses breiter aufgestellten Kundenstamms ist das zusammengeschlossene Unternehmen weniger anfällig für Schwankungen in einzelnen Branchen.
Darüber hinaus dürfte das zusammengeführte Unternehmen von einer höheren Stabilität durch langfristige Verträge mit Endkunden sowie von einem höheren Absatz durch kurzfristige Verträge mit den Vertriebskunden profitieren.
Einzigartige Wachstumschancen als Triebfeder für langfristige Wertschöpfung
Mit dem Zusammenschluss ergeben sich für das Unternehmen weitreichende Wachstumsmöglichkeiten.
Erstens will Outokumpu die Ferrochrom-Produktionskapazität des Werks Tornio wie angekündigt durch eine laufende Investition im Umfang von 440 Mio. EUR bis 2015 auf 530.000 Tonnen verdoppeln. Die in dieser Form einzigartige Upstream-Integration von Ferrochrom, einem wichtigen Rohstoff für die Edelstahlproduktion, eröffnet Outokumpu einen erheblichen Wettbewerbsvorteil und beträchtliches Gewinnpotenzial.
Zweitens wird das zusammengeführte Unternehmen von der nahezu abgeschlossenen, 1,2 Mrd. EUR schweren Investition in das integrierte, wettbewerbsstarke US-Werk in Calvert profitieren. (Der verbleibende Investitionsanteil für 2012 beträgt rund 300 Mio. EUR). Zusammen mit dem Mexinox-Standort in Mexiko wird dieses hochmoderne Werk das fusionierte Unternehmen in die Lage versetzen, seine Stellung in der attraktiven Region Nord- und Südamerika weiter auszubauen.
Drittens wird das zusammengeführte Unternehmen das aktuelle Investitionsprogramm in Höhe von 240 Mio. EUR am deutschen Standort Krefeld fortsetzen, mit dem Ziel, Krefeld zum europäischen Kompetenzzentrum für kaltgewalzte Stähle und ferritische Edelstahllegierungen auszubauen. Zusätzlich plant das zusammengeführte Unternehmen, das 90 Mio. EUR schwere Investitionsprogramm für Hochleistungslegierungen am Standort Deutschland weiterzuführen, um von diesem vielversprechenden Wachstumssegment profitieren zu können.
Viertens wird die kontinuierliche Ausweitung der Quartoblechkapazitäten und der damit einhergehenden Expertise im schwedischen Degerfors das Portfolio der margenstarken Sondergüten des zusammengeschlossenen Unternehmens erweitern. Die jährliche Gesamtproduktionskapazität dürfte bis 2014 auf 220.000 Tonnen ansteigen.
Und schließlich dürfte Outokumpu nach dem Zusammenschluss mit einer differenzierten Produktpalette an hochwertigen Spezialstählen Wachstumschancen in Asien nutzen können. Möglich wird dies durch die vorhandene Präsenz der beiden Unternehmen in der Region, unter anderem mit einem Kaltwalzwerk und einem hochmodernen Servicezentrum in China.
Stärkung der Finanzkraft von Outokumpu
Die Transaktion wird dem zusammengeschlossenen Unternehmen künftig erhebliche Kostensynergien ermöglichen. Die angestrebten jährlichen Einsparungen werden den Schätzungen zufolge ab 2017 einen Umfang von 225 Mio. bis 250 Mio. EUR jährlich erreichen, davon 45% bis Ende 2014 und 70% bis Ende 2015. Der Einmalaufwand im Zusammenhang mit der Transaktion wird voraussichtlich insgesamt 160 Mio. EUR betragen und in den Jahren 2013 bis 2016 anfallen.
Der EBITDA-Beitrag der Synergien, die Vorteile, die sich aus der aktuellen Restrukturierung und den Investitionsprogrammen bei Outokumpu und Inoxum ergeben, sowie die Ausgabe neuer Aktien durch eine Bezugsrechtskapitalerhöhung und direkt an ThyssenKrupp, werden den künftigen Verschuldungsgrad von Outokumpu senken. Der Verschuldungsgrad soll nach dem Zusammenschluss unterhalb des von Outokumpu angestrebten Zielniveaus von 75% fallen, im Vergleich zum aktuellen Niveau von über 80%.
Transaktionsdetails und -finanzierung
Der Gesamtpreis für den Kauf von Inoxum umfasst 1 Mrd. EUR in bar, neue Outokumpu-Aktien, die bei Abschluss der Transaktion an ThyssenKrupp ausgegeben werden, eine Schuldverschreibung, die mit einem Emissionsvolumen von 235 Mio. EUR an ThyssenKrupp ausgegeben wird (auf Basis der Inoxum-Bilanz zum 30. September 2011, bereinigt um Inoxums Cashflow vom 30. September 2011 bis zum Abschluss des Geschäfts) sowie die Übernahme von Inoxums Pensionsverpflichtungen in Höhe von 271 Mio. EUR und von Inoxums Netto-Außenschulden im Umfang von 151 Mio. EUR. ThyssenKrupp wird nach Abschluss der Transaktion 29,9% des gezeichneten und im Umlauf befindlichen Kapitals von Outokumpu halten. Dabei hat ThyssenKrupp einer Sperrfrist von 12 Monaten für die gesamte Beteiligung, und anschließend von weiteren 12 Monaten für 50% der Beteiligung zugestimmt, beginnend mit dem Tag des Abschlusses der Transaktion. Außerdem gilt ab dem Tag des Abschlusses der Transaktion ein 36-monatiges Stillhalteabkommen.
Auf Basis des Outokumpu-Schlusskurses von 7,36 EUR am 30. Januar 2012 und einer Bezugsrechtskapitalerhöhung im Umfang von 1 Mrd. EUR ergibt sich für die an ThyssenKrupp auszugebenden Aktien ein Wert von 998 Mio. EUR. Der gesamte Kaufpreis für Inoxum würde dann 2,7 Mrd. EUR betragen. Der Wert der erwarteten Synergien bleibt bei diesen Berechnungen unberücksichtigt.
Die Barkomponente wird über eine Bezugsrechtskapitalerhöhung im Umfang von 1 Mrd. EUR finanziert. Die staatliche finnische Investmentgesellschaft Solidium, die rund 31 Prozent der Outokumpu-Aktien hält, sowie die Aktionäre KELA und Ilmarinen haben bereits zugesagt, bei der Bezugsrechtsemission insgesamt 37 % des Emissionsvolumens zu zeichnen. Der Rest wird von J.P. Morgan und Nordea zu marktüblichen Konditionen vollständig garantiert. Die Schuldverschreibung, die Outokumpu als Teil des Kaufpreises an ThyssenKrupp ausgeben soll, hat eine Laufzeit von neun Jahren und wird gegenüber bestimmten anderen bestehenden Fremdfinanzierungsformen bei Outokumpu als nachrangig eingestuft. Das Emissionsvolumen der Schuldverschreibung wird um Inoxums Cashflow vom 30. September 2011 bis zum Abschluss der Transaktion bereinigt. Maßgeblich verantwortlich für die Höhe des Cashflows ist Inoxums operatives Geschäft, einschließlich Investitionen und Veränderungen des Nettoumlaufvermögens (Working Capital). Die Struktur der Schuldverschreibung sowie die lange Laufzeit zielen darauf ab, Outokumpu in den kommenden Jahren erhebliche finanzielle Flexibilität zu bieten. Outokumpus zugesagte Liquiditätsfazilitäten sowie weitere Mittel (zum Jahresende 2011) belaufen sich auf insgesamt 1,3 Mrd. EUR.
Bedingungen und Zeitplan für die Transaktion
Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt bestimmter Abschlussbedingungen. Dazu zählt unter anderem die Zustimmung der Aufsichtsbehörden.
Die Aktionäre von Outokumpu müssen den Verwaltungsrat des Unternehmens ermächtigen, im Rahmen der Bezugsrechtsemission und der Direktemission an ThyssenKrupp neue Aktien auszugeben. Diese Genehmigungen beantragt der Verwaltungsrat bei der außerordentlichen Hauptversammlung (a.o. HV), die für den 1. März 2012 anberaumt wurde.
Der Outokumpu-Verwaltungsrat wird auf Basis der bei der a.o. HV einzuholenden Genehmigung über Zeitplan und Bedingungen der Bezugsrechtsemission entscheiden. Die Bezugsrechtsemission wird erwartungsgemäß in der ersten Jahreshälfte 2012 abgeschlossen werden.
Die Direktemission von Outokumpu-Aktien an ThyssenKrupp als Teil des Kaufpreises erfolgt bei Abschluss der Transaktion, der für 2012 geplant ist.
Finanziell beraten wird Outokumpu bei der Transaktion von Perella Weinberg Partners, J.P. Morgan und Nordea. Skadden Arps sowie White & Case sind mit der rechtlichen Beratung beauftragt.
Überblick über Inoxum
Inoxum ist ein führender europäischer Edelstahlhersteller, der weltweit rund 11 500 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen gliedert sich in zwei Bereiche: Das Segment Stainless Steel produziert und vertreibt Edelstahlflachprodukte. Das Segment High Performance Alloys produziert und vertreibt Hochleistungsmaterialien wie Nickellegierungen, Titan und Zirkonium.
Inoxum in Zahlen (Geschäftsjahr zum 30. September)
2009/2010 2010/2011 Umsatz** (Mio EUR) 5.901 6.739 Bereingtes EBITDA* (Mio EUR) 97,4 176,5 Bereinigtes EBIT** (Mio EUR) (63,1) (287,4) Auslieferungen (Mio. kt) 2,1 2,0 Gesamtvermögen** (Mio EUR) 5.396 6.722
*Das bereinigte EBITDA entspricht dem bereinigten EBIT plus Abschreibungen (auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) plus Wertminderungen minus Abschreibung von aktivierten Fremdkapitalkosten, die im EBIT eliminiert wurden **Laut Abschluss der Inoxum-Gruppe
Telefonkonferenz für Investoren und Analysten
Für Investoren und Analysten veranstaltet Outokumpu am 1. Februar 2012 um 9.00 Uhr MEZ (8.00 Uhr GMT, 10.00 EET) eine Telefonkonferenz und ein Live-Webcast. Dabei geht Outokumpu auf die Transaktion mit ThyssenKrupp und auf den Outokumpu-Konzernabschluss 2011 ein. Weitere Informationen zur Teilnahme finden Sie hier: www.Outokumpu.com/Investors.
Wenn Sie telefonisch teilnehmen, wählen Sie sich bitte fünf bis zehn Minuten vor Beginn der Veranstaltung ein:
Finnland +358 (0)9 2310 1619 Deutschland +49 (0)69 2999 3285 Großbritannien +44 (0)20 3106 7162 Schweden +46 (0)8 5593 6763
Zugangscode: 9353419
Kennwort: Outokumpu
Gemeinsame Pressekonferenz von Outokumpu und ThyssenKrupp
Outokumpu und ThyssenKrupp halten am 1. Februar 2012 um 11.00 Uhr MEZ (10.00 Uhr GMT, 12.00 Uhr EET) im Hilton Hotel Düsseldorf eine gemeinsame Pressekonferenz einschließlich Telefonkonferenz und Live-Webcast ab. Adresse: Georg-Glock-Straße 20, 40474 Düsseldorf.
Wenn Sie telefonisch teilnehmen, wählen Sie sich bitte fünf bis zehn Minuten vor Beginn der Veranstaltung ein:
Finnland +358 (0)9 2310 1618 Deutschland +49 (0)30 3001 90531 Großbritannien +44 (0)20 7660 0009 Schweden +46 (0)8 5065 3933 Kennwort: Outokumpu
Wollen Sie der Pressekonferenz auf English zuhören, benutzen Sie bitte folgenden Zugangscode: 6345244
Wollen Sie der Pressekonferenz auf Deutsch zuhören, benutzen Sie bitte folgenden Zugangscode: 4654948
Die Pressekonferenz wird unter www.Outokumpu.com/press und www.thyssenkrupp.com live im Internet übertragen. Ab 1. Februar 2012 können Sie eine Aufzeichnung der Veranstaltung per Webcast unter www.outokumpu.com/inoxum abrufen.
Über Outokumpu
Outokumpu ist ein führender globaler Edelstahlhersteller. Die Produkte aus rostfreiem Edelstahl und die Serviceleistungen von Outokumpu kommen weltweit in den unterschiedlichsten Industriezweigen zum Einsatz. Als vollständig recyclebares, wartungsfreies sowie stabiles und haltbares Material, ist Edelstahl ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Zukunft. Outokumpu beschäftigt mehr als 8.000 Mitarbeiter in über 30 Ländern. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Espoo, Finnland. Outokumpu ist an der NASDAQ OMX Helsinki notiert.
Weitere Informationen finden Sie unter www.outokumpu.com
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Diese Annahmen stellen den erwarteten Geschehensablauf und die geschätzten zukünftigen Auswirkungen der Transaktion und der Integration von Inoxum in Outokumpu auf das Geschäft und die Finanz- und Ertragslage der kombinierten Gesellschaft dar. Diese Annahmen sind jedoch naturgemäß unsicher und unterliegen einem breiten Spektrum von wesentlichen Geschäfts- wirtschaftlichen und Wettbewerbsrisiken sowie Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von denen der Synergieschätzungen abweichen können. Außerdem besteht keine Sicherheit, dass die Transaktion in der in dieser Präsentation beschriebenen Weise - oder überhaupt - durchgeführt wird.
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