Der Euro
Im Wochenverlauf wurde der Euro von einer Mixtur aus schwachen europäischen Konjunkturdaten und überwiegend robusten Zahlen aus den USA belastet. Diese Entwicklung setzte sich am Freitag fort: Das Konsumklima der Uni Michigan, eine Umfrage unter amerikanischen Verbrauchern, hatte sich deutlich aufgehellt und war auf den höchsten Stand seit sechs Jahren gestiegen. Damit ist die Stimmung der Verbraucher so gut wie zuletzt vor der schweren Finanzkrise 2008.
Unter zusätzlichen Druck geriet der Euro, nachdem am Devisenmarkt Gerüchte über die Geldpolitik im Währungsraum die Runde machten. Es hieß, die EZB höre sich bei Geschäftsbanken um, ob diese Negativzinsen auf ihre Einlagen bei der Notenbank verkraften könnten. EZB-Chef Mario Draghi hatte unlängst erklärt, die EZB prüfe einen derartigen Schritt. Es gibt jedoch zahlreiche Unwägbarkeiten, die mit einem "Strafzins" auf Bankeinlagen verbunden sind. So zeigen Erfahrungen aus anderen Ländern, dass die gewünschten Effekte - Ausweitung der Kreditvergabe und geringere Zinsen für Bankkredite - nicht unbedingt eintreten müssen.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse
für einen Euro auf 0,84475 (0,84550) britische Pfund
ISIN EU0009652759
AXC0217 2013-05-17/16:57
