Die HP-Aktie habe in der Vergangenheit sehr gelitten, so der Vorstandsvorsitzende von Capital R Investments: "Die Aktie kam von weit über 30 Dollar und liegt nun bei 17 Dollar. HP ist aber eine Aktie, die locker über 20 Dollar liegen könnte. Da muss man auf die Quartalszahlen am Donnerstag schauen, dann kann man Geld verdienen, wenn man kurz vorher einsteigt. Die Facebook-Aktie sehe ich Ende des Jahres bei 50 Dollar." Die Apple-Armbanduhr "iWatch" hält Thomas Rudy hingegen nur für ein Gerücht, die Zukunft von Apple liege im TV-Bereich: "Die Umsatzsteigerung ist im Bereich des Fernsehens zu holen. Wenn das ausgebaut wird, wird Apple der führende Fernsehhersteller der Welt. Das dauert aber wohl noch ein paar Jahre." Thomas Rudy wirft auch einen Blick auf die Milliardäre an der Wall Street und sieht hier eine Art Kriegsschauplatz: "Die Hedgefondsmanager Bill Ackman und David Einhorn haben beide die größten Fonds hier an der Wall Street. Es geht gegen Karl Icahn und den Vitaminhersteller Herbalife. Bill Ackman findet, Herbalife ist ein Betrug, hier wurde ein Schneeballsystem aufgebaut. Icahn entgegnet, es sei ein legitimes Geschäftsmodell. Nur einer von beiden wird Recht behalten, beide haben jedoch Milliarden darauf verwettet." Ansonsten werde sich der Dow Jones auch in dieser verkürzten Handelswoche die Zähne an der 14.000-Punkte-Marke ausbeißen, meint der Geschäftsführer von Capital R Investment: "Ich möchte nicht die Luft aus dieser Woche nehmen, aber wir werden kaum Bewegung sehen. Wir bleiben also an den 14.000 Punkten, vielleicht geht es auch einen kleinen Tick nach unten". Der Fokus bei den Konjunkturdaten liege diese Woche auf den Zahlen zum US-Immobilienmarkt erklärt Thomas Rudy im Nasdaq Report.
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.
Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.
Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.
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