Die Verluststrecke am deutschen Aktienmarkt wird länger. Am Dienstag gab der DAX den fünften Tag in Folge nach. Allerdings verlangsamte sich das Tempo des Rückgangs doch merklich, der Leitindex verlor 0,2 Prozent auf 5.969 Punkte. Damit summieren sich allein in den ersten drei Juni-Tagen die Verluste auf knapp 300 Punkte. Die Ergebnisse einer monatlichen Umfrage unter Einkäufern in US-Unternehmen übertraf im Mai leicht die Erwartungen. Das stützte die Börsen bis zum Handelsschluss ein wenig. "Hoffnungen auf moderates Wachstum der US-Wirtschaft bleiben erhalten", kommentierte Viola Julien von der Helaba gegenüber Dow Jones Newswires. "Die Sitzung der Europäischen Zentralbank ist der wichtigste Termin dieser Woche. Daher waren die Chancen auf eine durchgreifende Erholung schon heute gering", resümierte ein Händler. In den vergangenen Wochen sind die Erwartungen, dass die Euro-Notenbank am Mittwoch die Zinsen senkt, angesichts niedriger Inflation und einer schwachen Konjunktur gestiegen. Eine an den Finanzmärkten viel diskutierte, weil überraschend angesetzte Telefonkonferenz der Finanzminister der sieben führenden Industriestaaten (G-7) über die europäische Finanzkrise und mögliche Antworten darauf blieb ohne konkrete Ergebnisse. Weil die meisten Marktakteure jedoch ohnehin keine großen Erwartungen in das Treffen gesetzt hatten, blieben größere Kursverluste aus.
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