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Prime Quants (Archiv)
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DAX - Wenn die Trading-Roboter zuschlagen

(Prime Quants) - Um 14.30 Uhr wurden heute die US-Beschäftigungszahlen für den Monat Januar veröffentlicht. Völlig überraschend verkündete das US-Arbeitsministerium ein Job-Plus von 243.000 neuen Stellen, während die meisten Volkswirte lediglich mit einem Anstieg von rund 140.000 gerechnet hatten. Die wirkliche Überraschung liegt allerdings in der schnellen Reaktion, mit der die Märkte daraufhin nach oben katapultiert wurden. Der Kursspurt in der Time-Line:

14.30 Uhr und 0 Sekunden
Das US-Arbeitsministerium verkündet die Beschäftigungszahlen für den Monat Januar
14.30 Uhr und 1 Sekunde
Die Handelsalgorithmen schlagen zu. Berücksichtigt man dabei die Zeit, die die Order für den Weg zum elektronischen Handelsraum braucht, dann kann man davon ausgehen, dass hier nur Profis mit einer direkten Standleitung zum Zug gekommen sind. Der DAX legte innerhalb einer Sekunde 16,68 Punkte zu.
14.30 Uhr und 2 Sekunden
Der DAX springt auf den höchsten Stand seit August. Das Plus beträgt nun bereits 27,42 Punkte.
14.30 Uhr und 3 Sekunden
Während normale Menschen nun langsam die Finger an die Maus geführt haben, erweitert der DAX das Plus auf 38,98 Punkte.
14.30 Uhr und 4 Sekunden
Während der Mensch nun die neuen Beschäftigungszahlen gelesen hat, katapultieren die Trading-Roboter den Markt auf 6.710,03 Punkte. Das Plus beträgt jetzt 50,48 Zähler – wohlgemerkt in 4 Sekunden.
14.30 Uhr und 10 Sekunden

Der DAX erreicht ein Zwischen-Hoch bei 6.730,07 Punkten, nachdem der Index nun innerhalb von 10 Sekunden 70,52 Zähler gewonnen hat. Nun folgen alle die schnell sein wollen, aber eigentlich schon zu spät sind und mit der Technik nicht mithalten können.

PS: Während innerhalb der ersten 10 Sekunden 70,52 Punkte gewonnen wurden, legte das Leitbarometer in den folgenden 8 Minuten und 37 Sekunden lediglich weitere 29,93 Zähler zu.

/sh

Hinweise und Disclaimer
Die hier vorgestellten Trading-Ideen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung zum Erwerb der beschriebenen Produkte dar. Die enthaltenen Informationen zur Wertentwicklung in der Vergangenheit bieten keine Gewähr für zukünftige Erträge. Aussagen über die Zukunft sind immer risikobehaftet. Die Autoren sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in den genannten Wertpapieren nicht investiert. Weitere Ausführungen finden Sie hier: www.prime-quants.de/disclaimer

© 2012 Prime Quants
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

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