Zürich (ots) - Ganze Bereiche will Leica Microsystems ins deutsche
Wetzlar, respektive nach Singapur, auslagern. Das kostet in Heerbrugg
im St. Galler Rheintal 16 Stellen.
Mit dem Marketing oder dem Service verschwinden in Heerbrugg
eigentliche Kernkompetenzen. Für die Angestellten Schweiz ist die
Notwendigkeit dieser Verlagerungen nicht ersichtlich. Warum soll zum
Beispiel das Ersatzteilgeschäft mit Singapur in ein Land ausgelagert
werden, das sicher nicht das Qualitätsniveau bieten kann, welches die
Kunden von einem schweizerisch-europäischen Produkt erwarten? Die
Angestellten Schweiz befürchten, dass diese Verlagerung von wichtigen
Kompetenzen letztlich das Schicksal des Standorts Heerbrugg für Leica
Microsystems besiegeln könnte.
Die Angestellten Schweiz fordern das Management der Leica
Microsystems auf, zusammen mit den Sozialpartnern nochmals besonnen
zu prüfen, welche Massnahmen wirklich sinnvoll und unabdingbar sind.
Kündigungen sind möglichst zu verhindern. Sollten sie sich als
unvermeidlich erweisen, so sind sie sozialverträglich zu gestalten.
Das betriebliche Know-how ist nachhaltig zu sichern.
Auch wenn es sich für einmal nicht um hunderte von Stellen
handelt, zeigt der Fall Leica Microsystems exemplarisch eine äusserst
beunruhigende Entwicklung auf: Die Unternehmen verlagern immer mehr
Kernbereiche ins Ausland, so dass in der Schweiz nur noch ein Rumpf
bleibt. Es verbleiben Funktionen wie Forschung und Entwicklung, bei
denen man auf das Wissen und das Know-how der einheimischen, bestens
ausgebildeten Ingenieure angewiesen ist. Was man dabei aber vergisst:
Die Unternehmen werden auseinandergerissen. Die Kooperation über
technisch hoch komplexe Produkte ist über Kontinente hinweg nicht das
Kinderspiel, als das sie oft betrachtet wird. Unternehmen müssen sich
bewusst werden, dass sie sich mit solch rein finanzellmotivierten
Verlagerungen letztlich ins eigene Fleisch schneiden.
Die Angestellten Schweiz sind das Dienstleistungs- und
Kompetenzzentrum für Angestellte. Rund 23 000 Angestellte sind
Mitglied.
Weitere Infos zu den Angestellten Schweiz: www.angestellte.ch.
Originaltext: Angestellte Schweiz / Employés Suisse
Digitale Medienmappe: http://www.presseportal.ch/de/pm/100006251
Medienmappe via RSS : http://www.presseportal.ch/de/rss/pm_100006251.rss2
Kontakt:
Alois Düring, Regionalsekretär Angestellte Schweiz, 052 202 68 54
Hansjörg Schmid, Kommunikation Angestellte Schweiz, Tel. 044 360 11
21, 076 443 40 40
Wetzlar, respektive nach Singapur, auslagern. Das kostet in Heerbrugg
im St. Galler Rheintal 16 Stellen.
Mit dem Marketing oder dem Service verschwinden in Heerbrugg
eigentliche Kernkompetenzen. Für die Angestellten Schweiz ist die
Notwendigkeit dieser Verlagerungen nicht ersichtlich. Warum soll zum
Beispiel das Ersatzteilgeschäft mit Singapur in ein Land ausgelagert
werden, das sicher nicht das Qualitätsniveau bieten kann, welches die
Kunden von einem schweizerisch-europäischen Produkt erwarten? Die
Angestellten Schweiz befürchten, dass diese Verlagerung von wichtigen
Kompetenzen letztlich das Schicksal des Standorts Heerbrugg für Leica
Microsystems besiegeln könnte.
Die Angestellten Schweiz fordern das Management der Leica
Microsystems auf, zusammen mit den Sozialpartnern nochmals besonnen
zu prüfen, welche Massnahmen wirklich sinnvoll und unabdingbar sind.
Kündigungen sind möglichst zu verhindern. Sollten sie sich als
unvermeidlich erweisen, so sind sie sozialverträglich zu gestalten.
Das betriebliche Know-how ist nachhaltig zu sichern.
Auch wenn es sich für einmal nicht um hunderte von Stellen
handelt, zeigt der Fall Leica Microsystems exemplarisch eine äusserst
beunruhigende Entwicklung auf: Die Unternehmen verlagern immer mehr
Kernbereiche ins Ausland, so dass in der Schweiz nur noch ein Rumpf
bleibt. Es verbleiben Funktionen wie Forschung und Entwicklung, bei
denen man auf das Wissen und das Know-how der einheimischen, bestens
ausgebildeten Ingenieure angewiesen ist. Was man dabei aber vergisst:
Die Unternehmen werden auseinandergerissen. Die Kooperation über
technisch hoch komplexe Produkte ist über Kontinente hinweg nicht das
Kinderspiel, als das sie oft betrachtet wird. Unternehmen müssen sich
bewusst werden, dass sie sich mit solch rein finanzellmotivierten
Verlagerungen letztlich ins eigene Fleisch schneiden.
Die Angestellten Schweiz sind das Dienstleistungs- und
Kompetenzzentrum für Angestellte. Rund 23 000 Angestellte sind
Mitglied.
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