Von Hans Bielefeld
An der Wall Street geht die Rekordjagd am Donnerstag den vierten Handelstag in Folge weiter. Gestützt von etwas besseren wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten notieren S&P-500-Index und Dow-Jones-Index erneut auf Allzeithochs. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,5 Prozent auf 14.874 Punkte und notiert damit neun Punkte unter dem neuen Allzeithoch. Für den S&P-500 geht es 0,6 Prozent nach oben. Er liegt damit auf seinem neuen Allzeithoch bei 1.597 Punkten. Der Nasdaq-Composite bleibt hinter der Entwicklung etwas zurück und gewinnt lediglich 0,2 Prozent. Hier belasten negative Aussagen zu den weltweiten Computerauslieferungen im ersten Quartal.
Für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung reicht ein leichter Rückgang bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Statt wie erwartet 360.000 wurden lediglich 346.000 Anträge registriert. Die wöchentlichen Daten werden stark beachtet. Zum einen, weil der März-Bericht am vergangenen Freitag massiv enttäuscht hatte, zum anderen, weil US-Notenbank-Präsident Ben Bernanke die Fortsetzung der Anleihekäufe an das Erreichen einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent gekoppelt hat.
Die Technologie- und Halbleitersektor leiden unter den schwächeren Auslieferungen von Computern im ersten Quartal. Die Research-Unternehmen IDC und Gartner hatten nach der Schlussglocke am Mittwoch entsprechende Daten veröffentlicht. So wurden im Berichtszeitraum 14 Prozent weniger klassische PCs und Laptops verkauft als noch im Vorjahreszeitraum. Dies ist der schärfste Verkaufseinbruch seit Beginn der Erhebung von IDC im Jahr 1994. Seit vier Quartalen in Folge nimmt die Nachfrage nach PCs ab.
Die Aktien von Hewlett-Packard brechen daraufhin um sechs Prozent ein, Intel verlieren 2,5 Prozent und Microsoft fallen um knapp fünf Prozent. Bei Microsoft drückt zusätzlich noch eine Abstufung von Goldman Sachs auf "Sell" von zuvor "Neutral". Die Experten bemängeln Marktanteils-Verluste bei PCs und die fehlende Dynamik bei Tablets und Smartphones. Mit einem leichten Minus von 0,4 Prozent zeigen sich die Aktien von MetroPCS Communications, obwohl die Deutsche Telekom am Vorabend ihr Übernahmeangebot etwas nachgebessert hatte.
Der Euro läuft weiter schwungvoll nach oben und notiert deutlich über der Marke von 1,31 Dollar. Mit den schwachen US-Arbeitsmarktdaten am Freitag hatte sich dieser Trend etabliert. Zudem wird die Krise in der Eurozone zunehmend in einem milderen Licht gesehen. Die US-Staatsanleihen notieren etwas fester, die Renditen der zehnjährigen Titel sinken um einen Basispunkt auf 1,79 Prozent.
Der Ölpreis zeigt sich mit sich mit 94,20 Dollar je Barrel WTI-Öl leichter im Vergleich zum Vortag. Hier belastet eine schwächere globale Ölnachfrageprognose der Internationalen Energieagentur (IEA) für das laufende Jahr. Der Goldpreis erholt sich etwas von seiner Vortagsschwäche, die Feinunze verteuert sich um 0,3 Prozent auf 1.564 Dollar. Hier wird vor allem auf die Dollar-Schwäche verwiesen, was das Edelmetall attraktiver für ausländische Investoren mache.
=== INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 14.873,55 0,48 71,31 S&P-500 1.596,66 0,56 8,93 Nasdaq-Comp. 3.305,20 0,24 7,94 Nasdaq-100 2.861,70 0,09 2,49 DEVISEN zuletzt '+/- % Fr, 8.19 Uhr Mi, 17.51 Uhr EUR/USD 1,3132 1,64% 1,2920 1,3059 EUR/JPY 130,7577 5,15% 124,3505 130,0708 EUR/CHF 1,2197 0,36% 1,2152 1,2187 USD/JPY 99,5845 3,48% 96,2330 99,6250 GBP/USD 1,5405 1,21% 1,5220 1,5313 ===
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April 11, 2013 11:32 ET (15:32 GMT)
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