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Wochenrückblick KW47: Indexrekorde vor Thanksgiving, Daimler im Aufwärtstrend

Die vergangene Woche war von neuen Hochs geprägt. Während der DAX sich über 9200 Punkten gemütlich einrichtete, gelang es dem Dow Jones erstmals über 16.000 Zählern aus dem Handel zu gehen. Die gute Börsenlaune hält also weiter an - trotz Störfeuern seitens Großanlegern (Carl Icahn) und Großbanken (Deutsche Bank) in Form von Crash-Warnungen. Angesichts der unverändert lockeren Geldpolitik dies- und jenseits des Atlantiks sollte sich an der derzeitigen Stimmung auch nichts ändern. Einer der Hauptprofiteure der aktuellen Börsenhausse ist die Daimler-Aktie (WKN 710000). In den letzten zwölf Monaten konnte der Titel zwei Drittel an Wert zulegen. Tendenz steigend. Auch wenn die 60-Euro-Marke zuletzt hartnäckiger war als gedacht, dürfte ein neues Jahreshoch nicht ewig auf sich warten lassen. Ob die Marktstärke angesichts von Thanksgiving am Donnerstag anhält, muss sich zeigen. Schließlich fehlt ohne die Wall Street der Taktgeber. Am Freitag findet dann an der NYSE nur verkürzter Handel statt, so dass ab Mittwoch wohl eher bräsige Stille vorherrschen dürfte. Ob das aber zum Nachteil für die Daimler-Aktie sein wird, ist offen.

Der DAX und sein Chart

Der DAX kann sich zwar diese Woche oberhalb der 9200er Marke verabschieden. Der ganz große Schwung fehlt aber im Moment. Eine Korrekturbewegung bleibt indes ebenfalls aus. Damit könnte der DAX schon in Kürze den nächsten Aufwärtsschub einleiten, wie wir in unserem wöchentlichen Ausblick DAX zeigen.

Einzeltitel aus Deutschland

Vergangene Woche waren die beiden großen deutschen Versorger E.ON (WKN ENAG99) und RWE (WKN 703712) immer mal wieder an der Spitze des DAX zu finden. Schön mag man sagen: Da beruhigt sich die Lage. Doch trotz positiver Aussichten in Sachen Brennelementesteuer hat sich grundlegend an der Situation nichts verändert. Von daher ist zu viel Optimismus nach wie vor Fehl am Platz, wie wir hier schreiben.
Spannende Kurschancen ergeben dagegen derzeit beim Konsumgüterriesen Henkel (WKN 604840). Mehr dazu aus Sicht von Point&Figure haben wir in unserem aktuellen Newsletter geschrieben. Wer die kostenfreie "Die Börsenblogger D-A-CH Rundschau" jede Woche automatisch beziehen möchte, kann sich hier anmelden.
Kursfantasien geweckt hat der Chiphersteller Infineon (WKN 623100). Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage hatten die Unternehmen in den USA zuletzt Schwierigkeiten damit, Wachstum zu generieren. Gleichzeitig können sich die Konzerne jedoch günstig verschulden. Viele nutzen dies, um ihre üppigen Aktienrückkaufprogramme zu finanzieren. Nun scheint man so langsam auch hierzulande zu begreifen, dass dies eine prima Möglichkeit ist, die Kurse zu befeuern. Nachdem Siemens (WKN 723610) ein Programm im Volumen von 4 Mrd. Euro angekündigt hatte, erfreute nun auch der aus dem Spin-Off des Siemens-Halbleitergeschäfts hervorgegangene Chiphersteller Infineon seine Aktionäre mit einer ähnlichen Nachricht.
Ganz anders dagegen das Bild hier: Auch wenn der kriselnde Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp (WKN 750000) mit einer positiven Meldung aufwarten konnte, verzeichnete die ThyssenKrupp-Aktie auf Wochensicht deutliche Verluste. Obwohl nun endlich ein Verkauf des US-Stahlwerks bevorstehen könnte, wären damit die größten Probleme für die Essener noch immer nicht aus der Welt geschafft. Mehr dazu hier.
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