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flatex
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Ruhe vor dem Sturm?

Der Markt leckt seine Wunden vom Freitag. Der Abwärtstrend hielt zwar an, aber das Momentum war wesentlich schwächer als zuvor. Der DAX verlor leicht konnte sich aber an der 6000er Marke stabilisieren. Der Euro stieg ebenfalls und konnte den Widerstand bei 1,25 US-Dollar wieder überwinden. Er liegt aktuell bei 1,2530 USD.

Hintergrund dieser Beruhigung sind einerseits die Bereitschaft Deutschlands, den angeschlagenen spanischen Banken zu helfen und andererseits die Hoffnung, dass die US-Notenbank nach den schwächeren amerikanischen Konjunkturdaten weitere geldpolitische Maßnahmen ergreift, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Die Hilfe Deutschlands ist allerdings Medienberichten zufolge an Bedingungen geknüpft, mehr Kontrolle und fiskalpolitische Kompetenz an Brüssel abzugeben. Es würde so etwas wie eine föderale Eurozone entstehen, in der es auch Eurobonds geben wird. Aber bis es soweit ist, können noch Jahre vergehen und die Märkte wollen jetzt Fortschritte bei der Lösung der Banken- und Schuldenkrise sehen. Daher werden die Märkte anfällig bleiben, es sei denn Fed-Chef Bernanke flutet die Märkte ein weiteres mal mit einem Anleihenankaufprogramm Quantitative Easing 3.

Daher werden der Mittwoch und Donnerstag spannend, wenn zuerst das Fed Beige Book präsentiert wird und Bernanke einen Tag später vor einem Wirtschaftsausschuss des Kongresses spricht. In Asien klettern die Aktienmärkte heute Morgen dagegen deutlicher in Plus. Hintergrund ist die anberaumte außerordentliche Telefonkonferenz der Finanzminister und Notenbanker der G7-Staaten. Möglicherweise werden hier Maßnahmen für die angeschlagenen europäischen Banken koordiniert. Vorbörslich legt der DAX ebenfalls zu und kann die 6000 Punktemarke wieder überschreiten.

Hartmut Schneider
CeFDex Market Research für flatex markets
®CeFDex AGWertpapierhandelsbankFrankfurt/ Main
© 2012 flatex
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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