Stuttgart (ots) - Ein Bewerber, der für alle sprechen kann, wäre für das Amt des Bundespräsidenten ein Segen. Das schließt einen Vertreter der Parteipolitik nicht aus, sofern er über die erforderliche innere Unabhängigkeit verfügt. Allerdings sind Persönlichkeiten von entsprechendem Format in der Berliner Republik eine bedrohte Art. Am Ende könnte es so auf einen Quereinsteiger hinauslaufen. Horst Köhlers Scheitern sollte uns den Blick auf diese Option nicht dauerhaft verstellen. Aber wetterfest muss schon sein, wer sich von außen ins Getümmel wirft. Das Kandidatenkarussell hat am Samstag Schwung geholt. Mehr oder weniger bekannte Namen fallen, es gibt erste Absagen. Doch auch wenn es derzeit vor allem um Köpfe geht - das Amt sollte im Mittelpunkt stehen. Nach zwei Fehlbesetzungen fragen sich viele, wozu es eines Staatsoberhaupts überhaupt bedarf. Die Reputation des Amts wiederherzustellen, ist das Gebot der Stunde. Die politische Klasse muss beweisen, dass sie dieser Aufgabe gewachsen ist. Andernfalls nimmt sie selbst Schaden.
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