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MÄRKTE USA/Verhaltenes Weihnachtsgeschäft belastet Einzelhändler

Von Claudia Nehrbaß

Der Haushaltsstreit hat auch am ersten Handelstag nach Weihnachten das Geschehen an den US-Finanzmärkten beherrscht. Die drohende Fiskalklippe verunsichert die Amerikaner und hat unter anderem im diesjährigen Weihnachtsgeschäft schon ihre Spuren hinterlassen. Es verzeichnete das geringste Plus seit der Rezession 2008, wie aus Daten der MasterCard-Tochter SpendingPulse hervorgeht.

Darunter litten Aktien der Einzelhandelsbranche. Der Kurs von Wal-Mart fiel um 0,8 Prozent auf 67,99 Dollar. Home-Depot-Aktien gaben um 0,7 Prozent auf 61,14 Dollar nach und der Kurs von Amazon.com ermäßigte sich um 3,9 Prozent auf 248,63 Dollar. Die Papiere der Kaufhausbetreiber Saks und Macy's verbilligten sich um 3,8 Prozent auf 10,22 Dollar und 1,0 Prozent auf 37,13 Dollar.

Der Dow-Jones-Index verlor 0,2 Prozent auf 13.115 Punkte. Der S&P-500 gab um 0,5 Prozent auf 1.420 Punkte nach. Der Nasdaq-Composite fiel um 0,7 Prozent auf 2.990 Punkte. Das Umsatzvolumen betrug magere 0,48 Milliarden Aktien; am Montag wurden in einer verkürzten Sitzung 0,29 Milliarden Aktien umgesetzt. Am Dienstag waren die US-Börsen wegen des Weihnachtsfeiertags geschlossen. Auf 1.090 Kursgewinner kamen 1.948 -verlierer; unverändert schlossen 119 Titel.

Weil sich im Haushaltsstreit noch immer keine Einigung abzeichnet, bricht US-Präsident Obama seinen Weihnachtsurlaub ab, um ab Donnerstag weiter zu verhandeln. Die Zeit wird knapp: Wenn sich Regierung und Opposition nicht einigen, treten zum 1. Januar automatisch Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen in Kraft. Das könnte die USA erneut in die Rezession stürzen.

Die Furcht vor einem Einbruch der Wirtschaft stützte den Anleihemarkt, wo die Rendite zehnjähriger Treasurys geringfügig auf 1,76 Prozent sank.

Am Devisenmarkt legte der Euro bei dünnen Umsätzen zum Dollar zu. Die Gemeinschaftswährung kostete im späten US-Handel rund 1,3225 Dollar. Der Regierungswechsel in Japan ließ den Dollar dagegen zum Yen auf den höchsten Stand seit über zwei Jahren aufwerten. Nach dem neuen japanischen Ministerpräsidenten Abe hat sich nun auch der neue Finanzminister Aso ausdrücklich zu einem schwächeren Yen bekannt. Für einen Dollar wurden 85,65 Yen gezahlt.

Hoffnungen auf neue geldpolitische Lockerungen der japanischen Notenbank stützten den Goldpreis, der um 0,1 Prozent auf 1.660,70 Dollar je Feinunze stieg. Das Edelmetall, das gerne als Inflationsschutz gekauft wird, profitierte aber auch von der Erwartung, dass der US-Haushaltsstreit doch noch beigelegt wird. Dann würde sich nämlich an den Inflationserwartungen nicht viel ändern. Falls aber keine Lösung gefunden wird und die USA tatsächlich erst über die Fiskalklippe und dann in die Rezession rutschen, dürften Inflationssorgen in den Hintergrund treten.

Angst vor politischer Instabilität im Nahen Osten und einer Angebotsverknappung trieb den WTI-Ölpreis über die Marke von 90 US-Dollar. Das Barrel WTI verteuerte sich um 2,7 Prozent bzw 2,37 Dollar auf 90,98 Dollar. Die europäische Referenzsorte Brent stieg um 2,1 Prozent bzw 2,27 Dollar auf 111,07 Dollar. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden mutmaßliche Extremisten verhaftet, die verdächtigt werden, Terroranschläge geplant zu haben, und die kurdische Regierung im Nordirak hat die Ölexporte in die Türkei verringert. Zudem hat die iranische Kriegsmarine laut Medienberichten Seemanöver in der Straße von Hormus, einem wichtigen Öltransportweg, begonnen.

INDEX           zuletzt  +/- %  absolut 
DJIA          13.114,59  -0,19   -24,49 
S&P-500        1.419,83  -0,48    -6,83 
Nasdaq-Comp.   2.990,16  -0,74   -22,44 
Nasdaq-100     2.637,18  -0,79   -20,87 
 
Kupon    Titel       Kurs    Veränderung   Rendite Veränderung 
1/8%     2-year   99 23/32    flat       0,270%    flat 
1/4%     3-Year   99 19/32    flat       0,383%    flat 
3/4%     5-year   99 30/32    up 2/32    0,763%    -1,1BP 
1 1/8%   7-Year   99 16/32    up 4/32    1,200%    -1,8BP 
1 5/8%   10-year  98 25/32    up 4/32    1,758%    -1,6BP 
2 3/4%   30-year  96 10/32    up 3/32    2,936%    -0,6BP 
 
DEVISEN   zuletzt  '+/- %  Fr, 9.05 Uhr  Do, 17.44 Uhr 
EUR/USD    1,3226   0,17%        1,3204         1,3224 
EUR/JPY  113,2404   2,10%      110,9085       111,5606 
EUR/CHF    1,2076   0,06%        1,2069         1,2073 
USD/JPY   85,6200   1,92%       84,0100        84,3730 
GBP/USD    1,6135  -0,72%        1,6253         1,6265 
 

Kontakt zum Autor: claudia.nehrbass@dowjones.com

DJG/DJN/cln

(END) Dow Jones Newswires

December 26, 2012 16:12 ET (21:12 GMT)

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