Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben die Kaufempfehlung für Aktien der Österreichischen Post AG wieder zurückgenommen. Aktuell bewerten sie die Post-Papiere mit "Hold". Das Kursziel wurde ebenfalls gesenkt - von 30 auf 29 Euro.
Zwar sehen die Ökonomen noch eine Verbesserungspotenzial der Aktie von rund 10 Prozent, das sei allerdings zu klein um einen Kauf zu empfehlen. Der positive Effekt aus der Umstellung der Preisstruktur von Briefsendungen sei verpufft. Die Umsätze seien nach den sprunghaften Anstiegen in den letzten drei Quartalen zuletzt im Q2 nur noch um 2 Prozent gestiegen.
Die RCB-Analysten sehen ein sich verschlechterndes wirtschaftliches Umfeld, zudem werde die Pleite des Versandhauses Neckermann bei Paketsendungen zu negativen Konsequenzen der Post AG führen.
"Wir sind der Meinung, dass es bessere Zeiten gibt, in die Post-Aktien zu investieren", fassen die Bankexperten ihre Analyse zusammen.
Der Gewinn je Aktie wird für das Geschäftsjahr 2012 auf 2,76 Euro geschätzt. Für 2013 gehen die Analysten von 2,19 Euro aus und für 2014 erwarten sie 2,09 Euro je Anteilsschein. Die Dividende soll in den nächsten Jahren nach Schätzung der RCB um jeweils fünf Cent pro Jahr steigen: Für heuer erwarten sie also 1,80 Euro, 2013 dann 1,85 und 2014 schließlich 1,90 Euro.
Die Post-Aktien notierten am Donnerstag um 16.00 Uhr bei einem Preis von 26 Euro, das ist ein leichtes Plus von 0,25 Prozent gegenüber dem Vortag.
Analysierendes Institut Raiffeisen Centrobank
(Schluss) pro/bel
ISIN AT0000APOST4 WEB http://www.post.at
AFA0103 2012-08-16/16:07
ISIN: AT0000APOST4
