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Prime Quants (Archiv)
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Commerzbank erholt sich vom Bilanzschock - Notierungen aber weiterhin tiefer

(Prime Quants) - Nachdem die Aktie der Commerzbank am Donnerstag wegen dem Jahresabschluss ordentlich Federn lassen musste, erholt sich die Aktie am Freitag wieder leicht.

2 Prozent geht es heute aufwärts, nachdem die Aktie gestern eine kräftige Delle verpasst bekommen hat. Von Kursen deutlich über zwei Euro ging es in der ersten Reaktion auf die vorab für die Presse veröffentlichten Zahlen runter bis auf 1,87 Euro. Das sind über 9% gewesen. Im handelsverlauf begann dann allerdings die Vernunft wieder zurückzukehren und das Papier begann seinen Weg wieder nach oben anzutreten. Allerdings konnten gestern bis zum Handelsschluss keine Kurse über Zwei Euro markiert werden, was technisch etwas ärgerlich ist.

Die neben den Jahreszahlen veröffentlichte Ankündigung einer Kapitalerhöhung in der bereits ausgegebene Anleihen in Aktien gewandelt werden sollen ist aber auch nicht unbedingt eine erfreuliche Nachricht für die Kurse, weshalb die aktuellen Notierungen bei 1,97 Euro auch zu Recht unter den Kursen vor dem Donnerstag liegen. Bei der angekündigten Wandlung zum einen Anleihen mit Nominalwert von etwa 3 Mrd. Euro gegen Aktien um etwa 1 Mrd. Euro getauscht. Dadurch könnte die Commerzbank die Bilanz weiter verkürzen und gleich über zwei Effekte die Kernkapitalquote stärken. Darüber hinaus wird der SoFFin Teile seiner stillen Einlage in Aktien wandeln, um seine Sperrminorität nicht zu verlieren. Das ist dann der dritte Kanal, über den mit dieser Aktion die Kernkapitalquote gestärkt wird. Gleichzeitig reduziert sich dadurch die höhe der Stillen Einlage, was die Zinslast der Commerzbank reduzieren wird, sollten sie in der Zukunft nach HGB Gewinne erzielen.

/sj

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