Die britischen Bankenaktien sind am
Donnerstag noch deutlicher unter Druck geraten als die Papiere ihrer
europäischen Konkurrenten. Als Grund sahen Börsianer die
Manipulation von Libor-Zinssätzen, welche Barclays
Am Nachmittag brachen die Barclays-Titel um fast 14 Prozent ein
und waren damit Schlusslicht im schwachen FTSE 100
STRAFZAHLUNGEN SIND 'KLEINIGKEIT' ANGESICHTS DROHENDER KLAGEN
Die Strafe von 290 Millionen Pfund, die Barclays den Behörden in Großbritannien und den USA für die Zinsmanipulationen zahlen muss, ist nach Einschätzung eines Experten eine Kleinigkeit im Vergleich zu den Kosten, die dem Institut aus einer Klagewelle drohen. Da in den Klagen auch die heimischen Wettbewerber RBS, HSBC und Lloyds beschuldigt würden, müssten auch sie mit Straf- und Schadenersatzzahlungen rechnen. Die Rückstellungen, die dafür über einige Jahre gebildet werden müssten, könnten in die Milliarden gehen, warnte der Experte.
Händler Markus Huber von ETX Capital wies darauf hin, dass auch
die Deutsche Bank
Aktienhändler Andreas Lipkow von MWB Faitrade erinnerte zudem daran, dass die Bankentitel ohnehin besonders stark unter den Spekulationen rund um den aktuellen EU-Gipfel litten. "Es ist derzeit sehr leicht, die Aktien von europäischen Finanzinstituten mit Verkaufsorders unter Druck zu bringen." Dies löse eine Stop-Loss-Barriere nach der anderen aus. Entsprechend sieht Lipkow "sehr finstere Zeiten für Aktionäre von Banken"./gl/rum
ISIN DE0005140008 GB0008706128 GB0031348658 GB0007547838
AXC0171 2012-06-28/14:32
