Bern - Die Europäische Weltraumagentur ESA hat grünes Licht für die industrielle Umsetzung der von der Universität Bern geleiteten «CHEOPS»-Mission. Zudem wurde von der ESA das Projekt «PLATO» als «M-class-Mission» gewählt, an der die Universität Bern massgeblich beteiligt ist. Kaum einen Monat nach der Wahl des Nationalen Forschungsschwerpunkt NFS «PlanetS» durch den Bundesrat bekräftigen diese Entscheide die führende Position der Berner Weltraum- und Planetenforschung.
«Drei Meilensteine in rund zwei Monaten bezeugen die wegweisende Position der Berner und Schweizer Planetenforschung und auch der Schweizer Industrie», freut sich Prof. Willy Benz vom Center for Space and Habitability (CSH) und Direktor des Physikalischen Instituts der Universität Bern. Der Astrophysiker leitet für die Schweiz das Weltraumprojekt «CHEOPS» (CHaracterizing ExOPlanet Satellite). Weiter ist er mit seinem Team vom Berner CSH massgeblich am Projekt «PLATO» (PLAnetary Transits and Oscillations of stars) beteiligt, das die Delegierten der 19 ESA-Mitgliedsländer als neue «M-class»-Mission gewählt haben. Und zum Dritten leitet er zusammen mit Co-Leiter Prof. Stéphane Udry, Direktor des Departements für Astronomie der Universität Genf, den neuen Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS) «PlanetS», den der Bundesrat letzten Dezember mit sieben weiteren NFS bestimmt hat.
Auf der Suche nach lebensfreundlichen Planeten
Diese drei Grossprojekte sind eng miteinander verknüpft. «CHEOPS» und «PLATO» sind Satelliten-Missionen und liefern Daten, «PlanetS» koordiniert die Arbeit von Forschenden und wertet die Daten von Weltraum-Missionen aus. So wird ab Ende 2017 das «CHEOPS»-Weltraumteleskop auf eine Erdumlaufbahn in bis zu 800 Kilometer Höhe gebracht. Dort wird es über dreieinhalb ...
