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MÄRKTE EUROPA/Börsen nicht mehr weit entfernt von Jahreshochs

Die Anzeichen für eine Jahresendrally mehren sich. Nach dem markanten Richtungswechsel am späten Mittwoch ziehen die Kurse an den europäischen Börsen am Donnerstag weiter an. Auch am Devisenmarkt und an den Anleihemärkten macht sich Optimismus breit, dass die Fiskalklippe in den USA umschifft werden kann. Andere Probleme wie die Euro-Schuldenkrise werden dagegen ausgeblendet - vorläufig zumindest. Damit scheint der Weg für eine fast schon gewohnheitsmäßig zu beobachtende Jahresendrally frei.

Hinzu kommen aktuelle positive Konjunkturdaten aus Europa. So hat sich das Geschäftsklima in der Eurozone im November überraschend aufgehellt. Gleiches gilt für die Wirtschaftsstimmung. Zum ersten Mal seit Januar ist der entsprechende Index wieder gestiegen. Hinzu kommen positiv aufgenommene Auftragseingänge der deutschen Maschinenbauer. "Vor allem der Anstieg der Auslands-Aufträge ist ein wichtiges Signal", so ein Händler.

Der DAX legt um 0,8 Prozent zu auf 7.400 Punkte und liegt damit nur noch 80 Punkte unter seinem Jahreshoch. Der Euro-Stoxx-50 gewinnt 1 Prozent auf 2.573 Zähler. Hier fehlen noch etwa 40 Punkte zum 2012er Gipfel.

Die wieder erwachte Risikofreude drückt am europäischen Anleihemarkt die Renditen zehnjähriger Anleihen der Krisenländer Italien und Spanien auf Mehrmonatstiefs. Italienische Langläufer werfen 4,52 Prozent ab, das sind 8 Punkte weniger als am Vortag. Bei spanischen Anleihen sind es 5,23 Prozent, das sind 7 Punkte weniger. Am Devisenmarkt spiegelt sich der Mut der Anleger in einem weiter steigenden Euro wider. Aktuell kostet die Gemeinschaftswährung 1,2987 Dollar. Im Tagestief am Mittwoch waren es 1,2880 Dollar.

Die jüngsten Aussagen aus den USA deuten auf eine Annäherung im dortigen Haushaltsstreit hin. So hat der republikanische Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, John Boehner, Kompromissbereitschaft signalisiert, über die Steuereinnahmen zu verhandeln. Wie wichtig eine Einigung ist, verdeutlicht der jüngste Konjunkturbericht "Beige Book", in dem die US-Notenbank aufzeigt, dass die Hängepartie um den US-Haushalt den heimischen Unternehmen große Sorge bereitet.

"Die Zeitvorgabe zur Lösung des Haushaltsstreits ist sehr knapp", merkt allerdings Joe Bracken an, Chefvolkswirt bei BT Investment Manager. "Ich glaube an eine Lösung, da niemand das Interesse hat, das Wirtschaftswachstum zu blockieren." Beide Seiten müssen sich bis zum Jahresende einigen, sonst drohen automatische Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen.

Am Nachmittag könnte die zweite Lesung der US-BIP-Daten noch für Impulse sorgen. Analysten rechnen mit einer Aufwärtskorrektur um 0,8 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent. Von der Konjunkturstärke dürfte letztlich die Frage abhängen, ob die US-Notenbank ihre expansive Geldpolitik noch ausweitet, betonen die Analysten der Commerzbank. Das wiederum könnte den Dollar belasten.

Am Aktienmarkt liegen sämtliche Branchenindizes im Plus. Am stärksten fallen die Gewinne bei zyklischen Branchen wie Rohstoffe, Automobile und Banken aus. Schlusslichter sind die eher als defensiv geltenden Nahrungsmittel-, Freizeit- und Einzelhandelsaktien. Im Rohstoffsektor treibt das Plus von 4,2 Prozent bei der Rio-Tinto-Aktie. Der britisch-australische Bergbaukonzern will seine Ausgaben künftig zusammenstreichen und 7 Milliarden US-Dollar einsparen. Für BHP Billiton geht es in diesem Sog um 2,4 Prozent nach oben.

Im Unternehmensbereich sorgt die Übernahme der Bahnautomatisierungs-Sparte des britischen Invensys-Konzerns durch Siemens für umgerechnet rund 2,2 Milliarden Euro für Gesprächsstoff. Analysten sprechen von einem strategisch richtigen Schritt und einer weiteren Fokussierung bei Siemens auf das Kerngeschäft. Invensys Rail verfüge über eine starke Position auf Hauptstrecken, und Siemens - bereits globaler Marktführer bei der Bahnsignal-Steuerung - baue damit seinen Vorsprung weiter aus, so die Citigroup. Die Siemens-Aktie gewinnt 0,8 Prozent, das Invensys-Papier schnellt um 9,6 Prozent nach oben.

Dass die US-Notenbank für die ausländischen Banken die Eigenkapitalanforderungen ändern will, belastet den Bankensektor bislang nicht. "Wir sprechen über einen Milliardenbetrag", bemerkt ein Teilnehmer dazu. Der Banken-Index gewinnt 1,2 Prozent. Die Aktien der vermeintlich am ehesten von den US-Plänen betroffenen Banken, Deutsche Bank und Barclays, gewinnen 1,1 Prozent bzw. 0,9 Prozent.

Mit einer bestätigten Dividendenprognose lässt Zurich Insurance Group aufhorchen. Von den bis 2013 angepeilten Einsparungen von 500 Millionen Dollar seien bereits 200 Millionen Dollar erreicht, teilte der Versicherer außerdem mit. Die Aktie steigt um knapp 2 Prozent.

=== 
INDEX                  Stand      +-% 
Euro-Stoxx-50       2.570,95   +0,95% 
Stoxx-50            2.547,59   +0,59% 
DAX                 7.394,57   +0,70% 
FTSE                5.849,28   +0,79% 
CAC                 3.546,59   +0,89% 
EUREX                  Stand  +-Ticks 
Bund-Future           142,73      -12 
 
DEVISEN   zuletzt   +/- %  Do, 7.42 Uhr  Mi, 18.15 Uhr 
EUR/USD    1,2985   0,33%        1,2942         1,2925 
EUR/JPY  106,6006   0,31%      106,2724       105,7815 
EUR/CHF    1,2041   0,02%        1,2038         1,2034 
USD/JPY   82,0965  -0,03%       82,1250        81,8450 
GBP/USD    1,6017   0,05%        1,6009         1,5999 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/raz 
 

(END) Dow Jones Newswires

November 29, 2012 07:09 ET (12:09 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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