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MÄRKTE USA/Griechenlandwirren halten Anleger weiter fest im Griff

NEW YORK (Dow Jones)--Auch wenn sich die US-Aktienkurse am Vortag angesichts der wieder voll entbrannten Schuldenkrise in Europa recht achtbar geschlagen haben, lässt das Thema Griechenland die Anleger an Wall Street auch am Mittwoch nicht los. Die wachsenden Sorgen über ein Auseinanderbrechen der Eurozone - ausgelöst durch die politischen Wirren in Griechenland - dürften der Wall Street deutliche Eröffnungsverluste bescheren. Darauf deuten die Terminkontrakte auf wichtige US-Aktienindizes: Während der S&P-500-Future vorbörslich um 1,0 Prozent auf 1.345 Punkte nachgibt, sinkt sein Pendant auf den Nasdaq-100 um 1,0 Prozent auf 2.595 Zähler.

Marktstrategen sehen derweil im Euro-Wechselkurs den wahren Gradmesser für die Sorgen und Ängste am Finanzmarkt. Die europäische Gemeinschaftswährung ist unter die Marke von 1,2950 US-Dollar gefallen. "Das ist kein gutes Zeichen für die europäischen Aktienindizes", sagt ein Händler. Sollten die Forderungen der linksradikalen Partei Syriza, die derzeit um eine Regierungskoalition in Griechenland ringt, über ein Ende der Sparbemühungen umgesetzt werden, wäre Griechenland als Mitglied der Eurozone nicht mehr zu halten. Anleger fürchten aber bereits, dass die Krise schon bald auch Spanien erfassen wird. Der Anstieg der spanischen Renditen für zehnjährige Staatsanleihen auf 6 Prozent spricht eine eindeutige Sprache. Der spanische Aktienleitindex IBEX-35 bricht um über 3 Prozent ein.

"Die Politik auf dem alten Kontinent bleibt eine Quelle der Unsicherheit. Das dürfte sich auch in absehbarer Zeit kaum ändern. Andere Themen treten vorläufig in den Hintergrund", fasst ein Händler das Sentiment zusammen. Am Ölmarkt hält die Talfahrt an, allerdings könnten die anstehenden US-Lagerbestandsdaten hier neue Impulse setzen. Auch Gold verbilligt sich. Vermeintliche Sicherheit bleibt vor dieser Gemengelage Trumpf: Die Notierungen der US-Staatsanleihen ziehen im frühen US-Handel deutlich an und schicken die Renditen gen Süden. Zehnjährige US-Anleihen bringen Investoren nur noch eine Rendite von 1,80 Prozent.

Im Tagesverlauf werden in den USA Daten zu Lagerbeständen und Umsätzen im Großhandel veröffentlicht. Dem Datenkranz wird aber nur bedingt Markt bewegende Relevanz zugeschrieben. Mehr könnte da die laufende Berichtssaison unternehmensseitig liefern. Walt Disney gewinnen vorbörslich 0,8 Prozent, der Unterhaltungskonzern publizierte Zweitquartalszahlen über Markterwartung. AOL sinken dagegen um 0,1 Prozent. Die Geschäftszahlen zur Auftaktperiode überzeugen nur bedingt. Bemängelt wird die Umsatzentwicklung auf Jahressicht. Demand Media schnellen nach überzeugenden Erstquartalszahlen um 24 Prozent empor. Der Lieferant von Internetinhalten hob zudem die Prognose an.

STEC stürzen um 12 Prozent ab. Der Datenspeicherdienstleister verbuchte im ersten Quartal Verluste, die oberhalb der Befürchtungen rangierten. Auch für das zweite Quartal stellte das Unternehmen keine Besserung in Aussicht. Nach der Schlussglocke legt Cisco Systems Rechenschaft über den Geschäftsverlauf im dritten Quartal ab.

Am Vortag ging es für den Dow-Jones-Index um 0,6 Prozent auf 12.932 Punkte nach unten. Der S&P-500 gab um 0,4 Prozent auf 1.364 Zähler nach und er Nasdaq-Composite reduzierte sich um 0,4 Prozent auf 2.946 Stellen.

DEVISEN   zuletzt  '+/- %  Mi,8.53 Uhr  Di, 17.54 Uhr 
EUR/USD    1,2948  -0,28%       1,2985         1,3019 
EUR/JPY  102,9693  -0,61%     103,6048       103,8913 
EUR/CHF    1,2012   0,00%       1,2012         1,2011 
USD/JPY   79,5540  -0,28%      79,7800        79,8140 
GBP/USD    1,6093  -0,31%       1,6144         1,6160 
 
DJG/DJN/flf 

(END) Dow Jones Newswires

May 09, 2012 09:16 ET (13:16 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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