(Neu: Pressekonferenz, Analysten, Aktienkurs.)
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Spezialchemiekonzern Wacker Chemie
Auch höhere Rohstoffpreise und Energiekosten drückten der Firma auf die Bilanz. Das dürfte den Oberbayern auch in diesem Jahr zu schaffen machen, auch wenn sich die Nachfrage in den ersten Wochen des Jahres wieder erholte, wie Konzernchef Rudolf Staudigl sagte. "Auch wenn nach wie vor große Unsicherheiten für die Konjunktur bestehen und die Rahmenbedingungen nicht einfach sind, bin ich optimistisch, dass 2012 ein erfolgreiches Geschäftsjahr werden kann."
Die von der Bundesregierung geplante einmalige Kürzung der Solarförderung hält der Konzern indes für verkraftbar. "Das ist in Ordnung, weil auch die Preise für Solaranlagen in den letzten Monaten drastisch gesunken sind", sagte der Chef der Siliziumsparte, Ewald Schindlbeck, der "Frankfurter Rundschau" (Mittwoch). Zwar schrieben viele Anlagenbauer rote Zahlen und müssten künftig weiter runter mit ihren Kosten, doch das sei für die Branche zu schaffen. "Auch wir müssen mit den Kosten für unser Silizium immer weiter runter."
Ein unerwartet starker Nachfragerückgang im Halbleiter- und Solargeschäft hatte dem Konzern im vierten Quartal den Abschluss für 2011 verhagelt. Der Umsatz war im Gesamtjahr zwar insgesamt leicht um drei Prozent auf 4,91 Milliarden Euro gewachsen, unter dem Strich schmolz der Gewinn aber von 497 auf 356 Millionen Euro. Eckdaten hatte Wacker bereits Ende Januar veröffentlicht.
Die durchwachsene Bilanz bekommen auch die Anteilseigner zu
spüren: Wacker will die Dividende deutlich um 1 Euro auf 2,20 Euro
je Aktie kürzen. Analysten hatten im Schnitt mit einer deutlich
höheren Dividende gerechnet. Wacker-Aktien waren größter Verlierer
im MDax. Die Papiere verloren am Mittag in einem freundlichen Umfeld
3,10 Prozent auf 69,67 Euro. Der MDax
Der Konzern ist mehrheitlich im Besitz der Alexander Wacker Familiengesellschaft. Weiter viel Geld will Wacker in den Ausbau der Produktion stecken, rund eine Milliarde Euro. Weltweit beschäftigt Wacker rund 17.160 Personen (+5,2%), die meisten am wichtigen Standort im oberbayerischen Burghausen./sbr/jha/DP/jha/wiz
ISIN DE000WCH8881
AXC0168 2012-03-14/12:49
