Rasantes Umsatzwachstum, steigende Gewinne und eine hohe Dividendenrendite.
Davon träumen viele Unternehmenslenker. Für Dr. Christian Pahl, Finanzchef
der Berliner MPH Mittelständische Pharma Holding AG (WKN A0N F69), sind das
keine Träume mehr.
Im ersten Jahr nach der Unternehmensgründung im November 2008 hat seine im
Pharmabereich tätige Beteiligungsholding den Umsatz auf 62 Millionen Euro
verfünffacht. Der operative Gewinn lag bei 6,1 Millionen Euro. 2010 wurden
bereits 112 Millionen Euro umgesetzt - bei einer EBIT-Marge von knapp zehn
Prozent. Bis 2012 dürften bereits mehr als 181 Millionen Euro und rund 15
Millionen EBIT in den Büchern der Hauptstädter stehen. Wenn die Politik
weniger Eingriffe in die Vergütungsprozesse nehmen würde, wäre ein noch
größeres Wachstum möglich.
Was macht die Gesellschaft so stark? Der Gesundheitsmarkt boomt. Von der
wachsenden Nachfrage profitiert der Pharmamarkt. So wird das
Wachstumspotenzial des globalen Pharmamarktes für die nächsten Jahre auf bis
zu sieben Prozent pro Jahr geschätzt.
Hoher Kostendruck hilft
Neben dem steigenden Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung sorgen auch eine
höhere Lebenserwartung und die zunehmenden Investitionen in die eigene
Gesundheit für die notwendigen Impulse. Durch auslaufende Patente und den
steigenden Kostendruck werden dabei immer mehr Generika verschrieben. Zudem
sind Apotheken per Gesetz verpflichtet, ein günstiges Importmedikament an
den Kunden abzugeben, wenn es mindestens 15 Prozent oder 15 Euro preiswerter
ist als das Originalpräparat. Und Apotheken müssen fünf Prozent ihrer
Verkäufe durch EU-Arzneimittel erzielen.
Klare Strategie
Das spielt der MPH AG in die Karten. Unter dem Dach der Holding befinden
sich die Töchter Haemato Pharm AG und Haemato Vet GmbH. Letztere wurde erst
im April 2010 gegründet und befindet sich noch im Aufbau. Haemato Pharm hat
sich auf den Handel mit Arzneimitteln innerhalb der EU, den sogenannten
Parallelimport, sowie auf die Herstellung und den Vertrieb von Generika
spezialisiert. Die EU-Markenarzneimittel, vorwiegend aus dem
Hochpreissegment, werden dabei von großen Pharmahändlern aus Italien oder
Griechenland eingekauft, am Firmensitz in sterilen Räumen umgepackt, mit
einem eigenen Etikett versehen und dann acht bis 15 Prozent billiger an
hiesige Apotheken verkauft. "Ein Mittel für die Brustkrebstherapie kostet
beim Originalhersteller 1.500 Euro, wir können es dem Großkunden dann für
1.350 Euro anbieten", erklärt Pahl.
Dynamische Entwicklung
"Die beiden Teilbereiche Parallelimporte und Generika sollten zum einen
aufgrund der immer noch heterogenen Preisstruktur in Europa und zum anderem
aufgrund hoher erwarteter Ausläufe von Patenten weiter überproportional
wachsen", erklärt Cosmin Filker. "Der Eckpfeiler der Wachstumsstrategie ist
eine stetig steigende Anzahl an Zulassungen", führt der Analyst von GBC
Research aus. Es gibt aber auch Gegenwind: Die 2010 durchgeführte Erhöhung
des Zwangsrabatts auf Parallelimporte von sechs auf 16 Prozent konnte die
Gesellschaft durch eine geschickte Einkaufspolitik nur teilweise
kompensieren. "Das hat uns Marge gekostet", sagt Pahl. Statt einer niedrigen
zweistelligen Marge sind 2011 und 2012 nur gut acht Prozent möglich. Doch
der Finanzchef sieht Licht am Ende des Tunnels: Spätestens im Sommer 2013
sollten die Zwangsrabatte wieder reduziert werden. "So eine Entscheidung
würde bei uns eins zu eins in den Gewinn fließen", so Pahl. Die Marge dürfte
wieder in den zweistelligen Bereich schnellen.
Satte Rendite
Doch die Verantwortlichen wollen nicht so lange warten. "Wir wollen im
Bereich der Parallelimporte noch im laufenden Jahr in ein weiteres
Therapiegebiet vorstoßen", so der Finanzchef. DER AKTIONÄR geht davon aus,
dass die Marge in dem neuen Bereich klar im zweistelligen Bereich liegen
wird. Zudem blicken Pahl und sein Vorstandskollege Patrick Brenske bereits
über die heimische Landesgrenze hinaus und haben zwei Länder ausfindig
gemacht, die zwar kleiner sind, in denen es jedoch keine Zwangsrabatte gibt.
Nach Berechnungen des AKTIONÄR könnte dies schon im laufenden Jahr 20
Millionen Euro an Mehreinnahmen bringen. Die Anteilseigner sollen an der
Entwicklung beteiligt werden. Für das abgelaufene Jahr winkt eine
Ausschüttung von 0,20 Euro je Vorzugsaktie - das entspricht einer
Dividendenrendite von 7,4 Prozent. Nach einer wahrscheinlichen
Zusammenlegung der Stamm- und Vorzugsaktien könnte die Rendite 2013 schon
bei über zehn Prozent liegen.
Dividendenstarke Potenzpille
Dank weiterer Zulassungen, dem Ausbau der Internationalisierung und der
Erschließung neuer Kundensegmente dürfte MPH weiter rasant wachsen. Nicht
nur mit der Aussicht auf politischen Rückenwind ist die Aktie mit einem
2012-er KGV von 9 und einer hohen Dividendenrendite eine Potenzpille für
jedes spekulative Depot.
Mehr Informationen, Nachrichten und Empfehlungen finden Sie im Internet
unter www.deraktionaer.de
+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum
Abschluss bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS
/ HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter www.deraktionaer.de (END) Dow Jones NewswiresFebruary 17, 2012 04:34 ET (09:34 GMT)
Davon träumen viele Unternehmenslenker. Für Dr. Christian Pahl, Finanzchef
der Berliner MPH Mittelständische Pharma Holding AG (WKN A0N F69), sind das
keine Träume mehr.
Im ersten Jahr nach der Unternehmensgründung im November 2008 hat seine im
Pharmabereich tätige Beteiligungsholding den Umsatz auf 62 Millionen Euro
verfünffacht. Der operative Gewinn lag bei 6,1 Millionen Euro. 2010 wurden
bereits 112 Millionen Euro umgesetzt - bei einer EBIT-Marge von knapp zehn
Prozent. Bis 2012 dürften bereits mehr als 181 Millionen Euro und rund 15
Millionen EBIT in den Büchern der Hauptstädter stehen. Wenn die Politik
weniger Eingriffe in die Vergütungsprozesse nehmen würde, wäre ein noch
größeres Wachstum möglich.
Was macht die Gesellschaft so stark? Der Gesundheitsmarkt boomt. Von der
wachsenden Nachfrage profitiert der Pharmamarkt. So wird das
Wachstumspotenzial des globalen Pharmamarktes für die nächsten Jahre auf bis
zu sieben Prozent pro Jahr geschätzt.
Hoher Kostendruck hilft
Neben dem steigenden Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung sorgen auch eine
höhere Lebenserwartung und die zunehmenden Investitionen in die eigene
Gesundheit für die notwendigen Impulse. Durch auslaufende Patente und den
steigenden Kostendruck werden dabei immer mehr Generika verschrieben. Zudem
sind Apotheken per Gesetz verpflichtet, ein günstiges Importmedikament an
den Kunden abzugeben, wenn es mindestens 15 Prozent oder 15 Euro preiswerter
ist als das Originalpräparat. Und Apotheken müssen fünf Prozent ihrer
Verkäufe durch EU-Arzneimittel erzielen.
Klare Strategie
Das spielt der MPH AG in die Karten. Unter dem Dach der Holding befinden
sich die Töchter Haemato Pharm AG und Haemato Vet GmbH. Letztere wurde erst
im April 2010 gegründet und befindet sich noch im Aufbau. Haemato Pharm hat
sich auf den Handel mit Arzneimitteln innerhalb der EU, den sogenannten
Parallelimport, sowie auf die Herstellung und den Vertrieb von Generika
spezialisiert. Die EU-Markenarzneimittel, vorwiegend aus dem
Hochpreissegment, werden dabei von großen Pharmahändlern aus Italien oder
Griechenland eingekauft, am Firmensitz in sterilen Räumen umgepackt, mit
einem eigenen Etikett versehen und dann acht bis 15 Prozent billiger an
hiesige Apotheken verkauft. "Ein Mittel für die Brustkrebstherapie kostet
beim Originalhersteller 1.500 Euro, wir können es dem Großkunden dann für
1.350 Euro anbieten", erklärt Pahl.
Dynamische Entwicklung
"Die beiden Teilbereiche Parallelimporte und Generika sollten zum einen
aufgrund der immer noch heterogenen Preisstruktur in Europa und zum anderem
aufgrund hoher erwarteter Ausläufe von Patenten weiter überproportional
wachsen", erklärt Cosmin Filker. "Der Eckpfeiler der Wachstumsstrategie ist
eine stetig steigende Anzahl an Zulassungen", führt der Analyst von GBC
Research aus. Es gibt aber auch Gegenwind: Die 2010 durchgeführte Erhöhung
des Zwangsrabatts auf Parallelimporte von sechs auf 16 Prozent konnte die
Gesellschaft durch eine geschickte Einkaufspolitik nur teilweise
kompensieren. "Das hat uns Marge gekostet", sagt Pahl. Statt einer niedrigen
zweistelligen Marge sind 2011 und 2012 nur gut acht Prozent möglich. Doch
der Finanzchef sieht Licht am Ende des Tunnels: Spätestens im Sommer 2013
sollten die Zwangsrabatte wieder reduziert werden. "So eine Entscheidung
würde bei uns eins zu eins in den Gewinn fließen", so Pahl. Die Marge dürfte
wieder in den zweistelligen Bereich schnellen.
Satte Rendite
Doch die Verantwortlichen wollen nicht so lange warten. "Wir wollen im
Bereich der Parallelimporte noch im laufenden Jahr in ein weiteres
Therapiegebiet vorstoßen", so der Finanzchef. DER AKTIONÄR geht davon aus,
dass die Marge in dem neuen Bereich klar im zweistelligen Bereich liegen
wird. Zudem blicken Pahl und sein Vorstandskollege Patrick Brenske bereits
über die heimische Landesgrenze hinaus und haben zwei Länder ausfindig
gemacht, die zwar kleiner sind, in denen es jedoch keine Zwangsrabatte gibt.
Nach Berechnungen des AKTIONÄR könnte dies schon im laufenden Jahr 20
Millionen Euro an Mehreinnahmen bringen. Die Anteilseigner sollen an der
Entwicklung beteiligt werden. Für das abgelaufene Jahr winkt eine
Ausschüttung von 0,20 Euro je Vorzugsaktie - das entspricht einer
Dividendenrendite von 7,4 Prozent. Nach einer wahrscheinlichen
Zusammenlegung der Stamm- und Vorzugsaktien könnte die Rendite 2013 schon
bei über zehn Prozent liegen.
Dividendenstarke Potenzpille
Dank weiterer Zulassungen, dem Ausbau der Internationalisierung und der
Erschließung neuer Kundensegmente dürfte MPH weiter rasant wachsen. Nicht
nur mit der Aussicht auf politischen Rückenwind ist die Aktie mit einem
2012-er KGV von 9 und einer hohen Dividendenrendite eine Potenzpille für
jedes spekulative Depot.
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